Formel 1 Team - Alfa Romeo Racing

Formel 1 Team Alfa Romeo Racing

Sauber F1 ist seit der Saison 1993 eine feste Größe im Grand Prix Sport. Nach einem Intermezzo mit BMW geht der Schweizer Formel-1-Rennstall mittlerweile mit Unterstützung von Ferrari unter dem Namen Alfa Romeo Racing an den Start.

WM-Punkte

Berichte

Aktuell F1 Team-Check GP Italien 2021 „George bringt frisches Blut“

Wir haben die zehn Teams am Donnerstag in Monza auf Neuigkeiten abgecheckt. Thema waren vor allem die Fahrerwechsel, die zuletzt bestätigt wurden.

Aktuell Räikkönen noch nicht bereit für Comeback Kubica fährt auch in Monza

Nach seinem positiven Corona-Befund hat Räikkönen noch keine Rennfreigabe erhalten. Somit darf Kubica beim Alfa-Heimspiel in Monza erneut einspringen.

Aktuell Power Ranking GP Niederlande 2021 Red Bull schafft den Konter

Die zweite Saisonhälfte begann mit zwei unterschiedlichen Strecken. Red Bull holte sich in Spa und Zandvoort die Spitze im Power Ranking zurück.

Aktuell Sauber-Rennstall bestätigt Wechsel Bottas fährt langfristig für Alfa

Alfa Romeo hat den Wechsel von Valtteri Bottas endlich offiziell bestätigt. Der Finne hat demnach einen Vertrag über mehrere Jahre unterschrieben.

Aktuell Kubica fährt Alfa Romeo in Zandvoort Kimi Räikkönen positiv getestet

Kimi Räikkönen wird nicht in Zandvoort starten. Der Finne wurde positiv auf Corona getestet. Als Ersatz springt Robert Kubica ein.

Aktuell Kimi Räikkönen tritt zurück Noch-Rekordhalter geht in F1-Rente

Kimi Räikkönen verabschiedet sich aus der Formel 1. Mit dem Rücktritt des Finnen verliert die Königsklasse eine der markantesten Persönlichkeiten.

Aktuell Motivationsschub für Williams „Podium kommt so schnell nicht wieder“

Bei Williams war die Freude groß, dass der GP Belgien ins Wasser fiel. Das Podium von George Russell festigte den achten Platz in der Teamwertung.

Aktuell Dreikampf um WM-Platz 8 Ist Williams noch zu schnappen?

Im Dreikampf um Rang 8 in der Teamwertung scheint eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Oder schaffen Alfa Romeo oder Haas noch einmal den Konter?

Aktuell Alfa-Technikchef Jan Monchaux über 2022er Autos „Bodenfreiheit ist entscheidend“

Alfa Romeo-Technikchef Jan Monchaux verrät, wie die Entwicklung einer ganz neuen Auto-Generation beginnt und was es für Herausforderungen gibt.

Aktuell Power Ranking GP Ungarn 2021 Mercedes wieder die Nummer 1

Kurz vor der Sommerpause hat sich Mercedes wieder an die Spitze unseres Power Rankings gesetzt. Aber nur mit hauchdünnem Vorsprung.

Power Ranking GP England 2021 Mercedes macht Boden gut GP Großbritannien

Mercedes hat in Silverstone aufgeholt, aber Red Bull nicht eingeholt. Der WM-Spitzenreiter hat die Nase auch in unserem Power Ranking immer noch vorn.

Aktuell Neue F1-Generation mit Team-Lackierungen Rennställe zeigen 2022er Autos

Die F1-Teams haben offizielle Bilder des 2022er Autos in den aktuellen Farb-Designs vorgestellt. Wir zeigen Ihnen die nächstjährige Startaufstellung.

Aktuell Sauber verlängert Sponsor-Vertrag F1-Team heißt weiter Alfa Romeo

Sauber hat den Sponsor-Vertrag mit Alfa Romeo verlängert. Der Rennstall wird noch ein paar Jahre unter der italienischen Marke an den Start gehen.

Aktuell Alfa Teamchef Frédéric Vasseur im Interview „Keiner so verbessert wie wir“

Alfa-Romeo-Teamchef Frédéric Vasseur spricht über die positive Entwicklung bei seinem Rennstall und den Ärger über die neue Heckflügel-Regel.

Aktuell F1 Power Ranking GP Monaco 2021 Mercedes verliert die Führung

Mercedes ist seine Führung in der WM los. Auch in unserem Power Ranking zieht Red Bull vorbei. Wir haben die Leistungen aller zehn Teams analysiert.

