Alonso bleibt zuversichtlich

"Wir können noch gewinnen"

Fernando Alonso GP Kanada 2013 Foto: Ferrari 64 Bilder

Es waren die schlechtesten Bedingungen, die sich Ferrari wünschen konnte. Nass und kalt. Da landete Fernando Alonso nur auf Rang sechs und Felipe Massa im Reifenstapel. Alonso glaubt trotzdem, dass er den GP Kanada noch gewinnen kann.

Ferrari fürchtet Kälte. Und Regen. Bei Regen und Kälte ist das rote Auto auf eine Runde um eine Sekunde zu langsam. "Das haben wir schon in Melbourne und in Monte Carlo gesehen", bedauerte Fernando Alonso. Teamchef Stefano Domenicali stöhnte nach dem Abschlusstraining zum GP Kanada: "Schlechtere Bedingungen hätten wir uns nicht vorstellen können."

Ferrari bezahlte bitter dafür. Felipe Massa wird nach einem Unfall im Q2 von Platz 16 starten, Alonso nur von Rang 6. Alonso tröstete sich: "Lotus hat das gleiche Problem wie wir. Es liegt wohl in der Philosophie des Autos. Wir bringen mit unserem Auto nicht schnell genug Hitze in die Reifen. Dafür haben wir dann im Rennen weniger Schwierigkeiten, mit den Reifen zu haushalten."

Ferrari-Sieg ist möglich

Es war eines dieser Trainings, bei denen man viel falsch und wenig richtig machen konnte. Alonso übte Selbstkritik: "In Q3 waren die Bedingungen am besten, als ich an den Boxen zum Reifenwechsel stand. Die meisten sind zwei plus zwei Runden gefahren. Wir haben im ersten Versuch nur eine Runde gedreht und waren deshalb früher beim Reifenwechsel. Beim zweiten Versuch waren die Bedingungen schlechter. Außerdem habe ich mich in Kurve 10 verbremst."

Sebastian Vettels Herausforderer sieht für das Rennen trotzdem eine Chance, auch wenn sein großer WM-Gegner fünf Positionen vor ihm startet. "Wenn das Auto im Rennen läuft, können wir auch vom sechsten Startplatz gewinnen. Aus unserer Ausgangslage ist alles möglich. Wichtig ist vor den direkten WM-Konkurrenten zu landen. Kimi ist nur auf Rang 9. Bei Sebastian wird das etwas schwieriger." Erinnerungen an Barcelona werden wach. Da startete Alonso von Platz 5.

Die Dauerläufe am Freitag geben Alonso Recht. Nach Mercedes-Berechnungen lag der Ferrari-Pilot in den Rennsimulationen klar vor den Red Bull und Mercedes. An einen großen Taktikpoker glaubt Alonso nicht. Obwohl alle mit sechs frischen Satz Reifen auf einer grünen Strecke starten, die sich im Rennen durch den Gummiabrieb stark verändern wird. "Die Bedingungen werden keinem besonders entgegen kommen. Du brauchst einfach einen guten Rennspeed."

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