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Adrian Sutil zum Bianchi-Crash

"Ich habe es kommen sehen"

Adrian Sutil - GP Japan 2014 Foto: xpb 63 Bilder

Adrian Sutil hat den schweren Unfall von Jules Bianchi aus nächster Nähe gesehen. Auch die Bergung hat der Sauber-Pilot verfolgt. Nach dem Rennen schilderte der Bayer seine Eindrücke – und erhebt Vorwürfe an die Rennleitung.

Wie geht es Ihnen. Haben Sie etwas abbekommen?

Sutil: Nein, mir geht es gut. Ich bin okay.

Waren Sie ebenfalls in Gefahr? Wo standen Sie als der Unfall passierte?

Sutil: Ich stand in Sicherheit hinter der Barriere. Es ist wichtig, dass man sich nach jedem Unfall dorthin begibt.

Haben Sie den Unfall von dort sehen können?

Sutil: Ich habe es kommen sehen. Ich bin wahrscheinlich der einzige Zeuge. Mehr kann ich da aber nicht sagen. Das war kein schöner Moment. Ich habe leider noch keine Informationen. Wir müssen hoffen, dass es ihm einigermaßen gut geht.

Hätte man früher das Safety-Car rausschicken müssen? Waren die Bedingungen zu gefährlich?

Sutil: Es wurde sehr dunkel. Auch das Wasser auf der Strecke wurde immer mehr. Ich denke, es wäre richtig gewesen, wenn man ein paar Runden vorher schon abgebrochen hätte. Besonders wir mit den langsameren Autos mit weniger Abtrieb spüren das auf so einer Strecke als erste. Das ist sehr tückisch. Es sind viele langgezogene Kurven. Wenn dann ein bisschen Aquaplaning kommt, hat man keine Chance mehr. Man verliert das Auto einfach. Ich haben auch noch andere Autos während der Safety-Car-Phase gesehen, die da am Limit durchgefahren sind.

War diese Stelle die gefährlichste Passage der Strecke?

Sutil: Es war eine der gefährlichsten Stellen, weil der Auslauf sehr gering ist. Und weil die Aquaplaning-Gefahr dort am höchsten war.

Ist diese Strecke vielleicht zu gefährlich mit den kleinen Auslaufzonen?

Sutil: Es ist eine klassische Strecke. Wir hatten bis jetzt immer gute Rennen ohne Probleme. Es gibt manchmal Umstände, die man nicht vorhersehen kann. Man kann nicht alles 100-prozentig absichern. Ein Restrisiko besteht. Das ist leider heute eingetreten. Mehr kann ich nicht sagen. Es ist jetzt wichtig, dass unsere Gedanken bei ihm sind.

Müssen wir das Schlimmste befürchten, von dem was Sie gesehen haben?

Sutil: Ich kann dazu nichts sagen. Ich konnte eigentlich nur sehen, wie es passiert ist.

Haben Sie auch noch die Bergung verfolgt?

Sutil: Die habe ich noch mitverfolgt. Ich habe auch noch versucht, es zu beschleunigen. Aber es wurde eigentlich alles korrekt gemacht.

War das Medical Car direkt vor Ort?

Sutil: Das ging recht schnell. Ich glaube, da war alles so, wie es sein sollte.

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