Darum bleibt die Qualifikation

Vier Teams gegen Quali-Änderung

Start - GP Australien 2016 Foto: sutton-images.com

Das viel kritisierte neue Qualifikationsformat wird auch beim GP Bahrain stattfinden. In Melbourne hatten sich alle Teams für eine Rückkehr zum 2015er System ausgesprochen. 3Tage später fielen 4 Teams um. Aus Prinzip. Weil das alte Quali-Format gar nicht zur Abstimmung kam.

Das Hin und Her um das Qualifikationsformat wird immer konfuser. Kurze Rückblende. 26 Tage vor dem Saisonstart entscheidet die Formel 1-Kommission einstimmig, dass ein K.O.-Modus im 90-Sekunden-Rhythmus die alte Qualifikation bestehend aus Q1, Q2 und Q3 ablöst. Eine Woche später poltert Ferrari-Chef Sergio Marchionne, dass er gegen das neue System ist. Obwohl sein Statthalter Maurizio Arrivabene dafür gestimmt hat.

In der gleichen Woche raten die Teams der FIA, wenigstens beim Q3 auf den alten Modus zurückzukehren. Weil sonst die Gefahr droht, dass den verbleibenden 8 Fahrern die Reifen ausgehen. Bis auf Favorit Mercedes. So kam es auch. Warum hat die FIA nicht auf den Notruf der Teams gehört? FIA-Rennleiter Charlie Whiting schien der Anregung der Teams gegenüber in Barcelona durchaus aufgeschlossen. Es heißt, dass FIA-Präsident Jean Todt und Bernie Ecclestone keinen Salto rückwärts mehr machen wollten. Aus Gründen der Glaubwürdigkeit.

Teams wollten zurück zum alten System

In Melbourne kam es, wie die Ingenieure und Strategen vorausgesagt hatten. Q1 und Q2 waren etwas verwirrend, aber durchaus spannend. Q3 war ein Reinfall. 4.12 Minuten vor der Zielflagge verstummten die Motoren. Red Bull-Teamchef Christian Horner sprach aus, was alle dachten: "Wir müssen uns bei den Zuschauern entschuldigen."

Am Sonntag trafen sich alle 11 Teamchefs 5 Stunden vor dem Rennen. 30 Minuten später waren sich alle einig. Wir kehren zum Qualifikationsmodus von 2015 zurück. Ohne wenn und aber. Die halbe Lösung mit einer Rückkehr nur zum alten Q3, wie zunächst von Renault vorgeschlagen, wurde verworfen. Aus Angst, dass auch das zweite Experiment in die Hose geht und man dann noch dümmer dasteht.

Eine Rückkehr zu 2015 stand nicht zur Wahl

3 Tage nach Melbourne sollte im Rahmen der Formel 1-Kommission ganz offiziell darüber abgestimmt werden. Doch plötzlich waren Red Bull, Toro Rosso, McLaren und Williams gegen eine Abkehr von der 2016er Qualifikation. Warum die Kehrtwende? Weil das, was die Teamchefs wollten, gar nicht zur Auswahl stand. Die FIA bot den Teams 2 Optionen an. Das neue Quali-Format so wie es ursprünglich verabschiedet wurde. Und ein modifiziertes. Mit Q1 und Q2 mit jeweils acht Minuten Einsteigszeit und einem Q3 wie früher.

Vom 2015er System war keine Rede mehr. Da machten die 4 Verweigerer nicht mit. Aus Prinzip. Sie stellten sich auf den Standpunkt: Das ist nicht das, über was wir am Sonntag in Melbourne abgestimmt hatten. Doch warum hatte es die FIA dann nicht zur Abstimmung gebracht? Auch hier regiert das Prinzip.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting erklärt: "Strategiegruppe, Formel 1-Kommission und Weltrat haben vor der Saison ein neues Format abgesegnet. Alles, was wir jetzt noch auf dem kleinen Dienstweg durchwinken können, ist eine Modifikation dieses Systems. Aber keine Rückkehr zur alten Regel."

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