Adrian Sutil

Im Schlepptau von Rosberg und Hamilton

Adrian Sutil Foto: xpb 50 Bilder

Adrian Sutil verpasste in Silverstone knapp die Top Ten. Im Rennen will er von der Freien Reifenwahl am Start, einem frischen Satz weicher Gummis profitieren. Außerdem hofft der Force India-Pilot, dass Nico Rosberg und Lewis Hamilton den Weg nach vorne frei machen.

Heute schien etwas mehr drin zu sein als der elfte Platz.

Sutil: Es war sehr knapp. Ich bin eine gute Runde gefahren. Letztendlich haben zwei Hundertstel den Ausschlag im Q2 gegeben. Irgendwo bekommt man die zwei Hundertstel in einer Runde natürlich immer raus. Es war einfach sehr eng heute. Ich habe wenigstens die freie Reifenwahl am Start.

Ist das hier wichtig?

Sutil: Das ist hier eine richtig reifenmordende Strecke. Noch schlimmer als Barcelona. Wenn man hier neue Reifensätze hat, dann ist das ein klarer Vorteil. Davon habe ich noch einen. Das ist sehr wichtig.

Bei halbnassen Bedingungen auf Slicks waren Sie zwischendurch klar der Schnellste Mann im Feld.

Sutil: Als ich reingekommen bin und auf den Zeitenmonitor geschaut habe, da habe ich gedacht: Anderthalb Sekunden Vorsprung auf Webber, das ist ja mal nicht schlecht. Aber das waren auch meine Bedingungen. Wenn das Auto mal passt und es ein bisschen tricky ist. Das kann auch morgen wieder so sein.

Sie haben am Ende der zweiten Runde nur eine schnelle Runde gedreht. Andere sind zwei oder drei Runden am Stück gefahren. War das die richtige Taktik?

Sutil: Ich denke schon, dass es gut war, wie wir das gemacht haben. Die Reifen halten nicht so viel länger durch. Der vordere linke Reifen fängt dann schon ein bisschen zu körnen an.

Konnte man überhaupt genug Erfahrung mit den Reifen für das Rennen sammeln?

Sutil: Der Zeitunterschied zwischen den Mischungen ist besonders in der ersten Runde zu spüren. Dann gleicht es sich an. Der harte Reifen hält sehr gut. Mit dem weichen Reifen bin ich nach zehn Runden auf der Leinwand.

Ist ein Einstopprennen für euch theoretisch denkbar?

Sutil: Nein. Also wer das schafft...

... bei Sauber hält man es zumindest nicht für unmöglich.

Sutil: Ehrlich? Da werde ich mal drüber nachdenken. Wir haben natürlich ein bisschen zu wenig Daten. Das ist alles ein kleines Ratespiel.

Wie sah es mit den Updates aus? War der neue Heckflügel im Qualifying drauf?

Sutil: Nein. Beide Autos sind normal gefahren. Wir sind fast gar keine Upgrades gefahren. Das war ein Flügel für viel Abtrieb, z.B. bei Regen. Der hat aber einfach zu viel Luftwiderstand gehabt auf der Geraden.

Wie sind die Erwartungen für den Start in der Mitte des Feldes?

Sutil: Das wird bestimmt interessant mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg direkt vor mir. Davor stehen die drei, die da eigentlich nicht hingehören (Kobayashi, Maldonado, Di Resta). Das heißt, die werden angreifen.

Werden Sie auch besonderes Risiko gehen?

Sutil: Ich muss natürlich auch angreifen. Aber das Rennen ist auch sehr lang. Man darf hier nicht in der ersten Kurve draußen sein. Das ist Blödsinn. Wenn man den anderen hinterherfährt und wartet, dass die den Weg freimachen, kann man vielleicht davon profitieren.

Gibt es schon eine Wetterprognose?

Sutil: Es sollte eigentlich trocken sein. Aber das haben wir heute auch gedacht. Die Regenschauer, die da kamen, haben wir gar nicht gesehen. In der ersten Runde war es etwas Glück. Wir haben erst zwei Minuten vorher gemerkt, dass etwas kommt. Man kann es wirklich nicht länger vorhersagen.

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