Fernando Alonso - McLaren-Honda - GP Mexiko - Formel 1 - Donnerstag - 26.10.2017 xpb
Fernando Alonso - GP Deutschland 2018
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Alonso fährt die 24 Stunden von Daytona

„Ich will der beste Rennfahrer der Welt sein“

Die Gerüchte kursierten schon etwas länger. Inzwischen ist es verkündet. Fernando Alonso fährt im Januar 2018 die 24 Stunden von Daytona. Es wird sein erster Einsatz in einem Sportwagen-Prototyp. Und die Vorbereitung auf Le Mans.

Fernando Alonso geht der Formel 1 wieder fremd. Dieses Mal lässt der Spanier aber kein Rennen aus, wie es noch in seinem Gastspiel beim Indy 500 der Fall war. Das Rennen in Monaco hatte im Mai am selben Wochenende wie die Hatz durch das Oval stattgefunden.

2018 liegen Alonsos Prioritäten auf der Formel 1. Er hofft, endlich mit McLaren im Vorderfeld mitzumischen. „Hoffentlich kämpfen wir 2018 in Mexiko um das Podest. Und nicht wie in diesem Jahr gegen die Strafen.“ Alonso und Teamkollege Stoffel Vandoorne bekommen für das diesjährige Rennen im Autodromo Hermanos Rodriguez wieder frische Motoren. Sie rücken deshalb weit nach hinten. Vermutlich in die letzte Reihe, sollten nicht noch andere Fahrer dramatische Strafversetzungen aufgebrummt bekommen.

McLaren-Honda - GP Mexiko - Formel 1 - Donnerstag - 26.10.2017
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Schon vor den Wintertests 2018 fährt Alonso in einer anderen Rennserie. Der spanische Doppelweltmeister bestreitet in einem Ligier JS P217 das 24-Stunden-Rennen auf dem Daytona International Speedway in Florida. Zusammen mit McLaren-Junior Lando Norris und Phil Hanson.

Der nordamerikanische Klassiker bildet den Saisonauftakt für die amerikanische Sportwagen-Serie IMSA. Alonso erweitert nach dem Indy 500 seinen Horizont. „Motorsport ist mehr als nur Formel 1“, erklärt Alonso seine Beweggründe.

Alonso will in Daytona siegen

Der Ligier JS P217 ist ein Sportwagen-Prototyp nach den LMP2-Regularien, die in Le Mans gelten. Auch mit den Regeln der IMSA geht das Auto konform. Alonso steigt Anfang Januar erstmals in einen Sportwagen-Prototypen. Dann steigen die Testfahrten. „Ich fahre vorher noch im Simulator“, sagt der 36-Jährige aus Asturien, der bislang 288 Formel 1-Rennen bestritten hat. „Bei den Tests lerne ich dann, wie es ist, das Auto bei Tag und in der Nacht zu fahren. Wie ich mich im Verkehr verhalten muss. Wie die Boxenstopps und Fahrerwechsel ablaufen.“

Alonso steckt sich hohe Ziele. „Natürlich ist der Sieg in unserem Kopf. Wir wollen gewinnen.“ Man muss aber vielmehr das große Bild betrachten. Alonso weiß, dass er an die sieben WM-Titel eines Michael Schumachers nicht mehr herankommt. Auch nicht an die fünf Triumphe eines Juan Manuel Fangio. Wahrscheinlich auch nicht an die vier WM-Siege eines Alain Prost oder Sebastian Vettel und bald eines Lewis Hamilton.

Deshalb widmet sich Alonso neuen Feldern. Wie dem Indy 500. Und in Zukunft Le Mans. Er will es Graham Hill gleichtun und die Triple Crown des Motorsports gewinnen: Formel 1-WM, Indy 500-Sieg und der große Pokal beim 24h-Rennen von Le Mans. Alonso macht keinen Hehl daraus. „Ich will der beste Rennfahrer der Welt sein. Dafür muss ich mich dem Wettbewerb in anderen Rennserien und in anderen Autos stellen.” Insofern sind die 24 Stunden von Daytona wie eine Art Vorbereitungsrennen auf Le Mans. Auch dort muss er eines Tages bei Tag und Nacht fahren, sich durch den Verkehr wurschteln, sich mit anderen Fahrern abwechseln und längere Stints abspulen.

Kommt McLaren selbst nach Le Mans?

Das Umfeld bei McLaren ermöglicht dem spanischen Doppelweltmeister die Ausflüge in andere Serien. “Seit acht oder neun Jahren versuche ich, Neues zu erleben. Zak war der erste, der verstanden hat, dass Motorsport größer ist als die Formel 1.„ Gemeint ist McLaren-Boss Zak Brown. Vielleicht ergibt sich für die Zukunft sogar eine Chance, gemeinsam mit McLaren nach Le Mans zu gehen. Der Rennstall evaluiert ein Programm in der Sportwagen-WM WEC. Allerdings wartet der englische Rennstall erst einmal ab, bis sich FIA und ACO, der Ausrichter des 24h-Rennens in Le Mans, neu sortiert haben. Nach dem angekündigten Porsche-LMP1-Ausstieg für 2018 vermisst man eine konkrete Struktur für die Zukunft. Es ist unklar, was mit der Topklasse LMP1 passieren wird. Frühestens 2019/2020 könnte McLaren mit einem eigenen Programm starten.

Alonso hegt offenbar sogar noch größere Pläne als einen weiteren Anlauf zum Indy 500 und eines Tages Le Mans zu fahren. “Meine Pläne sind weit größer, als ihr es euch vorstellen könnt.„ Wie wäre es mit Rallyesport? “Ich bin mal mit Carlos Sainz mitgefahren. Ich dachte jede Sekunde, dass wir gegen eine Wand oder gegen einen Baum prallen. Ich bin nicht so verrückt wie Rallyefahrer. Ich bleibe deshalb lieber bei Rundstreckenrennen.„ Und Nascar? “Auch das ist nicht in meinen Plänen.„

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