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Red Bull beim GP Korea

Alarm bei Red Bull nach erstem Training

Das erste Training des GP Korea zeigte schon den Weg, wie es laufen könnte. McLaren-Mercedes dominierte, auch Renault und Mercedes sind stark. Und wo bleiben die Red Bull? Sebastian Vettel belegte Platz vier und hat trotzdem Sorgen: "Die Geraden sind zu lang.“

Ein Blick auf die GPS-Analyse, und Sebastian Vettel wird schwarz vor Augen. Der Red Bull-Pilot verlor auf den drei Geraden 1,3 Sekunden auf die McLaren. In Topspeed ausgedrückt sind das 10 km/h.

1,3 Sekunden Rückstand auf Geraden

Über die ganze Runde war Vettel aber nur 0,484 Sekunden langsamer als Lewis Hamilton. Das heißt, dass er im kurvigen Teil acht Zehntel wieder zurückgewinnt. Vettel fürchtet, dass der Zeitgewinn auf den Geraden am Ende überwiegt. "Ich kann die Zeit, die ich auf den Geraden verliere, in den Kurven nicht wettmachen. 1,3 Sekunden Abstand, das ist doch pervers. Da geht es nur geradeaus und drei Mal eng ums Eck."

Vettel hofft, dass die Strecke schnell Grip zulegt. "Im Moment kann ich die Qualitäten unseres Auto noch gar nicht voll ausnutzen, weil es so rutschig ist. Viele der Randsteine muss ich links liegen lassen. Sie haben noch zu wenig Grip. Da riskierst du nur einen Abflug." Red Bull-Berater Helmut Marko fügt hinzu: "Unsere Fahrer waren früh draußen, die McLaren spät. Das macht auch etwas aus, weil die Strecke zum Schluss immer schneller wurde."

Topspeed-Manko schuld?

Red Bull schiebt das Topspeed-Manko auf den Renault-Motor und den F-Schacht. Dem Renault V8 fehlen angeblich mindestens 20 PS auf die Konkurrenz von Mercedes und Ferrari. Trotzdem ist der Anteil des Motors eher klein, denn die Werksautos von Renault bewegen sich auf McLaren-Niveau. Auch auf den Geraden. "Bei denen funktioniert der F-Schacht perfekt. So wie bei McLaren", erklärt Vettel. Nach dem ersten Training blickte er in die Auspuffrohre je eines McLaren, Renault und MercedesGP. Möglicherweise kommt noch Ferrari als Gegner dazu, auch wenn es für die Roten im Vormittagstraining nur zu den Plätzen 12 und 15 reichte. Hinterher hörte man, dass Ferrari seine Autos ziemlich vollgetankt hatte.

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