Formel 1 Team - Alfa Romeo Racing

Formel 1 Team Alfa Romeo Racing

Sauber F1 ist seit der Saison 1993 eine feste Größe im Grand Prix Sport. Nach einem Intermezzo mit BMW geht der Schweizer Formel-1-Rennstall mittlerweile mit Unterstützung von Ferrari unter dem Namen Alfa Romeo Racing an den Start.

WM-Punkte

Berichte

Aktuell Power Ranking GP Katar 2021 Red Bull kommt ins Stolpern

Mercedes hat seine Führung in unserem Power Ranking mit dem achten Saisonsieg in Katar ausgebaut. Red Bull stolperte über die eigenen Füße.

Aktuell Power Ranking GP Brasilien 2021 Das Imperium schlägt zurück

Im Titelrennen geht es hin und her. Mal hat Red Bull die Nase vorn, mal Mercedes. Brasilien ging trotz widriger Umstände wieder an Mercedes .

Aktuell Alfa-Teamchef Frédéric Vasseur im Interview „Große Chancen dank Zhou“

Alfa Romeo hat Guanyu Zhou für 2022 verpflichtet. Teamchef Frédéric Vasseur erklärt im Interview, warum er dem chinesischen Talent eine Chance gibt.

Aktuell Guanyu Zhou wird Alfa-Fahrer 2022 Erster Chinese in der Formel 1

Die letzte offene Cockpit für die Formel-1-Saison 2022 ist vergeben. Guanyu Zhou wird künftig den zweiten Alfa Romeo neben Valtteri Bottas fahren.

Aktuell Power Ranking GP Mexiko 2021 Red Bull baut Führung aus

Red Bull hat einen Lauf. In den letzten beiden Rennen war der Herausforderer jeweils zwei Zehntel schneller als Mercedes.

Aktuell F1-Team-Check GP Mexiko 2021 Ferrari übt für Siege

Wir haben die zehn Teams in Mexiko auf Neuigkeiten abgecheckt. Ferrari hofft, dass der Aufwärtstrend aus den letzten Rennen fortgesetzt wird.

Aktuell Power Ranking GP USA 2021 Red Bull bricht den Trend

Der Sieg von Red Bull stoppte einen Trend. Über die Gründe wird noch gerätselt. Wir haben die Leistungen aller zehn Teams im Formcheck analysiert.

Aktuell Räikkönen versemmelt Platz 10 Alfa steht mit leeren Händen da

Alfa-Romeo verpasste in den USA Punkte. Trotzdem: Das Auto war im Renntrimm ansprechend schnell. Das Teamwork stimmte im Vergleich zur Türkei.

Aktuell F1-Speed-Vergleich 2020 zu 2021 Größte Steigerung bei Alpha Tauri

Wie hat sich der Speed der zehn Teams im Vergleich zur Vorsaison verändert? Wir haben die Zahlen aus den Qualifyings genauer unter die Lupe genommen.

Aktuell Power Ranking GP Türkei 2021 Kampfansage von Ferrari

Ferrari setzt große Hoffnungen in sein neues Hybridsystem. In Istanbul brachte der Antrieb die Scuderia im Power Ranking wieder auf den dritten Platz.

Aktuell Alfa Romeo punktet endlich wieder Fahrerwahl ist Luxusproblem

Nach drei Nullrunden in Folge hat Alfa Romeo in Sotschi mal wieder gepunktet. Die Frage nach dem zweiten Fahrer für 2022 ist aber noch unbeantwortet.

Aktuell Power Ranking GP Russland 2021 Mercedes baut Führung aus

Lange Geraden und langsame Kurven sind das Revier der Silberpfeile. Damit konnte das Weltmeister-Team Platz 1 unseres F1 Power Rankings festigen.

Aktuell Beschränkte Technik-Entwicklung Optimierung nur im Detail

Die Ingenieure waren 2021 in ihrem Spielraum stark eingeschränkt. Deshalb fand die Entwicklung an den 2021er Autos nur an begrenzten Stellen statt.

Aktuell Power Ranking GP Italien 2021 Mercedes schlägt wieder zurück

Es geht hin und her ganz vorn im Kräfteverhältnis. Zandvoort ging an Red Bull, Monza wieder an Mercedes. Auch für McLaren ging es aufwärts.

Aktuell F1 Team-Check GP Italien 2021 „George bringt frisches Blut“

Wir haben die zehn Teams am Donnerstag in Monza auf Neuigkeiten abgecheckt. Thema waren vor allem die Fahrerwechsel, die zuletzt bestätigt wurden.

