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Alonso-Ärger in Austin: Ein Vergehen, zwei Urteile

Alonso legt sich mit FIA-Stewards an Ein Vergehen, zwei Urteile?

Fernando Alonso lag beim GP USA mehrmals mit den Alfa-Piloten im Clinch. Zwei Mal mussten gewonnene Positionen wieder hergegeben werden. Alonso forderte vergeblich das gleiche für den Räikkönen-Zwischenfall.

Für Fernando Alonso war es ein unterhaltsamer Grand Prix der USA. Allerdings ohne Happy End. Der Spanier musste vorzeitig wegen eines Heckflügelbruchs die Segel streichen. Alonso ist der festen Meinung, dass er am Ende in den Punkterängen gelandet wäre. Obwohl ihn Zweikämpfe mit den Alfa-Romeo-Piloten zehn Sekunden gekostet haben und obwohl er als einziger drei Mal die Reifen wechselte.

Doch als Alonso sein Auto in der Garage parkte, lag er nur noch drei Sekunden hinter Sebastian Vettel, der am Ende Zehnter wurde. Der Alpine-Pilot fuhr zu dem Zeitpunkt als einziger im Feld auf Medium-Reifen. Und die mussten nur noch eine Restdistanz von 17 Runden überstehen. Alonso holte in den Runden vor seinem Ausfall bis zu einer Sekunde pro Runde auf Tsunoda, Räikkönen, Giovinazzi and Vettel auf.

Zwei Mal gegen Giovinazzi

Die beiden Alfa Romeo hatte er schon vorher im Rennen mehrmals studiert. In Runde 16 hatte sich Alonso so in Antonio Giovinazzi verbissen, dass ihm in Kurve 1 Kimi Räikkönen durchrutschte. Alonso drängte seinen Ex-Teamkollegen so weit ab, dass der am Kurvenausgang mit allen vier Rädern jenseits der Streckenlimits landete. Sofort forderte Alonso am Funk lautstark, dass Räikkönen den Platz wieder hergeben müsse. Nichts passierte.

Fernando Alonso - GP USA 2021
Motorsport Images
Alonso forderte den Platz von Räikkönen zurück, nachdem der Finne neben der Strecke überholt hatte.

Fünf Runden später attackierte Alonso am Ende der langen Geraden den anderen Alfa-Piloten. Er bremste so spät, dass er in der Auslaufzone, aber auch vor seinem Gegner landete. Die Rennleitung verlangte umgehend einen Platztausch. Alonso gehorchte.

Nur um in Runde 25 eine zweite Attacke auf Giovinazzi zu starten. Diesmal musste der Italiener den weiten Weg jenseits der Rennstrecke nehmen. Gleiches Manöver, gleiche Strafe. Alonso war endlich an dem Auto mit der Startnummer 99 vorbei. Dieses Mal beklagte sich der Italiener am Funk.

Wie Handspiel im Strafraum

Für Alonso war das Thema damit aber nicht beendet. Er kartete nach dem Grand Prix nach. Seiner Meinung nach haben die Sportkommissare zweierlei Maß angelegt. Der geforderte Platztausch in den beiden Duellen mit Giovinazzi geht nach Meinung des Ex-Weltmeisters in Ordnung.

Fernando Alonso - GP USA 2021
Wilhelm
Fernando Alonso musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Der Ärger hielt sich deshalb in Grenzen.

"Ich war neben der Strecke und habe mir dadurch einen Vorteil verschafft. Wenn da eine Mauer gestanden wäre, hätte ich nie so spät gebremst und wäre auch nicht an Antonio vorbeigekommen. Ein paar Runden später war es umgekehrt", lautete die Analyse des Doppel-Champions.

Alonso wollte allerdings nicht verstehen, warum die Sportkommissare bei Räikkönen ein Auge zugedrückt haben. "Kimi war auch neben der Strecke. So wie Sainz im Zweikampf mit Norris in der ersten Runde. Bei Sainz ist auch nichts passiert, obwohl er neben der Strecke war und dadurch wieder vor Norris gelandet ist. Ich verstehe nicht, warum man da Unterschiede macht. Es ist wie bei Handspiel im Strafraum. Da gibt es Elfmeter, egal wo im Strafraum es passiert."

Der Unterschied lag laut Rennleitung darin, dass Räikkönen und Sainz von ihren Gegnern neben die Strecke gedrängt wurden. "In so einem Fall muss der Fahrer auch die Position nicht mehr hergeben", erklärte Alfa-Romeo-Sportdirektor Beat Zehnder.

Alonso will das nicht wahrhaben: "Bei einem Zweikampf ist immer einer dazu gezwungen eine weite Linie zu fahren. Wenn du außen bist kannst du dich entscheiden, ob du nachgibst oder weiter auf dem Gas bleibst. Kimi ist auf dem Gas geblieben und hat sich abseits der Strecke damit einen Vorteil verschafft."

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