Alonso beruhigt McLaren-Fans

Keine Panik vor Saisonstart

Fernando Alonso - McLaren - F1-Test - 2018 Foto: sutton-images.com 161 Bilder

Zwei Testtage in der zweiten Woche sind vorbei. Kein Team hat weniger Kilometer abgestrampelt als McLaren. Trotzdem beschwichtigt Star-Lenker Fernando Alonso. „Von mir aus kann der Saisonstart morgen kommen.“

McLaren rutscht bei den Wintertests von einer Panne in die nächste. Radverlust, lockerer Auspuff, defekte Batterie, Hydraulikleck, Ölverlust: Kein Team hat so eine befleckte Weste wie der Traditionsrennstall aus dem englischen Woking. Kein Team hat in der zweiten Testwoche so wenige Runden geschafft. Stoffel Vandoorne drehte am Dienstag 38 Bahnen. Fernando Alonso einen Tag später 57. Zusammengerechnet sind das 95 Stück. Oder 442 Kilometer.

Ein Nasenwasser im Vergleich zu den drei Top-Teams. Mercedes spulte in der zweiten Testwoche auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya bislang 352 Runden ab. Red Bull 295. Ferrari 286. Trotzdem lässt sich Fernando Alonso zu der Aussage hinreißen: „Wenn morgen der Saisonstart wäre, wären wir bereit.“

Fernando Alonso - McLaren - F1-Test - Barcelona - Tag 5 - 6. März 2018 Baustelle McLaren Fünf Defekte in sechs Tagen

Alonso lächelt, bevor er seine Medienrunde beginnt. Man muss mit solchen Beobachtungen immer ein bisschen vorsichtig sein. Aber die Journalisten sind sich einig. Es wirkt ein bisschen gequält. Oder anders: Alonso macht gute Miene zum bösen Spiel. Er stellt sich schützend vor sein Team, statt anzuklagen. Seine Vorgesetzten werden es ihm danken. „Natürlich hatten wir geplant, heute mehr Runden zu schaffen“, sagt der Doppelweltmeister. „Aber Defekte treten bei Testfahrten nun mal auf. Das war früher so und es ist heute so. Nur mit dem Unterschied, dass viel mehr darüber berichtet wird, weil viel mehr Journalisten da sind. Jede rote Flagge löst gleich Hysterie aus.“

6:37 Stunden Standzeit für McLaren-Renault

Laut Alonso habe der McLaren MCL33 keine gravierenden Probleme. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen habe man bereits. Trotz mauer Rundenausbeute. „Wir haben gestern verschiedene Kleinigkeiten gefunden. Wir haben heute trotz weniger Runden etwas entdeckt. Besser, die Pannen treten hier auf, als in der zehnten Rennrunde in Melbourne.“

Seine schnellste Runde auf den Hypersoftreifen bringt dem Routinier die sechste Position im Tagesklassement. McLaren konzentrierte sich in der Früh darauf, mehrere kurze Runs zu bestreiten. Um kurz nach 11 Uhr strandete der Papaya-gelbe Rennwagen mit den blauen Akzenten wegen eines Öllecks in Kurve sieben. McLaren wechselte den Motor. Sechs Stunden und 37 Minuten stand der MCL33 deshalb in der Garage. Eigentlich dauert ein Motorentausch maximal drei Stunden. Niemand weiß, was McLaren ansonsten getrieben hat. Erst 12 Minuten vor Ende steuerte Alonso sein Auto wieder auf die Piste.

Die verlorene Zeit stört den Spanier nicht. Alonso führt seine Gelassenheit auf die Strecke und die Verhältnisse zurück. „Alles, was du hier über das Setup lernst, kannst du in Melbourne sowieso nicht verwenden. Und auch nicht im Rennen hier. Weil dann die Temperaturen bei 30 Grad liegen werden.“ Am Mittwoch lagen sie in der Spitze bei 16 Grad. Das Asphaltband erwärmte sich auf über 30 Grad.

Den Renault-Motor im Heck lobt Alonso. „Die Fahrbarkeit ist sehr gut. Ich habe das besonders im Nassen letzte Woche gemerkt. Aus jeder Kurve entfaltet sich die Kraft schön gleichmäßig bei der Beschleunigung. Zur Leistung kann ich wenig sagen. Ich weiß nicht, welche Powerstufen die anderen Fahrer abrufen. Ich weiß nicht mal selbst, welche Motoreneinstellungen ich fahre. Was ich weiß, ist, dass dieser Motor im letzten Jahr Rennen gewonnen hat. Und dass er für dieses Jahr überarbeitet wurde.“ Alonso spielt den Optimisten. McLaren braucht es, während es bei den Testfahrten einmal mehr kriselt.

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