Aktuell Räikkönen noch nicht bereit für Comeback Kubica fährt auch in Monza

Nach seinem positiven Corona-Befund hat Räikkönen noch keine Rennfreigabe erhalten. Somit darf Kubica beim Alfa-Heimspiel in Monza erneut einspringen.

Aktuell Power Ranking GP Niederlande 2021 Red Bull schafft den Konter

Die zweite Saisonhälfte begann mit zwei unterschiedlichen Strecken. Red Bull holte sich in Spa und Zandvoort die Spitze im Power Ranking zurück.

Aktuell Sauber-Rennstall bestätigt Wechsel Bottas fährt langfristig für Alfa

Alfa Romeo hat den Wechsel von Valtteri Bottas endlich offiziell bestätigt. Der Finne hat demnach einen Vertrag über mehrere Jahre unterschrieben.

Aktuell Kubica fährt Alfa Romeo in Zandvoort Kimi Räikkönen positiv getestet

Kimi Räikkönen wird nicht in Zandvoort starten. Der Finne wurde positiv auf Corona getestet. Als Ersatz springt Robert Kubica ein.

Aktuell Kimi Räikkönen tritt zurück Noch-Rekordhalter geht in F1-Rente

Kimi Räikkönen verabschiedet sich aus der Formel 1. Mit dem Rücktritt des Finnen verliert die Königsklasse eine der markantesten Persönlichkeiten.

Aktuell Motivationsschub für Williams „Podium kommt so schnell nicht wieder“

Bei Williams war die Freude groß, dass der GP Belgien ins Wasser fiel. Das Podium von George Russell festigte den achten Platz in der Teamwertung.

Aktuell Dreikampf um WM-Platz 8 Ist Williams noch zu schnappen?

Im Dreikampf um Rang 8 in der Teamwertung scheint eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Oder schaffen Alfa Romeo oder Haas noch einmal den Konter?

Aktuell Alfa-Technikchef Jan Monchaux über 2022er Autos „Bodenfreiheit ist entscheidend“

Alfa Romeo-Technikchef Jan Monchaux verrät, wie die Entwicklung einer ganz neuen Auto-Generation beginnt und was es für Herausforderungen gibt.

Aktuell Power Ranking GP Ungarn 2021 Mercedes wieder die Nummer 1

Kurz vor der Sommerpause hat sich Mercedes wieder an die Spitze unseres Power Rankings gesetzt. Aber nur mit hauchdünnem Vorsprung.

Power Ranking GP England 2021 Mercedes macht Boden gut GP Großbritannien

Mercedes hat in Silverstone aufgeholt, aber Red Bull nicht eingeholt. Der WM-Spitzenreiter hat die Nase auch in unserem Power Ranking immer noch vorn.

1 2 3 ... 7 ... 12

Im Zürcher Oberland hat Rennsport eine große Tradition. Von 1982 bis 1991 baute der Rennstall von Peter Sauber hier Gruppe C-Boliden für die FIA-Sportwagen-WM, in der das Team zwei WM-Titel und einen Le Mans-Sieg einfahren konnte. Ab 1993 widmete sich Sauber ganz dem Formel 1-Projekt.

Zusammen mit Motorenpartner Illmor/Mercedes stieg das bereits 1970 gegründete Unternehmen in die Königsklasse ein. Schon beim Debüt in Kyalami gelang mit dem fünften Platz von JJ Lehto ein Achtungserfolg.

Ab 1995 fand das Team mit Red Bull einen neuen Partner, ab 1997 stieß auch der malaysische Ölkonzern Petronas dazu. Sowohl mit Ford-Motoren (1995 und 1996) als auch mit Ferrari-Triebwerken (unter dem Namen Petronas 1997 bis 2005) blieben die ganz großen Erfolge allerdings aus. Das beste Ergebnis war ein achter Gesamtplatz von Nick Heidfeld 2001. In der Teamwertung kam Sauber nie über einen vierten Rang heraus.

Talentschmiede Sauber

Sauber galt zu dieser Zeit als Talentschmiede und viele bekannte Piloten wie Heinz-Harald Frentzen, Felipe Massa oder Kimi Räikkönen verdienten sich ihre ersten Sporen in der Schweiz. Fünfmal erreichten Sauber-Piloten in der Zeit von 1993 bis 2005 das Podium. Auf einen Grand Prix-Sieg muss Sauber allerdings noch warten.

