Alexander Albon zu Toro Rosso

Das letzte Cockpit ist besetzt

Alexander Albon - Formel 2 Foto: sutton-images.com 23 Bilder

Toro Rosso hat sich einen Tag nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi entschieden. Brendon Hartley ist sein Cockpit wie erwartet los und tritt es an Alexander Albon ab. Der Thailänder wurde in der abgelaufenen Saison Dritter in der Formel 2-Meisterschaft.

Das Formel 1-Fahrerfeld für die 70. Saison der Königsklasse ist komplett. Vorausgesetzt Lance Stroll wird bei Force India bestätigt, was niemand anzweifelt. Alexander Albon übernimmt bei Toro Rosso den Platz von Brendon Hartley. Das gab Red Bulls Junior-Rennstall am Montagabend (26.11.2018) nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi bekannt. Zweiter Fahrer bei Toro Rosso ist Daniil Kvyat, den das Team bereits am Rande des GP Russland verkündet hatte.

Albon setzt sich damit gegen den zweiten Kandidaten Daniel Ticktum durch, dem aber nur Außenseiterchancen eingeräumt wurden. Im Gegensatz zum zweiten der Formel 3-Europameisterschaft hat Albon bereits alle notwendigen Punkte für die Superlizenz gesammelt. Ticktum fehlen noch fünf Punkte dafür. Er kann sie sich im Winter in aller Ruhe in Neuseeland verdienen.

Zweite Chance für Albon

Der 22-jährige Albon belegte 2016 den zweiten Platz in der GP3-Meisterschaft hinter Teamkollege Charles Leclerc. Beim diesjährigen Saisonfinale der Formel 2 in Abu Dhabi hatte er als einziger Pilot neben George Russell noch eine Titelchance, wenn auch nur eine sehr kleine. Russell holte sich die Meisterschaft, DAMS-Fahrer Albon rutschte noch auf den dritten Platz hinter Lando Norris ab. Alle drei treffen sich kommende Saison in der Formel 1 wieder. Russell fährt für Williams, Norris für McLaren.

Alexander Albon - Formel 2 Foto: sutton-images.com
Alexander Albon wurde Dritter in der Formel-2-Saison 2018.

Der Name Albon tauchte erst spät auf der Kandidatenliste auf. Erste Gerüchte um ihn entfachten sich rund um den GP Japan im Fahrerlager. Eigentlich hatte Albon bereits einen Vertrag für Nissan in der Formel E unterschrieben. Der Kontrakt wurde vor der Unterschrift bei Toro Rosso gelöst.

Ähnlich wie vor über einem Jahr mit Vorgänger Hartley gibt Red Bulls Motorsportoberhaupt Helmut Marko Albon eine zweite Chance. Der in London geborene Mann mit thailändischen Wurzeln, der auch mit thailändischer Rennlizenz fährt, wurde 2012 nach nur einem Jahr aus Red Bulls Nachwuchsprogramm gestrichen. „Von da an war es ein steiniger Weg bis in die Formel 1“, sagt Albon. „Ich muss Red Bull und Doktor Marko für die zweite Chance danken. Ich habe sehr hart dafür gearbeitet.“

Der Fall Albon zeigt wie der Fall Hartley damals, dass Red Bulls Nachwuchsprogramm aktuell eher dünn besiedelt ist, was potentielle Kandidaten für die Formel 1 anbetrifft. Toro Rosso-Teamchef Franz Tost freut sich, dass sein Fahrer-Duo endlich komplett ist. „Alex hat uns in der Formel 2 mit seinen vier Rennsiegen überzeugt. Die Art und Weise, wie er überholt, beeindruckt uns. Wir haben mit ihm und Daniil ein junges, starkes und konkurrenzfähiges Duo.“

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