Abu Dhabi-Test für McLaren-Honda

Erste Infos und Bilder zum Honda-Abenteuer

McLaren-Honda - Abu Dhabi 2014 Foto: xpb 21 Bilder

Es wird ernst für McLaren-Honda. Die neue Kombination feiert bei den Testfahrten von Abu Dhabi ihre erste richtige Feuertaufe. Ersatzfahrer Stoffel Vandoorne sammelt in einem Interimsauto 2 Tage lang Daten für McLaren und Honda. Der Start verlief etwas holprig. Wir haben die Infos und die Bilder.

Fernando Alonso wird genau aufpassen: Bei den Testfahrten nach dem GP Abu Dhabi sammelt sein neues Dienstfahrzeug auf der GP-Strecke die ersten richtigen Testkilometer. Das ist eine gute Gelegenheit zur Standortbestimmung. Man darf von dem McLaren-Honda keine Bestzeiten erwarten, doch man wird gewisse Rückschlüsse ziehen können. Wie steht es mit der Standfestigkeit? Wie mit dem Zusammenspiel zwischen Verbrennungsmotor und Elektromaschinen? Auf welchem Niveau steigt Honda ein?

Der Start in die Testwoche verlief allerdings etwas holprig. Am Dienstag (25.11.2014) dauerte es wegen Elektronik-Problemen länger als geplant, bis das neue Triebwerk endlich zum ersten Mal angelassen werden konnte. Erst nach der Mittagspause, um 15.11 Uhr Ortzeit, konnte Testfahrer Stoffel Vandoorne die erste Installationsrunde drehen. Die letzten Meter ließ der Belgier sein Auto zur Box ausrollen. Laut Beobachtern soll ein leicht Kokel-Geruch in der Luft gelegen haben. Beim zweiten Run stoppte der McLaren-Honda auf der Strecke und musste abgeschleppt werden. Mehr als insgesamt 3 ungezeitete Runden kamen nicht zusammen. "Wir haben viel gelernt", so das Fazit.

Wenn es Probleme gibt, müssen die schnell gelöst werden. Die Japaner haben noch bis zum 28. Februar 2015 Zeit, alles an dem Motor zu verändern, was verändert werden muss. Anders als Mercedes, Ferrari und Renault unterliegen sie noch nicht der 48-Prozent-Regel. Deshalb ist der frühe Test sinnvoll. Auch auf die Gefahr einer Blamage hin. Doch es gibt Honda die Zeit, auf Probleme zu reagieren. Wird das Ergebnis der Testfahrten die Entscheidung von Alonso für seine Zukunft beeinflussen? Knappe Antwort: "Nein."

Interims-Chassis McLaren MP4-29H/1X1 für den Honda-Motor

Honda ist mit 3 Motoren im Gepäck nach Abu Dhabi gereist. Der Honda V6-Turbo ist in ein Interims-Chassis namens McLaren MP4-29H/1X1 eingebaut und mit einem modifizierten Getriebegehäuse verblockt. Die Anpassungen sind relativ gering. Das liegt am Reglement. Es schreibt allen Motoren die Positionen der 6 Befestigungsbolzen zum Chassis und zur Kraftübertragung vor. Damit kein Team bei einem Wechsel des Herstellers von Null anfangen muss.

Die Aerodynamik des Testträgers ist Stand Sommer. Im Heck sind die größten Änderungen zu sehen, weil der Honda-Motor bei der Integration in das Auto einen anderen Platzbedarf hat. Das beginnt bei den Kühlern und hört beim Auspuff auf. Zur Sicherheit wird in der Testphase zwischen Verkleidung und den Antriebskomponenten mehr Luft gelassen als beim Mercedes-Motor. Außen sind in der Verkleidung des Seitenkastens 3 große Kühlschlitze zu erkennen.

Der Test ist auch ein Training für das Personal. McLaren- und Honda-Techniker müssen sich erst zusammenfinden. Deshalb sollen während der beiden Testtage auch ein Motortausch und der Wechsel mehrerer Komponenten geübt werden. Mit Mercedes ist das Procedere inzwischen eingespielt.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen die ersten Bilder des McLaren Honda Comebacks bei den Testfahrten in Abu Dhabi.

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