Aktuell Bilder vom 18-Zoll Reifentest in Barcelona Die „Radkappen“ sind zurück

Beim 18-Zoll-Reifentest in Barcelona war Alfa Romeo mit verkleideten Felgen unterwegs. Wir zeigen Ihnen die Bilder der Radkappen in der Galerie.

Aktuell Tücken der F1-Budgetdeckelung Jedes Teil wird gezählt

Seit dieser Saison ist der F1-Budgetdeckel in Kraft. Wir haben nachgefragt, wie sich die Ausgabengrenze in der Praxis auf den Betrieb auswirkt.

Aktuell Corona stört F1-Logistik Hotels nur bis Spanien gebucht

Die Formel-1-Planer müssen in Corona besonders flexibel sein. Wir haben mit Alfa-Teammanager Beat Zehnder über die Logistik-Probleme gesprochen.

Aktuell Regeländerung nach Re-Start Chaos Räikkönen in der Zwickmühle

Kimi Räikkönen flog in Imola wegen einer Strafe nachträglich aus den Punkterängen. Wegen widersprüchlicher Regeln hatte der Finne keine Chance.

Aktuell Interview Alfa-Technikchef Jan Monchaux „Entscheidung für 2022 schon gefallen“

Alfa-Technikchef Jan Monchaux spricht über die Verbesserungen am C41, die Technik der 2021er Autos und die kommende Regelrevolution in der F1.

Aktuell Kampf um die F1-Mittelfeldkrone Wer ist die dritte Kraft?

Hinter Mercedes und Red Bull suchen sechs Team noch ihre Reihenfolge. Das Rennwochenende in Bahrain zeigte noch kein festes Kräfteverhältnis.

Aktuell Vergleich mit Rundenzeiten 2020 Testsieger ist Alfa Romeo

Wir haben die zehn Teams mit sich selbst verglichen. Zwischen Bahrain-Qualifikation 2020 und Test-Bestzeit 2021. Da geht Alfa Romeo als Sieger hervor.

Aktuell Technik-Geheimnisse des Alfa Romeo C41 Die Schwester des C39

Ferrari investierte seine Token im Heck, Alfa Romeo modifizierte dagegen diese Nase. Technikchef Jan Monchaux erklärt warum.

Aktuell Alfa Romeo C41 für 2021 Neuer Look und neue Nase

Alfa Romeo hat sein Formel-1-Auto für die Saison 2021 vorgestellt. In Warschau zogen Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi feierlich das Tuch vom C41.

Aktuell Interview mit Alfa-Sportdirektor Zehnder Voller Kalender, harte Entwicklung

Alfa-Sportdirektor Zehnder blickt auf eine turbulente Corona-Saison zurück. Er schildert die Probleme - und blickt voraus auf 2021.

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Im Zürcher Oberland hat Rennsport eine große Tradition. Von 1982 bis 1991 baute der Rennstall von Peter Sauber hier Gruppe C-Boliden für die FIA-Sportwagen-WM, in der das Team zwei WM-Titel und einen Le Mans-Sieg einfahren konnte. Ab 1993 widmete sich Sauber ganz dem Formel 1-Projekt.

Zusammen mit Motorenpartner Illmor/Mercedes stieg das bereits 1970 gegründete Unternehmen in die Königsklasse ein. Schon beim Debüt in Kyalami gelang mit dem fünften Platz von JJ Lehto ein Achtungserfolg.

Ab 1995 fand das Team mit Red Bull einen neuen Partner, ab 1997 stieß auch der malaysische Ölkonzern Petronas dazu. Sowohl mit Ford-Motoren (1995 und 1996) als auch mit Ferrari-Triebwerken (unter dem Namen Petronas 1997 bis 2005) blieben die ganz großen Erfolge allerdings aus. Das beste Ergebnis war ein achter Gesamtplatz von Nick Heidfeld 2001. In der Teamwertung kam Sauber nie über einen vierten Rang heraus.

Talentschmiede Sauber

Sauber galt zu dieser Zeit als Talentschmiede und viele bekannte Piloten wie Heinz-Harald Frentzen, Felipe Massa oder Kimi Räikkönen verdienten sich ihre ersten Sporen in der Schweiz. Fünfmal erreichten Sauber-Piloten in der Zeit von 1993 bis 2005 das Podium. Auf einen Grand Prix-Sieg muss Sauber allerdings noch warten.

