Abschied

Formel 1 ohne die Schumis

Foto: dpa

Die Formel Schumacher ist passé - zumindest 2008. In diesem Jahr wird zum ersten Mal seit 1990 keiner der beiden PS-Brüder in der Formel 1 Rennen fahren.

Kurioserweise wird der an diesem Donnerstag 39 Jahre alt werdende Michael Schumacher aber auch über ein Jahr nach seinem Rücktritt als Tester und Berater weiter für sein Herzensteam Ferrari aufs Gaspedal treten. Bei Ralf herrscht in dessen angekündigtem Jahr Pause dagegen vorerst völliger Leerlauf.

Liebe zum Motorsport

"Ich hatte mit Sicherheit noch nie in meinem Leben ein schlechtes Gefühl dabei, hinter einem Lenkrad zu sitzen", sagt Michael Schumacher, der 1991 sein Renndebüt feierte, über sich. "Klar habe ich das Rennfahren geliebt. Ich liebe es immer noch zu fahren, und ich fahre ja noch immer, nur auf andere Weise halt. Aber das Kapitel Formel 1 ist abgeschlossen", macht der siebenmalige Weltmeister immer wieder mit Nachdruck deutlich.

Nach der Saison 2006 und 250 Grand Prix trat er zurück, 91 Rennen gewann der Rekordchampion. Bescheidener fällt indes die Bilanz des sechseinhalb Jahre jüngeren Bruders aus: Ralf, der 1997 in die "Königsklasse" einstieg, kam auf lediglich sechs Siege in 180 Rennen.

Enttäuschung bei Toyota

Im Jahres-Rückblick nimmt ihn Ex-Arbeitgeber Toyota, für den er in drei Jahren ebenso wie Kollege Jarno Trulli aus Italien nicht den erhofften ersten Formel-1-Sieg einfahren konnte, weitgehend in Schutz. Die Performance der Piloten sei ein Bestandteil für gute Resultate. "Wir sind aber nicht in der Position, um die Leistung unserer Fahrer in Frage zu stellen", erklärte Teamchef Tadashi Yamashina. Schon in der kommenden Saison - auch mit Hilfe von Neuzugang Timo Glock aus Wersau - wollen die finanziell bestens ausgestatteten Japaner auch sportlich weiter oben mitmischen.

Neben dem 25-jährigen Glock komplettieren der 30 Jahre alte BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld aus Mönchengladbach, der 24 Jahre alte Force-India-Fahrer Adrian Sutil aus Gräfelfing nahe München, der 22 Jahre alte Williams-Mann Nico Rosberg aus Wiesbaden und der 20 Jahre alte Toro-Rosso-Fahrer Sebastian Vettel aus Heppenheim das deutsche Fahrer-Ensemble. Wie schon 2007 werden also wieder fünf Deutsche an den Start gehen und voraussichtlich das stärkste Kontingent bilden.

Speerspitze Heidfeld

Die besten Aussichten auf Erfolg dürfte auch in diesem Jahr wieder Heidfeld haben. Der WM-Fünfte von 2007 will mit BMW-Sauber den ersten Saisonsieg einfahren und 2009 den Titel ansteuern. Für die britische Formel-1-Legende Jackie Stewart könnte auch Rosberg einer der "Herausforderer" für 2008 sein. Dessen Ziel müsse in dieser Saison aber das Podium sein, so Stewart. Sowohl für Sutil als auch für Vettel wird es wieder darum gehen, mit guten Resultaten weiter auf sich aufmerksam zu machen.

Umso schwerer dürfte es dann auch für Ralf Schumacher werden, nach seinem Jahr Rennpause doch noch ein Cockpit zu ergattern. Dies schlug schon nach seinem Toyota-Weggang nach der vergangenen WM fehl. Bruder Michael würden einige Teams dagegen wohl immer noch mit Kusshand nehmen.

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