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Airbox-Finne für 2018 verboten

Hat McLaren alle ausgetrickst?

Der Streit um die Airbox-Finne ist beendet. Seit Beginn dieser Woche steht fest, dass die Airbox-Finne 2018 nun doch verschwindet. McLaren legte ein Veto ein. Die Konkurrenz vermutet dahinter ein abgekartetes Spiel.

Es ist eine scheinbar unendliche Geschichte. Doch jetzt ist im Streit um die Airbox-Finne ein Machtwort gesprochen worden. Sie wird verschwinden. Definitiv. So endet die Geschichte für neun von zehn Teams mit einem bösen Erwachen.

Ursprünglich hatte die FIA im 2018er Regelwerk verankert, dass die Segel am Ende der Motorabdeckung verboten werden. Der gesamte Bereich wurde zur roten Zone erklärt. Damit waren auch die T-Flügel-Geschichte.

Als der Weltverband die Teams dazu verdonnerte, die Startnummer groß auf der Motorabdeckung zu platzieren, klagten die Buchhalter, dass ihnen damit Sponsorfläche verloren gehe. Deshalb einigte man sich informell darauf, in den sauren Apfel zu beißen und die hässlichen Segel zu lassen wie sie sind. Nur ohne T-Flügel.

Das bringt den Teams nicht nur Platz für Sponsoren, sondern hilft auch bei der Anströmung des Heckflügels. Die Finne lenkt bei Kurvenfahrt schädliche Turbulenzen so ab, dass sie nicht auf den Flügel treffen.

McLaren-Veto kippt Airbox-Finnen-Comeback

Da die Frist für eine Regeländerung von Seiten der FIA abgelaufen war, brauchte es Einstimmigkeit, um den Erhalt des Airbox-Segels abzusegnen. Im Rahmen einer Sitzung des Technikchefs am Dienstag vor dem GP Abu Dhabi verkündete der Vertreter von McLaren seinen verdutzten Kollegen, dass McLaren gegen die Rücknahme der Regel stimmen werde.

Es bleibt damit alles so, wie ursprünglich von der FIA beschlossen. Die Motorabdeckung muss kurz hinter dem Überrollbügel nach unten gezogen werden. Für die Startnummer müssen alle Teams ein Fenster in vorgeschriebener Größe am hinteren Ende der Motorabdeckung reservieren.

Hat McLaren die Konkurrenz absichtlich genarrt?

Was der Optik der Autos gut tut, ist aus Sicht der Aerodynamiker eine mittlere Katastrophe. „Wir haben unseren Heckflügel in der Annahme entwickelt, dass das Airbox-Segel bleibt. Und ich glaube, die meisten anderen Teams auch“, klagt Force India-Technikchef Andy Green. Jetzt beginnt die Entwicklung von vorn. Zunächst mit einen signifikanten Verlust an Abtrieb im Heck.

McLaren, so die Vermutung im Fahrerlager, habe die Konkurrenz absichtlich in die Irre geführt und immer gewusst, dass man am Ende gegen eine Änderung der Airbox-Regel stimmen wird. Sollte McLaren tatsächlich von Anfang an das neue Auto konsequent ohne Airbox-Segel konstruiert haben, hätten sie einen großen Zeitvorsprung gegenüber den anderen Teams.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Segel an den 10 Formel 1-Autos, die 2018 verschwinden werden.

Motorsport Aktuell Valtteri Bottas - Mercedes- GP China 2017 - 3. Training FIA will Airbox-Finnen strenger prüfen Ein halber Millimeter pro Newton

Valtteri Bottas verlor im dritten Training seinen T-Flügel.

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