Alonso glaubt nicht an Überraschung

Topteams auch in Monaco Favorit

Fernando Alonso - McLaren - GP Monaco - Formel 1 - Mittwoch - 23.5.2018 Foto: xpb 96 Bilder

Früher lieferte Monte Carlo noch Überraschungssieger. Die Zeiten ist vorbei, bedauert Fernando Alonso. Der Sieger wird aus dem Kreis der üblichen Verdächtigen kommen. Teams wie McLaren oder HaasF1 müssen sich mit den Startplätzen 5 bis 10 begnügen.

Früher gab es sie noch, die Überraschungen in der Formel 1. 1955 siegte Ferrari-Pilot Maurice Trintignant gegen die Übermacht der Mercedes und Lancia. Die Favoriten eliminierten sich damals durch Unfälle oder technische Gebrechen. 1972 gewann Jean-Pierre Beltoise eine epische Regenschlacht über zweieinhalb Stunden in einem B.R.M. Keiner hatte auf den hinkenden Franzosen mit seinem steifen rechten Arm gesetzt. Auch die Monaco-Ausgabe 1996 lieferte eine Sensation. Olivier Panis gewann im Ligier ein Rennen, bei dem nur vier Fahrzeuge die Zielflagge sahen.

Selbst heute ist man noch geneigt, an eine Überraschung im Straßen-Roulette von Monte Carlo zu glauben. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Seit der Panis-Sensation gewannen nur noch die Favoriten oder ihre direkten Herausforderer. Fernando Alonso fürchtet, dass auch die 65. Ausgabe des GP Monaco keine Ausnahme bilden wird. „Das Layout der Strecke ist einzigartig. Und der Fahrer kann noch einen Unterschied ausmachen, wenn das Auto gut ausbalanciert ist. Aber für eine Überraschung reicht das nicht mehr. Teams aus dem Mittelfeld fahren auch in Monte Carlo nicht mehr auf die Pole-Position, und sie gewinnen auch nicht mehr. Das Podium wird unter den sechs Fahrern der drei Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull ausgemacht.“ Auch HaasF1-Pilot Kevin Magnussen bedauert: „Ich erwarte kein anderes Bild als sonst. Wenn ich wie in Barcelona Siebter werde, darf ich mich als Sieger fühlen.“

Ein Platz direkt hinter den Topteams

Viel einfacher, so Alonso, sei es, sich durch einen Fehler um alle Chancen auf ein anständiges Ergebnis zu bringen. Der Spanier erwartet sich für den Häuserkampf das bisher beste Ergebnis für McLaren: „Eine Startplatz zwischen Position 5 und 10. Und beide Autos im Q3.“ Monte Carlo hat McLaren auch in den schlechten Jahren immer gut gelegen. Die B-Version des MCL33 ist ein Fortschritt. Die Ingenieure haben die guten Seiten und die Schwachpunkte identifiziert. „Wir haben auch einige Modifikationen im Gepäck, um einige der Schwachstellen auszuradieren. Weitere Korrekturen werden folgen.“ Teamkollege Stoffel Vandoorne ist ebenfalls zuversichtlich: „Ich hoffe, dass wir uns direkt hinter den drei Topteams qualifizieren und im Rennen zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sind.“

Red Bull - GP Monaco 2017 Vorschau GP Monaco 2018 Red Bull in der Favoritenrolle

Für Valtteri Bottas sollte wenigstens ein Platz auf dem Podium herausspringen. „Wir haben aus unseren Fehlern im Vorjahr gelernt. Da haben wir die Vorderreifen nicht schnell genug in ihr Fenster gebracht. Erst im letzten Versuch ging der Knoten auf. Ich habe die Pole-Position nur um fünf Hundertstel verfehlt. In Monte Carlo brauchst du eine gute Balance. Die gibt dir das Vertrauen, das du brauchst, um ans Limit zu gehen.“

Monte Carlo ist für Bottas wie für viele seiner Kollegen ein Heimrennen. „Ich wohne jetzt seit fünf Jahren hier und kenne jeden Zentimeter auf der Strecke. Ich bin sie schon abgelaufen, mit dem Rad abgestrampelt, mit dem normalen Auto abgefahren. Formel 1-Autos sind für diesen Kurs eigentlich nicht gebaut. Umso mehr ist es eine Belohnung, wenn du hier eine schnelle Runde fährst.“ Es sind die Details, die den Unterschied ausmachen. Beim Setup, bei der Vorbereitung, der Streckenkenntnis, erzählt Bottas. „Es gibt hier alle Arten von Asphalt. Neue Passagen, ein Jahr alte, drei Jahre alte und uralte. Überall ist der Grip anders, und du musst dich drauf einstellen.“

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