Red Bull - Boxenstopp - GP Australien 2017 Wilhelm
Sebastian Vettel - GP Australien 2017
Daniel Ricciardo - GP Australien 2017
Esteban Ocon - GP Australien 2017
Gruppenfoto - GP Australien 2017 65 Bilder

Wie erzeugt man Unberechenbarkeit?

Alain Prost fordert freie Reifenwahl

Die neuen Pirelli-Sohlen sind Marathon-Reifen. Das ergibt weniger Boxenstopps und damit weniger Positionswechsel. Alain Prost weiß einen Weg aus dem Dilemma. „Lasst allen Teams freie Reifenwahl.“

Es war nur das erste Rennen einer neuen Ära. Doch gewisse Konsequenzen zeichnen sich bereits jetzt ab. Überholen wird schwerer. Die Fahrer können wieder voll attackieren, weil ihre Reifen ewig halten. Das ergibt weniger Boxenstopps und weniger Strategiemöglichkeiten. Die geringe Reifenabnutzung schafft weniger Unterschiede im Feld. Alles in allem bedeutet das weniger Positionswechsel.

Melbourne hat gezeigt, was die Reifen können. Der Ultrasoft-Reifen hat 34 Runden gehalten, der Supersoft 43 Runden, der Soft 46 Runden. Einige meinten, man könne mit der Mischung Soft drei Renndistanzen fahren. Sicherlich aber eine. Pirellis Reifen sind wieder in der Lage, eine ganze Renndistanz zu überstehen.

Reifensorten durchmischen, keine Pflicht für Boxenstopps

Aus dieser Eigenschaft heraus ergibt sich eine Chance. Sollte die neue Formel 1 am Überholproblem und den zu stabilen Reifen scheitern, dann gäbe es einfache Hilfsmittel das zu ändern. Die Verlängerung der DRS-Zonen wäre der plumpeste Eingriff. Ist vielleicht gar nicht nötig, wie Alain Prost im Gespräch mit auto motor und sport meinte.

Der vierfache Weltmeister wurde nicht umsonst der „Professor“ genannt. Prost hatte wie kein Zweiter ein gutes Gefühl für die perfekte Abstimmung und das Reifenmanagement. Der Renault-Botschafter greift einen alten Force India-Vorschlag auf und modifiziert ihn etwas: „Lasst die Fahrer aus den 5 Reifensorten 13 Sets nach ihrer Wahl zusammenstellen. Ich würde sogar erlauben, die Reifentypen bei einem Satz durchzumischen. Also links weiche und rechts harte oder umgekehrt.“

Das würde nach Ansicht von Prost unterschiedliche Strategien, mögliche Fehlerquellen und unterschiedliche Geschwindigkeiten der einzelnen Autos ergeben. Somit auch Überholmöglichkeiten. „Ich würde auch die Regel aufheben, dass man zwei verschiedene Reifensorten fahren muss. Wenn einer mit harten Reifen ohne Boxenstopp durchfahren will, bitte. Vielleicht ist ein anderer mit 2 Stopps und durchweg der weichsten Mischung schneller.“ Das wichtigste für Prost: „Es kommt wieder auf das Gefühl der Fahrer an. Und es könnte Überraschungen provozieren.“

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