Alonso testet IndyCar

Rundkurs-Premiere in Alabama

Fernando Alonso - IndyCar-Test 2018 - Barber Motorsports Park Foto: Indy Car / Chris Owens 17 Bilder

Im Barber Motorsports Park hat Fernando Alonso seinen ersten Testtag mit einem IndyCar-Renner auf einer normalen Rundstrecke absolviert. Ob der Spanier 2019 ganz in die US-Serie wechseln wird, konnte aber noch niemand bestätigen.

Der Countdown tickt langsam runter. Nur noch sieben Rennen wird Fernando Alonso für McLaren in der Formel 1 an den Start gehen, dann kehrt der Doppelweltmeister der Königsklasse den Rücken. Der 37-Jährige macht kein Geheimnis daraus, dass er die nächste Herausforderung im Gewinn der sogenannten „Triple Crown“ sieht. Nach diversen Siegen beim Monaco-Grand-Prix und dem Erfolg beim 24h-Rennen in Le Mans fehlt dazu nun nur noch die Indy500-Krone.

Einen ersten Anlauf wagte Alonso bereits im Jahr 2017. Doch in aussichtsreicher Position ging kurz vor Schluss der Motor hoch. 2019 will es der McLaren-Pilot noch einmal probieren. Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern, dass Alonso dann nicht nur den Saisonhöhepunkt in Indianapolis, sondern die ganze IndyCar-Saison über 17 Rennen absolvieren wird.

US-Legende Mario Andretti ist überzeugt, dass Alonso 2019 die IndyCar-Szene bereichern würde: „IndyCar ist seine einzige Option. Es wäre ein Mega-Boost für die Serie, und es wäre auch gut für ihn. Fernando ist nur ein Rennen hier gefahren, aber er war immens populär.“

Alonso testet neuen IndyCar-Renner

Am Mittwoch (5.9.2018) machte Alonso im Barber Motorsports Park (Alabama) einen weiteren Schritt zum IndyCar-Dauerpiloten. Der Asturier testete einen von Andretti Autosport eingesetzten Indycar-Dallara. Nach dem Oval-Ausflug 2017 waren es die ersten Proberunden auf einer normalen Rennstrecke. Und es waren die ersten Kilometer mit der aktuellen IndyCar-Rennwagengeneration, die seit diesem Jahr zum Einsatz kommt.

Fernando Alonso - IndyCar-Test - 2018 Foto: IndyCar
Fernando Alonso fühlt sich offenbar wohl im IndyCar-Renner.

„Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Alonso nach der ausgiebigen Probefahrt. „Ich liebe es immer, neue Autos zu testen. Ein IndyCar auf einer permanenten Rennstrecke auszuprobieren war eine ganz besondere Erfahrung. Ich hatte zudem das Glück, dass es heute trockene, halbtrockene und nasse Verhältnisse gab. So konnte ich ein gutes Gefühl bei unterschiedlichen Streckenbedingungen bekommen.“

Die Frage, ob ihm die Fahrt auf einer normalen Rundstrecke besser gefallen hat als die Fahrt im Oval, konnte Alonso aber noch nicht entgültig beantworten: „Normalerweise würde ich sagen, dass mir normale Rennstrecken mehr zusagen, weil ich das mein ganzes Leben gemacht habe. Aber das Indy-500-Rennen war auch eine tolle Erfahrung. Also würde ich sagen 50/50. Mir gefällt, wie sich das Auto auf einer normalen Rennstrecke anfühlt, aber ich liebe auch den Action-Faktor eines Ovalrennens wie dem Indy 500, mit Windschatten-Schlachten, Verkehr und vielen Überholmanövern.“

Nach Aussage von Alonso habe es schon im vergangenen Jahr das Angebot gegeben, einen IndyCar-Renner auf einer normalen Rennstrecke zu testen. „Aber da haben wir nicht die Zeit gefunden. Dieses Jahr hat es nun endlich geklappt, was mich sehr freut. Ich liebe es einfach hinterm Steuer zu sitzen, ein neues Auto auszuprobieren, viel vom Team und den Ingenieuren zu lernen. Deshalb war es ein sehr schöner Tag für mich.“

Andretti-Auto mit Chevy-Motor?

Jetzt muss nur noch geklärt werden, bei welchem Team Alonso 2019 unterkommt. Die offensichtlichste Lösung wäre der Andretti Autosport Rennstall, der gute Verbindungen zu McLaren besitzt. Hier hatte Alonso auch sein Indy500-Debüt gefeiert. Das Problem liegt allerdings in der Verbindung von Andretti mit Honda

Weil Alonso parallel für den Honda-Rivalen Toyota in der WEC antritt, kommt Andretti als Team eigentlich nicht in Frage. Selbst jetzt beim Testtag im Barber Motorsport-Park mussten alle Sponsoren-Aufkleber inklusive des Honda-Logos von dem Auto entfernt werden, im dem zuletzt Andretti-Stammpilot Alexander Rossi unterwegs war.

Viele Alternativen zu Andretti gibt es nicht. Das Top-Team von Roger Penske hat bereits erklärt, dass man 2019 keinen Platz für Alonso habe. Eine Lösung könnte nach letzten Gerüchten so aussehen, dass sich Andretti in der Fabrik des Harding-Teams einmietet und das Auto mit Chevy-Motoren vorbereitet. Teamkollege in dem neuformierten Satelliten-Team könnte Marco Andretti werden.

In der Galerie zeigen wir Ihnen einige Bilder von Alonsos IndyCar-Test im Barber Motorsports Park.

Neuester Kommentar

Für meinen Teil wünsche ich FA viel Erfolg und viel Glück bei IndyCar series.
Und das selbe auch für LH , SV, DR, MV, KR, TH und alle anderen in der F1.
Den hier wild herumpöbelnden Kommentatoren wünsche ich, dass sie mal ins Freie gehen, den Schädeldeckel öffnen und viel Hirn reinregnen lassen.

Auto_MG 10. September 2018, 19:27 Uhr
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