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Alfa Romeo bestätigt Fahrer: Schumacher auf Weg zu Haas

Alfa Romeo bestätigt Fahrer für 2021 Schumacher auf dem Weg zu Haas

Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi bilden auch 2021 das Fahrerduo von Alfa Romeo. Damit hat Nico Hülkenberg eine Chance weniger auf ein Stammcockpit. Der Weg von Mick Schumacher ist hingegen gezeichnet. Ferrari will ihn bei Haas unterbringen.

Erst verkündete Alfa Romeo, dass man als Titelsponsor bei Sauber an Bord bleiben wird. Bis mindestens Ende 2021. Einen Tag später sind die Fahrer dran. Es hatte sich bereits in der letzten Woche vor dem GP Portugal abgezeichnet: Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi fahren auch 2021 für das Team mit dem italienischen Namen und dem Stammsitz im Schweizer Hinwil.

Die Verträge mit beiden Fahrern werden um ein Jahr verlängert. Das gab Alfa-Sauber vor dem Rennen in Imola bekannt. Die Entscheidung traf man nicht allein. Ferrari bestimmte, wer in einem der beiden Cockpits sitzt. Die Wahl fiel auf Giovinazzi, den die Scuderia 2019 im Team untergebracht hatte. Der Italiener hat offenbar starke Führsprecher im Fiat-Konzern, die ihm den Platz weiter sichern.

Räikkönen setzte sich im Rennen gegen Sergio Perez und Nico Hülkenberg durch, die beide auf der Liste von Teamchef Frederic Vasseur gestanden haben. "Über Kimi muss ich nicht viele Worte verlieren. Sein Talent ist seit 2001 bekannt, seit er das erste Mal für unser Team fuhr. Ich sehe immer noch die Leidenschaft und Motivation, wenn er mit dem Team zusammenarbeitet. Wir können ihm vertrauen, dass er immer 100 Prozent aus dem Auto holt. Er ist unser Anführer", erklärt Vasseur.

Auch Giovinazzi bekommt ein Lob. "Er hat die letzte Saison stark beendet und daran in diesem Jahr angeknüpft. Er hat sich den Vertrag für 2021 mit seiner Arbeit an der Rennstrecke und in den Briefings mit den Ingenieuren verdient. Seine Arbeitseinstellung, die Hingabe und sein Enthusiasmus sind wichtige Eckpfeiler für dieses Team."

Mick Schumacher - Prema - Formel 2
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Mick Schumacher führt die Formel 2-Meisterschaft an und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit 2021 für Haas fahren.

Hülkenberg hofft auf Red Bull

Mit der Besetzung der Alfa-Cockpits ist der Weg für Mick Schumacher in die Formel 1 gezeichnet. Ferrari wird seinen Youngster, der zwei Rennen vor Saisonende die Formel 2-Meisterschaft anführt, bei Haas unterbringen. Der US-Rennstall hat sich bereits von seinen beiden Fahrern Romain Grosjean und Kevin Magnussen getrennt. Haas will einen Neustart – und das am besten mit zwei Rookies.

Schumacher dürfte das eine Cockpit bekommen. Das zweite könnte sich Nikita Mazepin mit einer Sponsoren-Mitgift sichern. Das würde bedeuten, dass Robert Shwartzman ein weiteres Jahr in der Formel 2 bleibt. Ferrari will seinen Junior sportlich und menschlich reifen lassen – ohne den ganz großen Druck. Callum Ilotts Weg ist indes ungewiss. Sollte er Schumacher noch abfangen, und doch den Formel 2-Titel gewinnen, dürfte der Engländer nicht mal mehr in der Nachwuchsserie bleiben. So wollen es die Regeln.

Für Sergio Perez bleiben zwei Möglichkeiten. Entweder er kommt bei Williams unter. Dann müsste George Russell weichen. Oder der Mexikaner schafft doch den Sprung zu Red Bull. Auf den Platz neben Max Verstappen spekuliert auch Nico Hülkenberg. Beide müssen hoffen, dass Alexander Albon weiter schwächelt, damit das Cockpit für 2021 überhaupt frei wird.

Alfa von Ferrari abhängig

Alfa jedenfalls hat die kurzfristige Zukunft sortiert. 2021 wird die Fahrerfrage aber wieder aufkommen. Für Kimi Räikkönen wird es die 19. Saison in der Königsklasse. Kein Fahrer hat mehr GP-Starts (325) als der Weltmeister von 2007. Räikkönen mag nicht mehr der Schnellste sein. Doch mit seiner Erfahrung kann er ein Team führen. "Alfa-Sauber ist wie eine zweite Familie für mich. Ich kenne viele Gesichter seit meinem Debüt 2001. Die einzigartige Atmosphäre verleiht mir die Motivation. Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht an das Team und dieses Projekt glauben würde. Dieses Team stellt harte Arbeit über Worte. Genauso ticke ich auch."

Auf die Piloten und das Team wartet wohl ein weiteres schweres Jahr. Die Regeln bleiben relativ stabil. Da sind keine allzu großen Verschiebungen im Feld zu erwarten. Es sei denn, Motorenpartner Ferrari findet tatsächlich deutlich mehr Leistung. Alfa Romeo hat in dieser Saison den Anschluss an das Mittelfeld verloren. In 12 Rennen sammelte man nur fünf Punkte – drei davon trug Giovinazzi bei. "Ich fühle, dass ich meinen Teil zu den Fortschritten des Teams beigetragen habe. Aber der Weg ist noch lang. Wir wollen noch viel gemeinsam erreichen", sagt der Italiener im Marketing-Sprech.

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