1. Freitagstraining

Schumi vorn

Foto: Ferrari

Beim ersten Freien Training zum GP von Italien dominierte Ferrari. Michael Schumacher erzielte die Bestzeit und war dabei um drei Zehntelsekunden schneller als Rubens Barrichello.

Glänzend in Szene setzte sich BAR-Testfahrer Anthony Davidson. Der Engländer kam mit nur vier Hunderstelsekunden Rückstand auf Barrichello auf Platz drei. Kimi Räikkönen schaffte mit seinem McLaren-Mercedes Platz vier, obwohl er nur vier Runden drehte.

Während die zehn Formel 1-Teams in der letzten Woche bei dreitägigen Testfahrten in Monza insgesamt 24.401 Kilometer abspulten, gab es beim ersten Aufgallopp im ersten offiziellen Training erst mal nur ein Sparprogramm. Die Zuschauer kamen somit nicht auf ihre Kosten: Denn in der ersten halben Stunde drehten nur die so genannten Freitags-Fahrer, die Testpiloten der letztjährigen Hinterbänkler-Teams BAR, Jaguar, Jordan, Toyota und Minardi fleissig ihre Runden. Die Arrivierten warteten an der Box darauf, dass die Strecke sauber gefahren wird. Zudem führt die Regel, wonach die Motoren das ganze Wochenende über halten müssen, zu größtmöglicher Zurückhaltung beim Rundendrehen.

Erst nach 36 Minuten rückte der erste Ferrari zu einer Übungsrunde aus. Michael Schumacher schockte die Konkurrenz wie gewöhnlich mit einer Bestzeit. Mit 1.20,556 Sekunden war er aber um eine halbe Sekunde langsamer als Antonio Pizzonia im Williams-BMW, der Schnellste des Monza-Tests vor einer Woche.

Kurz danach übertrieb er es etwas in der zweiten Lesmo-Kurve: Schumacher rutschte mit zwei Rädern ins Kiesbett, konnte aber unter Hinterlassung einer riesigen Staubwolke fast unvermindert schnell weiter fahren.

Recht verhalten agierten die Williams-Fahrer. Pizzonia und Juan Pablo Montoya belegten die Plätze neun und zehn. Die beiden deutschen Jordan-Fahrer Timo Glock und Nick Heidfeld sicherten das Feld, wie nicht anders zu erwarten war, nach hinten ab. Der eine als 19, der andere als 22.

Interessant aus technischer Sicht: Alle drei BAR-Honda fuhren wieder mit Bremsdifferenzialen an der Vorderachse. Diese Apparatur war nach dem GP von Deutschland von der FIA verboten worden. Damals war das Differenzial aber elektronisch geregelt. Jetzt kommt eine rein mechanische Regelung zum Einsatz.

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