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Facelift VW Golf GTD im Test

Wie schlägt sich der geliftete Diesel-Sportler?

VW Golf GTD Front Foto: Hans-Dieter Seufert 12 Bilder

Nach der Modellpflege bietet der stärkste Diesel-Golf auf den ersten Blick keine Überraschungen. Warum auch? Wir haben ihn natürlich trotzdem ausgiebig getestet.

17.08.2017 Clemens Hirschfeld 1 Kommentar

Ein Volkssportler soll er sein, der GTD. Noch dazu einer, der wenig verbraucht. Dass er beides kann, hat der stärkste aller Diesel-Gölfe längst und überzeugend bewiesen. Und genau deshalb sah sich bei VW zu Recht keiner genötigt, viel an ihm zu verändern. Klar, ein bisschen an der Optik feilen, das geht immer. Breitere, wabenvergitterte Lufteinlässe hier, e-förmige, dem GTI-Clubsport nachempfundene Kunststoffspangen dort, hinten ein ausladender Diffusor und zu guter Letzt noch ein bisschen LED-Scheinwerfer-Make-up an Front und Heck – fertig ist das Facelift.

So viel Drehmoment wie der Golf R

VW Golf GTD Front Foto: Hans-Dieter Seufert
Die Änderungen fallen am Facelift nur dezent aus. Der Motor mit seinen 184 PS und 380 Nm Drehmoment bleibt unangetastet. Änderungen gibt es hauptsächlich optisch und beim Infotainment.

Den 184 PS starken Zweiliter-TDI ließen sie in Wolfsburg dagegen unangetastet. Der hat mit 380 Newtonmetern schließlich so viel Drehmoment wie der Top-Golf R. Schon unter 2.000/min packt der TDI richtig zu, das hilft bei Zwischenspurts und macht sofort Spaß. Über 4.000/min geht die Leistung – typisch Turbodiesel – spürbar zurück, obwohl er bis 5.500/min dreht. Schalten ist aber auch kein Problem, ganz im Gegenteil – denn die Gänge der knackig abgestuften Sechsgangbox lassen sich auf kurzen Wegen wechseln. Dazu verwandelt der Soundgenerator das Dieselgenagel in ein angenehm dezentes Bollern.

Mit dem adaptiven DCC-Fahrwerk für 1.045 Euro extra ist der GTD zwar straff abgestimmt, federt aber immer noch harmonisch. Vielleicht könnte die Spreizung zwischen den fünf Fahrmodi noch deutlicher ausfallen, das ist aber Geschmackssache. Grundsätzlich gilt: Übertreibt es der Fahrer mit der Sportlichkeit, fängt der ESP-Wächter den Golf mit Samthandschuhen ein. Eine noch stärkere und dynamischer abgestimmte Performance-Variante, wie es sie für den Benzin-Bruder GTI gibt, ist für den GTD nicht vorgesehen.

Nur noch wischen und touchen

Innen macht der GTD jetzt auf Technik-Nerd. Gegen Aufpreis fliegen die konventionellen Cockpit-Armaturen raus und werden durch virtuelle Instrumente ersetzt. Das 9,2 Zoll große Infotainment-System (2.435 Euro) verzichtet gänzlich auf konventionelle Tasten, reagiert auf Ansprache und Gestenwischerei. Für mehr Komfort und Sicherheit sorgen neue Assistenten für Staus oder den richtigen Abstand zum Vordermann. Fazit: Das alles hält den Golf GTD angemessen modern.

Vor- und Nachteile

  • Narrensicheres Fahrverhalten
  • kräftiger Dieselmotor
  • hoher Fahrkomfort
  • feinfühlige Assistenzsysteme
  • gute Verarbeitung
  • dezenter Klang
  • relativ hoher Preis
Technische Daten
VW Golf GTD GTD
Grundpreis32.425 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4268 x 1790 x 1482 mm
KofferraumvolumenVDA380 bis 1270 l
Hubraum / Motor1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung135 kW / 184 PS bei 3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit231 km/h
0-100 km/h7,8 s
Verbrauch4,4 l/100 km
Testverbrauch6,8 l/100 km
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    930.engineering 6. Oktober 2017, 12:09 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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