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Adrian Sutil beklagt fehlende Strafe

Kurzer Ärger über Hülkenberg-Manöver

Nach Pleiten in Budapest und Hockenheim konnte Adrian Sutil in Spa endlich wieder punkten. Mit Platz fünf war der Force India-Pilot zufrieden, auch wenn die ganze große Sensation in der Luft lag. Nur eine Aktion von Nico Hülkenberg regte Sutil auf.

Adrian Sutil konnte beim GP Belgien wieder einmal seine Qualitäten als Regenspezialist unter Beweis stellen. Im Gegensatz zu vielen Top-Piloten drehte der Gräfelfinger 44 fehlerfreie Runden auf dem anspruchsvollen und zumeist feuchten Asphalt von Spa. Als Belohnung gab es im Ziel Rang fünf, mit dem er Michael Schumacher in der Gesamtwertung von Rang neun verdrängte.

"Wenn man auf Platz acht losfährt will man natürlich noch ein bisschen weiter nach vorne kommen. Genau das ist eingetreten", berichtet Sutil zufrieden auf der Force India-Homepage. Als Schlüssel zum Erfolg sieht der 27-Jährige die gute Strategie seiner Mannschaft. "Wir haben immer die richtigen Entscheidungen getroffen."

Zu wenig Regen für Sutil-Sieg

Als es kurz vor Rennende zu regnen begann war Adrian Sutil der erste Pilot aus der Spitzengruppe, der in der Box ging, um auf Intermediates zu wechseln. "Das war wirklich eine gute Entscheidung", blickt Sutil zurück. "Es sah danach aus, als würde der Regen zunehmen. Die vier Autos vor mir blieben auf Slicks draußen. Es gab von den Zeiten zwar keine großen Unterschiede, aber auf Intermediates war es einfach viel sicherer."

Mit seinem frühen Boxenstopp hätte Sutil sogar die ganz große Sensation schaffen können. Doch der Himmel öffnete nicht wie gewünscht seine Schleusen. "Auf Slicks wären die Piloten  in ein großes Chaos gekommen. Nur ein bisschen mehr Regen und ich hätte das Rennen wahrscheinlich anführen können."

Da der ganz große Regen ausblieb, hoffte Sutil zumindest, Felipe Massa noch zu schnappen. "Ich war nah an ihm dran und habe gedacht, dass ich ihn auf der letzten Geraden noch überholen kann. Aber leider konnte er seine Position verteidigen."

Hülkenberg überholt Sutil in der Schikane

Am Ende überwog bei Sutil aber die Freude, dass er auf Rang fünf als bestplatzierter Deutscher über die Ziellinie fuhr. Nicht glücklich war der Wahlschweizer allerdings mit dem Verhalten von Landsmann Nico Hülkenberg. Als es nach nur einer Runde zu nieseln begann, herrschte in der Schikane vor Start und Ziel Chaos. "Ich war der einzige, der die Schikane normal durchfahren ist. Dabei sind ein oder zwei Autos an mir vorbeigefahren. Hülkenberg hat mich definitiv überholt. Er hat abgekürzt und einen Platz gewonnen. Und er hat dafür keine Strafe erhalten." Am Ende war es nicht so tragisch. Nach dem Restart konnte Sutil dank des besseren Top-Speeds wieder am Williams vorbeiziehen.

Danke der guten Endgeschwindigkeit reist der WM-Neunte auch mit viel Optimismus zum nach Monza. "Da werden wir wohl auch wieder ein gutes Auto haben", freut sich Sutil auf das Highspeed-Festival. Gerne würde der Force India-Pilot seinen Vorjahreserfolg wiederholen Mit Platz vier fuhr Sutil 2009 in Italien das beste Formel 1-Ergebnis seiner Karriere nach Hause.

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