Jules Bianchi Young Driver Test Abu Dhabi 2011 xpb
Jules Bianchi Young Driver Test Abu Dhabi 2011
Jules Bianchi Young Driver Test Abu Dhabi 2011
Jean-Eric Vergne Young Driver Test Abu Dhabi 2011
Jules Bianchi Young Driver Test Abu Dhabi 2011
Robert Wickens Young Driver Test Abu Dhabi 2011 54 Bilder

Young Driver Test Abu Dhabi - Tag 1

Ferrari fährt Gartenzaun spazieren

Die Formel 1-Teams schieben in Abu Dhabi Überstunden. Beim Young Driver Test dürfen die Nachwuchskräfte zeigen, was sie drauf haben. Die Ingenieure nutzen die Gelegenheit, für aufwändige Aerodynamik-Messungen.

Die Beobachter an der Strecke von Abu Dhabi mussten sich am Dienstag (15.11.) zwei Mal hinschauen. Was hatte Ferrari denn da an seinem Auto montiert? Ein halber Gartenzaun? Ein Lattenrost? Oder ein Rammgitter? Nichts dergleichen: Jules Bianchi musste zum Auftakt des Young Driver Test mit einer überdimensionalen Messapparatur vor dem Seitenkasten Aerodynamikdaten sammeln.

Ferrari und Red Bull mit Sensoren bestückt

An ein Gitterrahmen hatten die Ingenieure zahlreiche Sensoren angebracht, um die Strömungen vor dem seitlichen Lufteinlass zu messen. In dieser Saison wurden die Italiener mehrmals vom eigenen Windkanal genarrt, dessen Ergebnisse sich nicht auf der Rennstrecke reproduzieren ließen. Nun soll der Strömungstunnel neu kalibriert werden, damit Fernando Alonso und Felipe Massa 2012 nicht wieder mit einem Fehlstart in die Saison gehen.

Ferrari war nicht das einzige Team, dass den ersten von drei Young Driver Testtagen für die Fahrzeugenwicklung nutzte. Auch am Red Bull sah man eine ungewöhnliche Anordnung von Streben, die von einem Knubbel auf der Nase zu den Frontflügelenden führte. Hier wird offenbar die Flexibilität des Flügels gemessen.

Zwei Franzosen vorne

Den Piloten schienen die ungewöhnlichen Messapparate nicht zu stören. Der französische Red Bull-Juniot Jean-Eric Vergne sicherte sich die Tagesbestzeit. Sein Landsmann Jules Bianchi im Ferrari kam auf Rang zwei. Mit Spannung wurde auch das Formel 1-Debüt des Renault World Series Champions Robert Wickens erwartet. Der Kanadier setzte im Renault die drittschnellste Zeit.

Gut unterwegs war auch der Schweizer GP2-Pilot Fabio Leimer, der erstmals im Sauber-Cockpit saß. Er ließ die viertschnellste Runde notieren. Fünfter wurde DTM-Pilot Gary Paffett, der sich das McLaren-Cockpit mit Nachwuchsmann Oliver Turvey teilen musste. Die größte Distanz des Tages legten der Italiener Stefano Coletti im Toro Rosso und Rodolfo Gonzalez aus Venezuela im Lotus zurück. Beide Nachwuchsmänner kamen auf 87 Runden.

In unserer Bildergalerie haben wir die Fotos vom ersten Abu Dhabi-Juniortest.

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