2006 übernahm BMW die Mehrheit an Sauber und führte den Rennstall als Werksteam weiter. Die Motoren kamen aus München, die Chassis wurde weiter in der Entwicklungszentrale in Hinwil gefertigt. In den vier Jahren unter Führung des Münchner Autobauers beendete das Team die Saison 2007 immerhin als Vizeweltmeister und fuhr 2008 in Kanada zum ersten GP-Sieg in der Team-Geschichte. 2009 folgte allerdings der Absturz auf Rang sechs in der WM-Wertung und Partner BMW entschied sich, aus der Formel 1 auszusteigen.

Auf der Suche nach einem Käufer entschied sich BMW für eine Investorengruppe namens "Qadbak", die sich allerdings als Luftnummer herausstellte. BMW blieb nichts anderes übrig, als das Team wieder an Peter Sauber zurückzugeben, um den Formel 1-Rennstall und die Arbeitsplätze in Hinwil zu retten.

2010 ging Sauber mit Ferrari-Motoren ins Rennen gehen. Als Piloten verpflichtete man Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa. Gute Ergebnisse ließen allerdings auf sich warten. Erst als die Verpflichtung des neuen Technikchefs James Key zur Mitte des Jahres erste Früchte trug, wurde das Auto spürbar schneller. Da die Ingenieure mit den beiden neuen Fahrern nicht so recht einschätzen konnten, wie gut der C29 wirklich war, wurde De la Rosa im September durch Nick Heidfeld ersetzt.

Telmex hilft Sauber finanziell

Mit Platz acht im Konstrukteurspokal konnte man die sportlichen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Immerhin konnte sich das Team finanziell auf eine sichere Basis stellen. Sauber arbeitet seit der Saison 2011 mit dem mexikanischen Telekomunikationsunternehmen Telmex zusammen. Als Teil der Partnerschaft verpflichtete Sauber Sergio Perez als neuen Teamkollegen von Kamui Kobayashi.

Der zunächst als Paydriver titulierte Perez konnte von Beginn an überzeugen. Schnelle Runden und ein reifenschonender Fahrstil machten ihn bei den Strategen im Team sehr beliebt. Der Sauber C30 zeigte vor allem zu Saisonbeginn sein Potenzial, doch statt der Plätze sieben und acht gab es in Melbourne eine Disqualifikation wegen illegaler Heckflügel. Ohne den angeblasenen Diffusor blieb man im Saisonendspurt gegen Force India chancenlos. Immerhin konnte Rang sieben vor Toro Rosso gesichert werden.

2012 durfte niemand mehr im Feld die Auspuffgase als zusätzlichen Abtriebsspender missbrauchen. Das kam Sauber entgegen. Der C32 erwies sich als Volltreffer. Schon im zweiten Rennen des Jahres in Malaysia hätte Sergio Perez beinahe den zweiten Sieg in der Teamhistorie einfahren können. Obwohl er das schnellere Auto hatte, konnte er Fernando Alonso aber nicht einfangen. Mit insgesamt vier Podiumsplätzen übertraf das Team allerdings die eigenen Erwartungen. Nur knapp verpasste man Rang fünf in der Teamwertung im Kampf gegen das Mercedes-Werksteam.

Peter Sauber übergibt Zepter weiter

Nachdem die finanzielle Zukunft und der sportliche Erfolg mittlefristig gesichert waren, entschied sich Teamgründer Peter Sauber gegen Ende des Jahres 2012 endgültig die Zügel aus der Hand zu geben. Den Posten als Teamchefin übernahm Monisha Kaltenborn. Der Österreicherin mit indischen Wurzeln bekam zudem ein Drittel der Teamanteile überschrieben.

2013 ging Sauber mit einem neuen Fahrerduo an den Start. Nico Hülkenberg und Esteban Gutierrez sollten den sportlichen Aufstieg fortführen. Doch daraus wurde nichts. Das Auto kam nicht schnell genug aus den Startlöchern. Von Podiumsplätzen waren die Schweizer lange weit entfernt. Erst ein größeres Update-Paket zur Saisonmitte konnte die Ergebnisse etwas verbessern. Am Ende landete das Team auf Rang 7 im Konstrukteurspokal.

Schlimmer noch als die sportliche Misere drückte allerdings die finanzielle Krise auf das Gemüt der Teammitglieder. Im Laufe der Saison 2013 verdichteten sich die Gerüchte immer mehr, dass Sauber mit einer hohen Schuldenlast kämpfte. Sogar der Bankrott oder der Verkauf des Rennstalls drohte zwischenzeitlich. Dank geduldiger Gläubiger und Sponsoren-Geld aus Russland und Mexiko konnte der Verbleib in der Formel 1 vorerst gesichert werden.

