780 McLaren - Zeichnungen zu Renault

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McLaren-Mercedes hat nach Berichten in britischen Tageszeitungen die Spionage-Vorwürfe gegen das Renault-Team konkretisiert. Demnach glaubt der britisch-deutsche Rennstall, dass 33 Dokumente mit geheimen Daten im September 2006 auf einen Computer des französischen Formel-1-Teams geladen worden seien.

Auf 780 Zeichnungen sei der Entwurf des Vorjahres- und des aktuellen Wagens zu finden gewesen. Angeblich hätten sich 18 Renault-Mitarbeiter mit dem Material beschäftigt.

Renault muss sich in der neuerlichen Spionage-Affäre am 6. Dezember vor dem Motorsport-Weltverband FIA verantworten. Renault hat bereits zugegeben, keinerlei Vorteile aus Datenmaterial des Konkurrenten McLaren gezogen zu haben. Das Team hatte aber bestritten, sie auch genutzt zu haben. Der betreffende Mitarbeiter, der bei seinem Wechsel von McLaren zu Renault die Daten auf mehreren Disketten mitgebracht hatte, sei umgehend suspendiert worden.

Daten seine gelöscht worden

McLaren-Mercedes war im ersten Spionage-Skandal der Formel 1 um geheimes Ferrari-Material zu einer Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt worden. Zudem hatte die FIA dem britisch-deutschen Team alle Punkte aberkannt und es aus der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 2007 ausgeschlossen.

Die McLaren-Vorwürfe an Renault waren den Zeitungen anonym zugespielt worden. "Es ist klar, dass McLarens vertrauliche Design-Informationen wissentlich, vorsätzlich und weitreichend im Design- und Ingenieurteam von Renault verbreitet und diskutiert worden sind", wurde McLaren-Anwalt Baker McKenzie zitiert.

Renault hatte zuvor eingeräumt, dass der von McLaren-Mercedes gekommene Mitarbeiter im September 2006 ohne Wissen der Teamverantwortlichen einige Daten von seinem ehemaligen Arbeitgeber mitgebracht und auf sein persönliches Adressbuch im Renault-Dateisystem geladen habe. Nachdem die Verantwortlichen davon erfahren hätten, hätten sie sofort Maßnahmen ergriffen. Die Daten seien komplett aus dem Computersystem des Teams gelöscht worden. Renault habe umgehend McLaren und die FIA informiert und danach ständig über alle weiteren neuen Erkenntnisse unterrichtet. Der Ingenieur sei sofort seines Postens enthoben worden. Die Originaldisketten seien McLaren zurückgeschickt worden.

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