2006 übernahm BMW die Mehrheit an Sauber und führte den Rennstall als Werksteam weiter. Die Motoren kamen aus München, die Chassis wurde weiter in der Entwicklungszentrale in Hinwil gefertigt. In den vier Jahren unter Führung des Münchner Autobauers beendete das Team die Saison 2007 immerhin als Vizeweltmeister und fuhr 2008 in Kanada zum ersten GP-Sieg in der Team-Geschichte. 2009 folgte allerdings der Absturz auf Rang sechs in der WM-Wertung und Partner BMW entschied sich, aus der Formel 1 auszusteigen.

Auf der Suche nach einem Käufer entschied sich BMW für eine Investorengruppe namens "Qadbak", die sich allerdings als Luftnummer herausstellte. BMW blieb nichts anderes übrig, als das Team wieder an Peter Sauber zurückzugeben, um den Formel 1-Rennstall und die Arbeitsplätze in Hinwil zu retten.

2010 ging Sauber mit Ferrari-Motoren ins Rennen gehen. Als Piloten verpflichtete man Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa. Gute Ergebnisse ließen allerdings auf sich warten. Erst als die Verpflichtung des neuen Technikchefs James Key zur Mitte des Jahres erste Früchte trug, wurde das Auto spürbar schneller. Da die Ingenieure mit den beiden neuen Fahrern nicht so recht einschätzen konnten, wie gut der C29 wirklich war, wurde De la Rosa im September durch Nick Heidfeld ersetzt.

Telmex hilft Sauber finanziell

Mit Platz acht im Konstrukteurspokal konnte man die sportlichen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Immerhin konnte sich das Team finanziell auf eine sichere Basis stellen. Sauber arbeitet seit der Saison 2011 mit dem mexikanischen Telekomunikationsunternehmen Telmex zusammen. Als Teil der Partnerschaft verpflichtete Sauber Sergio Perez als neuen Teamkollegen von Kamui Kobayashi.

Der zunächst als Paydriver titulierte Perez konnte von Beginn an überzeugen. Schnelle Runden und ein reifenschonender Fahrstil machten ihn bei den Strategen im Team sehr beliebt. Der Sauber C30 zeigte vor allem zu Saisonbeginn sein Potenzial, doch statt der Plätze sieben und acht gab es in Melbourne eine Disqualifikation wegen illegaler Heckflügel. Ohne den angeblasenen Diffusor blieb man im Saisonendspurt gegen Force India chancenlos. Immerhin konnte Rang sieben vor Toro Rosso gesichert werden.

2012 durfte niemand mehr im Feld die Auspuffgase als zusätzlichen Abtriebsspender missbrauchen. Das kam Sauber entgegen. Der C32 erwies sich als Volltreffer. Schon im zweiten Rennen des Jahres in Malaysia hätte Sergio Perez beinahe den zweiten Sieg in der Teamhistorie einfahren können. Obwohl er das schnellere Auto hatte, konnte er Fernando Alonso aber nicht einfangen. Mit insgesamt vier Podiumsplätzen übertraf das Team allerdings die eigenen Erwartungen. Nur knapp verpasste man Rang fünf in der Teamwertung im Kampf gegen das Mercedes-Werksteam.

Peter Sauber übergibt Zepter weiter

Nachdem die finanzielle Zukunft und der sportliche Erfolg mittlefristig gesichert waren, entschied sich Teamgründer Peter Sauber gegen Ende des Jahres 2012 endgültig die Zügel aus der Hand zu geben. Den Posten als Teamchefin übernahm Monisha Kaltenborn. Der Österreicherin mit indischen Wurzeln bekam zudem ein Drittel der Teamanteile überschrieben.

2013 ging Sauber mit einem neuen Fahrerduo an den Start. Nico Hülkenberg und Esteban Gutierrez sollten den sportlichen Aufstieg fortführen. Doch daraus wurde nichts. Das Auto kam nicht schnell genug aus den Startlöchern. Von Podiumsplätzen waren die Schweizer lange weit entfernt. Erst ein größeres Update-Paket zur Saisonmitte konnte die Ergebnisse etwas verbessern. Am Ende landete das Team auf Rang 7 im Konstrukteurspokal.

Schlimmer noch als die sportliche Misere drückte allerdings die finanzielle Krise auf das Gemüt der Teammitglieder. Im Laufe der Saison 2013 verdichteten sich die Gerüchte immer mehr, dass Sauber mit einer hohen Schuldenlast kämpfte. Sogar der Bankrott oder der Verkauf des Rennstalls drohte zwischenzeitlich. Dank geduldiger Gläubiger und Sponsoren-Geld aus Russland und Mexiko konnte der Verbleib in der Formel 1 vorerst gesichert werden.

