Ärger bei Sauber

Van der Garde will Cockpit einklagen

Giedo van der Garde - Sauber - Formel 1 - GP Brasilien - 6. November 2014 Foto: xpb 39 Bilder

Giedo van der Garde will sich mit seinem Rauswurf bei Sauber nicht abfinden. Der Niederländer sieht sich vertraglich im Recht und klagt in Australien auf die Wiedereinstellung und einen Renneinsatz beim Saisonauftakt. Sollte das Urteil positiv für den Piloten ausfallen, wird es eng für Sauber.

Sauber droht Ärger. Giedo van der Garde, der 2014 beim Schweizer Rennstall noch als Testfahrer angestellt war, fordert von seinem Ex-Team die Wiedereinstellung als Stammpilot. Angeblich sei die Beförderung für 2015 im alten Vertrag schriftlich vereinbart worden. Doch statt dem Aufstieg gab es von Sauber den Rauswurf am Ende der Saison.

Van der Garde klagt gegen Sauber

Das will der Niederländer nicht akzeptieren. Nachdem er schon in Europa gegen sein Ex-Team vor Gericht gezogen ist, hat Van der Garde nun auch ein Verfahren in Melbourne angestrengt. In den Dokumenten, die der Pilot bei dem australischen Gericht eingereicht hat und die in lokalen Medien veröffentlicht wurden, heißt es:

"Im November 2014 wurde Herr Van der Garde von Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn informiert, dass Sauber seine 2 Cockpits an andere Fahrer vergeben hat und für Herrn Van der Garde daraus resultierend kein Platz mehr als Stammpilot für 2015 ist." Das widerspreche dem vertraglich zugesicherten Anspruch Van der Gardes auf einen Beschäftigung in der F1-Saison 2015 als einer von 2 Sauber Rennfahrern, heißt es weiter.

Urteil wenige Tage vor Saisonstart

Der Fall Van der Garde muss nun im Eilverfahren geklärt werden. Bereits am Montag (9.3.2015) ist die Verhandlung angesetzt. Sollte Sauber im Ernstfall tatsächlich gezwungen werden, einen der beiden Stammfahrer – Marcus Ericsson oder Felipe Nasr – zu entlassen, hätte das finanzielle Konsequenzen. Beide Piloten bringen mit ihren Sponsoren eine zweistellige Millionensumme ins Team ein, ohne die es für Sauber eng wird.

Neben Van der Garde soll übrigens auch Adrian Sutil einen gültigen Vertrag für die Saison 2015 besitzen. Der Bayer strebt ebenfalls ein Gerichtsverfahren an, allerdings in seiner Wahlheimat Schweiz. Dabei geht es aber mehr um eine Kompensationszahlung als um eine erzwungene Wiedereinstellung.

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