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Alonso hält Podium für möglich

"Müssen nur Mercedes schlagen"

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP USA - 15. November 2013 Foto: xpb 69 Bilder

Drei Trainingssitzungen lang sah Ferrari aus wie ein Mittelfeld-Team. Felipe Massa bestätigte mit der 15. Zeit den schlechten Eindruck. Fernando Alonso dagegen fand den magischen Schlüssel und fuhr seinen Ferrari auf Startplatz 6. Es wird ein heißes Rennen gegen Mercedes um den Vize-Titel im Konstrukteurspokal.

Mercedes gegen Ferrari. 334 gegen 323 Punkte. Es geht um Platz 2 im Konstrukteurs-Pokal. Oder um 80 oder 72 Millionen Dollar aus Bernie Ecclestones TV- und Startgeldkuchen. In der Startaufstellung sind die beiden Kontrahenten zusammengeschweißt. Lewis Hamilton und Fernando Alonso auf den Plätzen 5 und 6 vorne, Nico Rosberg und Felipe Massa abgeschlagen im Mittelfeld auf den Positionen 14 und 15.

"Wir sind nah an Mercedes dran. Also können wir sie im Rennen auch schlagen", freut sich Alonso. Er kalkuliert mit ein, dass die roten Autos im Renntrim meistens besser unterwegs sind als bei der einen Runde im Training. "Wir brauchen immer ein paar Runden, bis Temperatur in die Reifen kommt. Dann geht es besser für uns."
 
Komisch: Über Lotus verlor Alonso kein Wort. Die haben mit 26 Zählern Rückstand aber auch noch eine Chance, und Romain Grosjean bewies als Dritter, dass Lotus derzeit die zweite Kraft hinter Red Bull ist.

Platz 5 um 0,031 Sekunden verpasst

Nach dem dritten Training hätte Alonso noch keinen Cent auf Ferrari verwettet. Gemessen an den enttäuschenden Trainingszeiten musste er froh sein, überhaupt ins Q3 zu kommen. Doch dann die überraschende Wende. Alonso stieg mit der drittschnellsten Runde ins Top Ten-Finale auf. Und verpasste dort Platz 5 gegen Hamilton um 0,031 Sekunden.
 
Über diesen Wimpernschlag könnte er sich noch ärgern. "Hier bieten die beiden Linien auf der Zielgeraden unterschiedlich Grip. Deshalb haben wir uns vor einem Jahr für den strategischen Startplatztausch mit Felipe entschieden. Der Start und die erste Kurve können alles entscheiden." Trotzdem geht der Spanier optimistisch in das Rennen: "Ein Podium liegt in Reichweite. Wir hatten schon aussichtslosere Ausgangspositionen."

Massa findet keinen Grip

Für Felipe Massa änderte sich zwischen den freien Trainingssitzungen und der Qualifikation nichts. "Kein Grip, weder in langsamen, noch in schnellen Kurven. Egal, ob es kalt oder warm war. Egal welches Setup. Ich bin nicht anders unterwegs als Fernando. In die Reifen kommt einfach keine Temperatur. Dabei haben wir alles mit der Abstimmung probiert."

Es ist eine glückliche Fügung, dass der zweite Mercedes mit Rosberg nur einen Platz vor ihm steht. Massa kann im Rennen den Spieß also noch umdrehen. Vielleicht lagen seine Probleme am böigen Wind, der einigen Fahrer einen Streich spielte.
 
Alonso bestätigte: "Der Wind war sehr stark. Du musstest antizipieren, wo er gerade herkam, um dein Auto optimal vor den Kurven zu positionieren." Trotz der Schadensbegrenzung macht dem WM-Zweiten ein Umstand Sorgen. "Unser Auto verliert immer mehr Speed, und wir wissen nicht warum. Red Bull ist jetzt schon eine Sekunde schneller als wir."

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