Antonio Giovinazzi - Alfa Romeo - GP Bahrain 2019 Wilhelm

Neuer Heckflügel für China

Alfa sucht nach mehr Abtrieb

Nach zwei Rennen liegt Alfa-Romeo auf dem 4. Platz in der Konstrukteurs-Wertung. Kimi Räikkönen hat auch im zweiten Rennen der Saison gepunktet. Beim GP China könnte es noch besser laufen können.

Bei der Frage, wer das beste Team aus dem Verfolgerfeld ist, fallen meistens die Namen Haas und Renault. Doch in der Punktetabelle steht ein anderes Team an der Spitze der zweiten Kategorie. Alfa-Romeo hat bereits 10 Punkte auf dem Konto, zwei mehr als Haas und McLaren, vier mehr als das Werksteam Renault.

Kimi Räikkönen hat in beiden Fällen gepunktet. Und es hätte in Bahrain noch viel besser laufen können für das Team, das letztes Jahr noch unter dem Namen Sauber an den Start ging. Antonio Giovinazzi lag vor der Safety-Car-Phase 6,2 Sekunden hinter Sergio Perez, fuhr aber mehr als eine Sekunde pro Runde schneller.

Safety-Car verhindert noch mehr Punkte

Räikkönen war drauf und dran, Lando Norris noch den sechsten Platz abzujagen. Dann kam das Safety-Car dazwischen. Der 21-fache GP-Sieger gab sich nach dem GP Bahrain ungewöhnlich redselig: „Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass ich den McLaren nicht mehr gekriegt habe. Ich habe alles versucht. und war schneller als Norris. Im ersten Teil der Kurven konnte ich gut dran bleiben, aber am Kurvenausgang habe ich immer Traktion verloren, wenn ich zu nah dran war. Er zog mir im ersten Teil der Beschleunigung immer davon.“

Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - GP Bahrain 2019
Wilhelm
Bisher sammelte nur Kimi Räikkönen die WM-Punkte für das Alfa-Sauber-Team.

Räikkönen zog mit seinen frühen Boxenstopps seine direkten Gegner immer mit. Der Routinier verlor nach dem ersten Boxenstopp zwei Positionen gegen Lando Norris und Nico Hülkenberg auf der Strecke. „Im Mittelteil des Rennens auf den Medium-Reifen hatte ich Mühe, besonders mit dem Wind in Kurve 6, 7, 8 und 10“, gibt Räikkönen zu

Dann geht der Iceman ins Detail: „ In die Kurven 6 , 7 und 10 ging mir immer das Heck weg. Besonders wenn der Wind von hinten kam. Das wurde auf den Soft-Reifen besser. Vielleicht hat der Wind später auch seine Richtung gedreht. Es hat sich ja ständig geändert.“

Sauber für Trainingspanne bestraft

Im letzten Stint ging der Alfa-Sauber mit der Nummer 7 wieder wie eine Rakete. Räikkönen: „Auf den Soft-Reifen lief das Auto wirklich gut und ich war schneller als die Autos vor mir.“ Im Rückblick machten sich am Sonntag die Probleme mit den Kühlern bemerkbar, die Sauber das komplette zweite Training am Freitag gekostet hatten.

„Leider konnten wir am Freitag die Reifen nicht lange genug ausprobieren, um Erfahrungen damit zu sammeln“, begründet Räikkönen die überraschenden Schwierigkeiten auf den Medium-Gummis. Sein Fazit: „Es ist brutal eng. Ein Fehler, und du bist Sechster statt Zehnter. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben. Weder der Fahrer, noch das Team.“

Im Großen und Ganzen ist der Ex-Weltmeister happy mit seinem Auto. „Insgesamt brauchen wir mehr Abtrieb“, mahnt Kimi seine Ingenieure an. Der Auftrag wird bereits beim nächsten Grand Prix ausgeführt. Für das Rennen in China ist ein neuer Heckflügel avisiert. Der aktuelle Flügel wird dann wieder in Baku zum Einsatz kommen. Auf einer Strecke, die wie Montreal mittleren Anpressdruck verlangt.

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