In Sachen Fahrerpersonal gab es nach der Saison 2013 erneut einen Wechsel. Nico Hülkenberg verabschiedete sich wieder zurück zu seinem alten Force India-Team. Dafür wurde Adrian Sutil als neuer Gutierrez-Teamkollege verpflichtet. An den Fahrern lag es allerdings nicht, dass Sauber 2014 die schlechteste Saison in der Team-Geschichte fuhr. Sowohl in Sachen Aerodynamik als auch in Sachen (Ferrari-) Motorpower fuhr man der Konkurrenz hinterher. Die Piloten sammelten nicht einen einzigen Punkt.

Finanzielle Schieflage bei Sauber

Die sportliche Talfahrt wurde durch die finanzielle Schieflage noch verschärft. Es fehlte einfach das Geld für die nötigen Updates. Wie groß der Pleite-Druck tatsächlich war, konnte man an der Fahrerwahl für 2015 erkennen. Mit Marcus Ericsson und Felipe Nasr wurden zwei junge Bezahlfahrer mit Millionen-Mitgift verpflichtet. Dabei hatten auch Adrian Sutil und Giedo van der Garde Verträge unterschrieben. In Australien kam es zum Showdown zwischen Sauber und Van der Garde, der sein Cockpit vor Gericht einklagen wollte. Erst ein Vergleich in letzter Sekunde konnte einen großen Scherbenhaufen verhindern.

Sportlich lief es beim Saisonauftakt dagegen blendend. Nasr und Ericsson kassierten für die Plätze 5 und 8 insgesamt 14 WM-Punkte. Es waren die ersten WM-Punkte nach mehr als einem Jahr Dürre. So gut lief es anschließend aber nicht weiter. Mangels Geld fiel Sauber im Entwicklungswettlauf immer weiter zurück. Und wenn es mal Updates gab, dann brachten die nicht den erwünschten Fortschritt. Am Ende landete das Team mit 36 Punkten auf Rang 8.

2016 ging es noch weiter bergab. Mit einem glücklichen neunten Platz im vorletzten Rennen in Sao Paulo sicherte Felipe Nasr Sauber immerhin noch den vorletzten Platz in der Teamwertung. Zum Dank wurde der Brasilianer in der Winterpause durch den Deutschen Pascal Wehrlein ersetzt. Die beste Nachricht des Jahres war die Übernahme Sauber durch die Investmentfirma "Longbow", die für eine finanzielle Stabilität sorgte.

Obwohl die Geldsorgen weniger wurden, ging es auch 2017 nicht voran. Die Gründe dafür waren der Entwicklungsrückstand aus dem Vorjahr und die Ferrari-Motoren, die dem Stand der Vorsaison entsprachen. Wehrlein sorgte für die einzigen 5 WM-Punkte des Jahres. Sauber wurde abgeschlagen letzter in der Teamwertung. Auch sonst schrieb das Schweizer Team kaum positive Schlagzeilen. Die langjährige Teamchefin Monisha Kaltenborn wurde durch den Franzosen Frederic Vasseur ersetzt.

Aus Sauber wird Alfa Romeo Racing

Etwas Hoffnung für die Zukunft machte die neue Kooperation mit Alfa Romeo, die in der Winterpause verkündet wurde. Sie sorgte dafür, dass Sauber dauerhaft aktuelles Material von Ferrari erhielt. Außerdem wurde Ferrari-Juniorpilot Charles Leclerc verpflichtet. Wehrlein musste seinen Hut nach nur einem Jahr bei Sauber wieder nehmen.

Offenbar drehte die Teamleitung damit an den richtigen Stellschrauben. Mit 48 Punkten schaffte man deutlich mehr als nur den Anschluss ans Mittelfeld, der vor der Saison als Ziel ausgegeben wurde. Vor allem Rookie Leclerc konnte die Fans immer wieder mit starken Leistungen begeistern. Doch die gute Performance des Rookies weckte auch Begehrlichkeiten. Nach der Saison wurde der Ferrari-Junior nach Maranello berufen.

Auch Marcus Ericsson musste seinen Hut nehmen. Dafür wurden für die Saison 2019 mit Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi zwei Fahrer mit Ferrari-Vergangenheit verpflichtet. Mit der Umbenennung des Formel 1 Teams von Sauber in Alfa Romeo Racing wurde auch nach außen die Verknüpfung zu Italien intensiviert. Kann Sauber so wieder an alte Erfolge anknüpfen?