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Neue F1-Kalender-Pläne

Singapur, Baku & Suzuka abgesagt

Wie erwartet wurden die Formel-1-Rennen in Singapur, Baku und Suzuka nun offiziell abgesagt. Damit steigen die Chancen von Hockenheim, doch noch einen Platz im Kalender zu ergattern.

Noch immer ist nicht klar, wie der Formel-1-Fahrplan nach den ersten acht Europa-Rennen aussehen wird. Von den Verantwortlichen der Königsklasse wurde offiziell lediglich bekanntgegeben, dass man am Ende auf eine Gesamtzahl von 15 bis 18 Rennen in dieser Saison kommen möchte. Die Wahl der Rennstrecken für die zweite Hälfte des Kalenders gestaltet sich jedoch schwierig.

Nun haben wenigstens drei der Wackelkandidaten für Klarheit gesorgt. Die Rennen in Singapur, Baku und Japan wurden endgültig abgesagt. Dass Suzuka auf der Streichliste steht, war spätestens seit der Entscheidung der japanischen Regierung klar, internationalen Besuchern die Einreise bis Anfang des nächsten Jahres zu untersagen.

Im Falle von Baku und Singapur liegt der Grund für die Absage in den speziellen Herausforderungen eines Stadtrennens. In einem offiziellen Statement bedauerten die Organisatoren von Singapur die Entscheidung: "Durch die Einschränkungen zur Eindämmung des Covid-19 Virus konnten wir noch nicht mit der Errichtung der Strecke beginnen, was normalerweise im Mai der Fall ist. Es wäre uns deshalb unmöglich, die Infrastruktur rechtzeitig zum Renntermin bereitzustellen."

Impressionen - GP Singapur - Formel 1 - Mittwoch - 18.09.2019
Motorsport Images
Der Aufbau von Stadtkursen wie in Singapur oder Baku erfordert viel Zeit. Durch die Corona-Pandemie verzögerten sich die Vorbereitungen.

Auch Hanoi auf der Streichliste

Am seidenen Faden steht zudem auch die Vietnam-Premiere in Hanoi. Neben den Aufbau-Problemen des neuen Stadtkurses kommt hier noch als weiterer Faktor hinzu, dass die Veranstalter nicht zwei Rennen innerhalb eines halben Jahres durchführen wollen.

Für Unsicherheit bei der Planung in der Formel-1-Zentrale sorgt auch die aktuelle Corona-Entwicklung in Nord- und Südamerika. Noch kann keiner sagen, ob Anfang November in Sao Paulo und Mexiko gefahren werden kann. Auch der US-Grand-Prix in Austin hängt in der Schwebe. Neben dem Virus gefährdet hier auch noch die finanzielle Schieflage der Strecke die Grand-Prix-Veranstaltung.

Um trotzdem auf die angepeilte Gesamtzahl von 15 bis 18 Rennen zu kommen, haben die F1-Planer schon verschiedene Ausweichlösungen in der Hinterhand. Weggefallene Übersee-Rennen könnten durch eine Ausweitung der Europa-Saison kompensiert werden. Im Hintergrund laufen bereits Gespräche mit Streckenbetreibern in Mugello, Imola, Portimao und Jerez.

Auch Hockenheim steht nach wie vor auf der Liste der Ersatzkandidaten. Ewig warten können die Veranstalter allerdings nicht, bis die Entscheidung steht. Spätestens ab Oktober wird das Wetter hierzulande so unbeständig, dass ein Deutschland-GP kaum noch sinnvoll erscheint.

F1-Tagebuch - GP Bahrain 2018
sutton-images.com
Die Strecke in Bahrain bietet mehrere Varianten - auch eine sehr schnelle Version ohne den kurvigen Innenteil.

Doppel-Rennen in Russland und Bahrain

Eine weitere Möglichkeit, die Anzahl der Rennen künstlich zu erhöhen, sind Doppelveranstaltungen. Neben Spielberg und Silverstone haben die F1-Planer auch Sotschi und Bahrain als mögliche Kandidaten für einen zweiten Grand Prix ausgemacht.

Um einen Doppelschlag in Bahrain etwas interessanter zu gestalten, hat F1-Sportchef Ross Brawn nun in Aussicht gestellt, dass für die beiden Rennen zwei verschiedene Streckenvarianten zum Einsatz kommen könnten. Der Wüstenkurs ist von der FIA in mehreren Versionen für die Autos der Königsklasse homologiert.

Laut Brawn überlegt man sogar, auf der besonders spektakulären äußeren Variante zu fahren. Sie zeichnet sich durch viele lange Geraden und nur wenige Kurven aus. "Es handelt sich fast um einen Ovalkurs", erklärte Brawn in einem Interview auf der offiziellen F1-Webseite. "Das wäre sicher sehr aufregend."

Gegen die Idee spricht jedoch der erhöhte Aufwand bei der Durchführung und der knappe Zeitrahmen: "Das ganze erfordert ziemlich viel Vorlaufzeit, um zwei Strecken innerhalb einer Woche vorzubereiten. Das müssen wir berücksichtigen", so Brawn. Die Verantwortlichen haben aber noch etwas Zeit mit der Entscheidung. Die beiden Bahrain-Rennen sollen erst Ende November bzw. Anfang Dezember auf dem Terminplan stehen.

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