Albers-Nachfolge

Chance für Winkelhock?

Foto: dpa 7 Bilder

Nach der ersten Fahrerentlassung in dieser Saison rechnet sich der deutsche Markus Winkelhock Chancen auf sein Formel-1-Debüt aus. "Mein Hoffnungen sind schon gestiegen", sagte Winkelhock am Dienstag (10.7.). Allerdings seien auch andere Fahrer im Gespräch.

"Ich hoffe, dass ich in den nächsten zwei Tagen mehr weiß. In bin die ganze Zeit über in Kontakt mit Teamchef Colin Kolles", sagte Winkelhock, nachdem sich das Spyker-Team am selben Tag von Stammfahrer Christijan Albers getrennt hatte.

Ob der Sohn des 1985 tödlich verunglückten Formel-1-Piloten Manfred Winkelhock ausgerechnet beim Heimspiel am Nürburgring mit 27 Jahren seine Rennpremiere in der "Königsklasse" des Motorsports geben wird, hängt von Sponsoren ab. Konkurrenten um das Cockpit für Spyker-Testfahrer Winkelhock sind auch die in der Formel 1 schon für andere Rennställe zum Einsatz gekommenen Christian Klien aus Österreich und Narain Kartikheyan aus Indien.

Sollte sich das Team am 22. Juli für Winkelhock entscheiden, wäre er der sechste Deutsche, der in dieser Saison zum Einsatz kommen würde. Neben den Stammpiloten Nick Heidfeld aus Mönchengladbach im BMW-Sauber, Ralf Schumacher aus Kerpen im Toyota, Nico Rosberg aus Wiesbaden im Williams und Sutil hatte der Heppenheimer Sebastian Vettel in Indianapolis im BMW seine Rennpremiere in der laufenden Weltmeisterschaft gefeiert.

Harte Entscheidung für Spyker

Für das Ende der Zusammenarbeit mit Albers gab Spyker finanzielle Gründe an. Nicht die zuletzt schwachen Vorstellungen des Niederländers hätten den Ausschlag gegeben, sondern Zahlungsschwierigkeiten eines Albers-Sponsors, teilte das Team in seiner Presseerklärung mit.

"Das war eine sehr schwierige Entscheidung. Uns blieb keine andere Wahl", erklärte Teamchef Kolles. Direktor Michiel Mol sprach von einer der härtesten Entscheidungen, die er als Teammitglied habe treffen müssen. Der Rennstall geht nicht davon aus, dass der Rauswurf des Niederländers aus dem niederländischen Team finanzielle Auswirkungen auf Spyker in dieser Saison hat.

"Wir möchten aber auch betonen, dass dies nichts mit Christijans zuletzt gezeigten Leistungen zu tun hat", betonte Mol, nachdem Albers vor allem durch seinen kapitalen Fehler bei einem Tankstopp in Magny-Cours von vielen Seiten scharf kritisiert worden war und Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda sogar den Entzug der Superlizenz gefordert hatte. Das Team glaube weiterhin an Albers fahrerische Qualitäten, aber die langfristige Sicherung des Teams sei von höchster Bedeutung.

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