Adrian Sutil in Malaysia

Force India wieder gut für Überraschung

Adrian Sutil - Force India - Formel 1 - GP Malaysia - 22. März 2013 Foto: xpb 68 Bilder

Force India scheint sich auch in Malaysia als fünfte Kraft etablieren zu können. Anstatt zu verteidigen, geht der Blick nach vorne. "Der Abstand zu den Spitzenteams ist nicht so groß", analysiert Adrian Sutil. Nur die Technik und das Wetter wollten am Freitag nicht ganz mitspielen.

Für Adrian Sutil müssen sich die letzten vier Wochen angefühlt haben wie ein Traum. Erst die Last-Minute-Verpflichtung von Force India, dann drei gute Testtage in Barcelona und schließlich die ersten elf Führungsrunden in Australien. In Malaysia schien der Deutsche die gute Serie fortsetzen zu können. Im ersten Training landete er auf Rang sechs. Doch im zweiten Training lief es dann erstmals nicht mehr nach Plan.

Öldruck im Motor fällt ab

"Wir hatten im ersten Training etwas Übersteuern und haben im zweiten Training das Setup umgebaut. Dann hatten wir aber plötzlich zu starkes Untersteuern. Da haben wir uns etwas im Kreis gedreht", berichtet der Deutsche. Zum Kampf mit der Balance kam dann auch noch Technik-Pech dazu. Der Motor meldete plötzlich unerwartete Öldruck-Werte. Zur Sicherheit wurde das Auto nach nur zehn Runden abgestellt.
 
Für das Qualifying konnte Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer aber Entwarnung geben: "Wir analysieren das Problem noch. Es könnte sich um ein kleines Leck an einem Dichtring handeln. Oder nur einen fehlerhaften Sensor. Aber es handelte sich sowieso nur um einen Motor, der nur im Training eingesetzt wird. Er soll am Freitag in China noch einmal zum Einsatz kommen. Für Samstag bauen wir auf jeden Fall einen anderen ein."

Schaden für Sutil hält sich in Grenzen

Sutil nahm das Technik-Pech mit Fassung: "Da kam dann ja sowieso der Regen. Ich habe also nicht allzu viel verloren." Bis zum unfreiwilligen Stop hatte der 30-Jährige immerhin die zehntschnellste Zeit gesetzt. Wie gut der Force India geht, zeigte auch Teamkollege Paul di Resta, der die zweite Sitzung auf Rang acht beendete. Dabei hatte der Schotte das ganze Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Seine Bestzeit fuhr er auf der harten Reifenmischung.

"Wenn man das Auto für das Qualifying richtig vorbereitet, ist da noch mehr drin", ist sich Sutil sicher. "Der Abstand nach vorne ist gar nicht so groß." Auch wenn Force India wie die meisten Konkurrenten auf Longruns verzichten musste, sieht Sutil die Lage an der Reifenfront nicht dramatisch wie einige Kollegen "Vielleicht kommt man sogar mit zwei Stopps über die Runden."

Beim aktuellen Leistungsstand ist ein Top Ten-Ergebnis im Qualifying und Punkte im Rennen für die Force India-Piloten fast schon Pflicht. "Das muss auf jeden Fall unser Ziel sein. Wenn man noch das Wetter einberechnet, ist hier alles möglich." Ein Blick auf das Rennen im Vorjahr gibt dem Piloten recht. Damals hätte Sergio Perez fast die Sensation geschafft. Der Traum vom ersten Podium im 92. Rennen ist für Sutil längst nicht ausgeträumt.

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