Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - GP Deutschland 2019 - Hockenheim Motorsport Images
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Alfa Romeo-Berufung in der Kritik

Wenig Chancen für Alfa-Sauber

Alfa Romeo hat gegen die 30-Sekunden-Strafen von Hockenheim Berufung eingelegt. Die anderen Teams sind der Meinung, dass die FIA die Berufung nicht hätte annehmen dürfen, weil es sich um eine Sportstrafe im Rennen handelt.

Das dicke Ende für Alfa Romeo kam um 20.52 Uhr. Vier Stunden nach dem GP Deutschland kassierten Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi jeweils eine 30-Sekunden-Strafe, weil das Team die Kupplungseinstellung über das erlaubte Maß verändert haben soll. Das Drehmoment, das der Fahrer über den Kupplungshebel anfordert, muss identisch vom Antrieb umgesetzt werden. Zwischen Auslösen und Eintreten des Kraftschlusses darf maximal eine Zeitspanne von 70 Millisekunden liegen. Bei den Sauber-Piloten wurde eine Verzögerung von 200 bis 300 Millisekunden gemessen. Das Team hatte am ersten Trainingstag vom Reglement erlaubte Parameter der Kupplungseinstellung angepasst.

Alfa Romeo legte drei Tage nach dem GP Deutschland Berufung ein. Die anderen Teams wunderten sich, dass die FIA den Rekurs überhaupt annahm. Gegen Schiedsrichterentscheidungen kann man nicht klagen. Man kann die Sportkommissare unter Vorlegung neuer Fakten höchstens bitten, den Fall noch einmal zu überprüfen. So wie es Ferrari mit der Strafe für Sebastian Vettel beim GP Kanada versucht hat.

Max Verstappen - Red Bull - GP Deutschland 2019 - Hockenheim - Rennen
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Weist Berufungsgericht Strafe zurück?

Eine Berufung wäre nach Meinung von Racing Point-Technikchef Andy Green nur bei einer Disqualifikation wegen illegaler Technik möglich gewesen. „Gegen die Entscheidung der Sportkommissare kann man nicht Berufung einlegen. Sauber hat eine Stop-and-Go-Strafe bekommen, die in eine 30 Sekunden Zeitstrafe umgewandelt wurde. Das ist faktisch eine Schiedsrichter-Entscheidung, die während des Rennens vergeben wird, auch wenn es nachträglich entschieden wurde. Wenn man dagegen klagen kann, wird in Zukunft keiner mehr eine Strafe im Rennen absitzen, sondern es auf eine Berufung danach ankommen lassen.“

FIA-Chefkommissar Garry Connelly verweist auf das richtige Leben: „Prinzipiell kann jeder gegen jeden und alles klagen. Es ist dann immer noch die Frage, ob das Gericht die Klage überhaupt annimmt.“ Alfa Romeo hat jetzt 15 Tage Zeit, ihre Berufung zu begründen. Vielleicht überlegen sich die Schweizer ja, den Sportkommissaren einen Verfahrensfehler nachzuweisen. In dem Sinne, dass man die Autos eigentlich hätte aus der Wertung nehmen müssen, wenn man der Meinung ist, dass die Kupplungseinstellungen nicht dem technischen Reglement entsprechen.

Die vier Kommissare von Hockenheim nahmen allerdings auf Artikel 27.1. des Sportgesetzes Bezug. In dem steht, dass der Fahrer sein Auto allein und ohne fremde Hilfe bewegen muss. Sie haben den Kupplungseingriff als mögliche Starthilfe interpretiert. Experten meinen, dass der Schuss für Alfa Romeo nach hinten losgehen kann. Demnach würde das Berufungsgericht am 24. September die Berufung zurückweisen und möglicherweise die Strafe erhöhen, sollten die Richter zu dem Schluss kommt, dass der Rennstall eine belanglose Klage geführt hat.

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