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Ärger um Ferrari-Strafe in Hockenheim

Grosjean verlor fünf Positionen

Der Fall ging im Chaosrennen von Hockenheim fast unter. Ferrari bekam für eine gefährliche Freigabe von Charles Leclerc in der Boxengasse nur eine Geldstrafe. Das sorgt unter den Teams für Verwirrung. Was ist jetzt erlaubt und was nicht?

Es passierte bei einem Massenansturm in die Box. Praktisch alle Fahrer holten sich zum gleichen Moment Intermediates ab. Ferrari schickte Charles Leclerc ohne Rücksicht auf Verluste mitten in den Verkehr, direkt vor die Nase des Haas von Romain Grosjean. Es kam sogar zu einer leichten Berührung der beiden Autos.

Im Amts-Englisch nennt man diesen Vorfall „unsafe release“. Als wenig später die Strafe auf dem Informationsschirm der FIA angezeigt wurde, kratzten sich alle am Kopf. Ferrari musste lediglich 5.000 Euro bezahlen. Bei Red Bull regt man sich darüber auf. Max Verstappen bekam in Monte Carlo für das gleiche Vergehen eine Fünfsekunden-Zeitstrafe. Das ist der Standard, wenn ein Team seinen Fahrer in den laufenden Verkehr schickt.

Die Rennleitung begründete die Entscheidung der Sportkommissare damit, dass Leclerc in einem scharfen Winkel in die Fahrspur der Boxengasse einbiegen musste, weil in der Box davor ein Mechaniker im Weg stand. Außerdem sei es bei einem Massenansturm in die Boxen nur schwer vermeidbar, die Autos nicht in den laufenden Verkehr zu schicken.

Es geht hier um Sicherheit

Racing Point-Teammanager Andy Stevenson kann dieses Argument nicht nachvollziehen. „Unsafe release ist unter allen Umständen unsafe realease. Es geht hier um Sicherheit. Es ist immer gefährlich, egal ob viele Autos in die Boxen kommen oder nur zwei. Wir haben die klare Ansage, dem Auto Vorfahrt zu geben, das in der Fahrspur unterwegs ist.“

Auch Renault-Einsatzleiter Alan Permane wundert sich: „Wenn das zur Regel wird, deponiert jedes Team bei der FIA vor dem Rennen 100.000 Euro. Sie kann dann bei jedem Vorfall von ‚unsafe release‘ das Geld abbuchen.“

Haas-Teamchef Guenther Steiner regt sich vor allem über den Hinweis der Sportkommissare auf, Grosjean hätte in dem ganzen Chaos keinen Nachteil gehabt. „Romain hat fünf Positionen verloren. Er war schon im Leerlauf, als er unsere Box angesteuert hat. Als Leclerc rauskam, musste er auf die Bremse. Weil der Schwung bis in die Parkposition nicht ausgerechnet hätte, musste er erst wieder den ersten Gang einlegen. Das kostet Zeit.“

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