In Sachen Fahrerpersonal gab es nach der Saison 2013 erneut einen Wechsel. Nico Hülkenberg verabschiedete sich wieder zurück zu seinem alten Force India-Team. Dafür wurde Adrian Sutil als neuer Gutierrez-Teamkollege verpflichtet. An den Fahrern lag es allerdings nicht, dass Sauber 2014 die schlechteste Saison in der Team-Geschichte fuhr. Sowohl in Sachen Aerodynamik als auch in Sachen (Ferrari-) Motorpower fuhr man der Konkurrenz hinterher. Die Piloten sammelten nicht einen einzigen Punkt.

Finanzielle Schieflage bei Sauber

Die sportliche Talfahrt wurde durch die finanzielle Schieflage noch verschärft. Es fehlte einfach das Geld für die nötigen Updates. Wie groß der Pleite-Druck tatsächlich war, konnte man an der Fahrerwahl für 2015 erkennen. Mit Marcus Ericsson und Felipe Nasr wurden zwei junge Bezahlfahrer mit Millionen-Mitgift verpflichtet. Dabei hatten auch Adrian Sutil und Giedo van der Garde Verträge unterschrieben. In Australien kam es zum Showdown zwischen Sauber und Van der Garde, der sein Cockpit vor Gericht einklagen wollte. Erst ein Vergleich in letzter Sekunde konnte einen großen Scherbenhaufen verhindern.

Sportlich lief es beim Saisonauftakt dagegen blendend. Nasr und Ericsson kassierten für die Plätze 5 und 8 insgesamt 14 WM-Punkte. Es waren die ersten WM-Punkte nach mehr als einem Jahr Dürre. So gut lief es anschließend aber nicht weiter. Mangels Geld fiel Sauber im Entwicklungswettlauf immer weiter zurück. Und wenn es mal Updates gab, dann brachten die nicht den erwünschten Fortschritt. Am Ende landete das Team mit 36 Punkten auf Rang 8.

2016 ging es noch weiter bergab. Mit einem glücklichen neunten Platz im vorletzten Rennen in Sao Paulo sicherte Felipe Nasr Sauber immerhin noch den vorletzten Platz in der Teamwertung. Zum Dank wurde der Brasilianer in der Winterpause durch den Deutschen Pascal Wehrlein ersetzt. Die beste Nachricht des Jahres war die Übernahme Sauber durch die Investmentfirma "Longbow", die für eine finanzielle Stabilität sorgte.

Obwohl die Geldsorgen weniger wurden, ging es auch 2017 nicht voran. Die Gründe dafür waren der Entwicklungsrückstand aus dem Vorjahr und die Ferrari-Motoren, die dem Stand der Vorsaison entsprachen. Wehrlein sorgte für die einzigen 5 WM-Punkte des Jahres. Sauber wurde abgeschlagen letzter in der Teamwertung. Auch sonst schrieb das Schweizer Team kaum positive Schlagzeilen. Die langjährige Teamchefin Monisha Kaltenborn wurde durch den Franzosen Frederic Vasseur ersetzt.

Aus Sauber wird Alfa Romeo Racing

Etwas Hoffnung für die Zukunft machte die neue Kooperation mit Alfa Romeo, die in der Winterpause verkündet wurde. Sie sorgte dafür, dass Sauber dauerhaft aktuelles Material von Ferrari erhielt. Außerdem wurde Ferrari-Juniorpilot Charles Leclerc verpflichtet. Wehrlein musste seinen Hut nach nur einem Jahr bei Sauber wieder nehmen.

Offenbar drehte die Teamleitung damit an den richtigen Stellschrauben. Mit 48 Punkten schaffte man deutlich mehr als nur den Anschluss ans Mittelfeld, der vor der Saison als Ziel ausgegeben wurde. Vor allem Rookie Leclerc konnte die Fans immer wieder mit starken Leistungen begeistern. Doch die gute Performance des Rookies weckte auch Begehrlichkeiten. Nach der Saison wurde der Ferrari-Junior nach Maranello berufen.

Auch Marcus Ericsson musste seinen Hut nehmen. Dafür wurden für die Saison 2019 mit Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi zwei Fahrer mit Ferrari-Vergangenheit verpflichtet. Mit der Umbenennung des Formel 1 Teams von Sauber in Alfa Romeo Racing wurde auch nach außen die Verknüpfung zu Italien intensiviert. Kann Sauber so wieder an alte Erfolge anknüpfen?

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