Alonso gratuliert Vettel

"Die Zahlen sprechen für sich"

Fernando Alonso - Formel 1 - GP Indien - 27. Oktober 2013 Foto: Ferrari 112 Bilder

Fernando Alonso musste sich über seine Nullrunde nicht ärgern. Sebastian Vettel raubte ihm mit seinem zehnten Saisonsieg jede WM-Chance. Alonsos Rennen war bereits nach einer Kurve zu Ende. Der Boxenstopp in der zweiten Runde warf ihn aussichtslos zurück. Es blieb ihm nur noch, Vettel zu gratulieren.

Es war eine Risiko-Strategie. Aber was blieb Ferrari und Fernando Alonso auch anderes übrig? Rückblickend konnte Alonso sagen: "Die Strategie war richtig. Sie hätte aufgehen können. Das hat man an Webbers Rennen und dem fünften Platz von Perez gesehen."

Verlust von 30 Punkten Abtrieb

Bei Alonso ging sie nicht auf, weil ihm Mark Webber ausgangs der ersten Kurve die linke Frontflügelendplatte abrasierte. Und weil er sich mit Jenson Button in Kurve 4 ein Rad-an-Radduell lieferte. Mit ernsthaften Konsequenzen. Der beschädigte Frontflügel kostete 30 Punkte Abtrieb. "Wir mussten Fernando nach zwei Runden reinholen. Eine Runde haben wir gecheckt, wie gravierend die Schäden sind", räumte Teamchef Stefano Domenicali ein.

Alonso machte sich mehr Sorgen um die Lenkung: "In Linkskurven war sie ganz leicht, rechts herum ganz hart." Der frühe Boxenstopp und der schlechte Topspeed machten das Rennen des Spaniers kaputt. Im Finale kämpfte er gegen Daniel Ricciardo auf verlorenem Posten. Mit 315,4 km/h war er trotz DRS nur 0,2 km/h schneller als der ToroRosso. So kommt man auch auf einer 1085 Meter langen Geraden nicht vorbei. "Mein Rennen war mit den beiden Kollisionen beendet. Wir hatten heute nur in den Kurven ein schnelles Auto. Den Preis dafür haben wir auf der Geraden bezahlt."

Alonso will Vettels Leistung nicht schmälern

Alonso blieb nichts anderes übrig, als die Saison zu resümieren. "Wir waren nur zu Saisonbeginn konkurrenzfähig. Trotzdem haben wir das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Ich habe mir nichts vorzuwerfen." Man merkte, wie es innerlich in dem ehrgeizigen Spanier arbeitete. Soeben hatte sein größter Gegner zum vierten Mal hintereinander den WM-Titel gewonnen. Und er ist wieder nur zweiter Sieger.

Auf die Frage, ob er in einem gleichwertigen Auto Vettel schlagen könne, gab Alonso keine eindeutige Antwort: "Das wäre pure Spekulation. Ich will heute nicht spekulieren. Es ist Vettels Tag, und ich will seine Leistung nicht schmälern." Alonso erkennt an, dass man auch im besten Auto seine Leistung bringen muss. "Die Zahlen sprechen für sich. Sebastian Vettel ist vier Mal Weltmeister geworden, er wird in diesem Jahr vielleicht 13 Rennen gewinnen. Also muss er seinen Job perfekt gemacht haben. Es liegt allein an uns, ihm die Aufgabe so schwer wie möglich zu machen."

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