Alonso lässt sich nicht blenden

"August-Pläne klingen immer gut"

Fernando Alonso - GP Deutschland 2014 Foto: xpb 84 Bilder

Fernando Alonso ist ein Mann klarer Worte. Der siebte Startplatz wird weder schöngeredet noch beklagt. "Das ist unser derzeitiges Niveau", stellt der Spanier nüchtern fest. Ferraris Pläne für die Zukunft haben ihn offenbar auch nicht aus dem Sessel gerissen: "Ich habe schon so viele Pläne gehört."

Fernando Alonso wird den GP Deutschland vom siebten Startplatz aus in Angriff nehmen. Kimi Räikkönen startet von Position 12. Siegchancen gleich null. Bitter für Ferrari, die 2010 und 2012 in Hockenheim als Sieger vom Platz gegangen sind. "Der siebte Platz entspricht unserem Niveau" stellte Alonso ohne Mitleid fest.

Den Spanier treibt auch nicht die Hoffnung um, dass sich das im Verlauf des Jahres verbessern wird. "Ich sehe nicht, was sich da groß ändern soll. Wir müssen von Strecke zu Strecke, von Bedingung zu Bedingung das Maximum aus dem herausholen, was wir haben."

Die Hitze in Hockenheim ist nicht hilfreich. Ferrari muss deshalb die Heckverkleidung weiter vorne öffnen. Damit geht Abtrieb im Heck verloren. "Wir haben generell zu hohe Reifentemperaturen hinten. Damit leiden im Rennen die Hinterreifen. Je heißer es ist, umso schlimmer. In der Qualifikation können wir das durch den Grip der frischen Reifen überspielen." Einzige Hoffnung: "Manchmal liefern die Rennen eine positive Überraschung. So wie in Österreich. Da haben wir nicht mit Platz 5 gerechnet."

Alonso lässt sich nicht von Ankündigungen blenden

Mercedes und Williams sind für Ferrari zu schnell. "Wir werden wohl mit Red Bull, Force India und McLaren kämpfen. Die sind schlagbar. Trotzdem werde ich mich auch nach hinten orientieren müssen. Button kann die Reifen frei wählen, was ein Vorteil sein kann. Und früher oder später wird uns Hamilton eingeholt haben."

Vergangene Woche wurden Alonso und Räikkönen nach Maranello gebeten. Die neue Teamleitung präsentierte ihren Fahrern die Pläne für die Zukunft. Alonso lässt sich nicht so einfach blenden. "Ich bin seit 14 Jahren in der Formel 1 und habe schon viele Pläne gehört. Im August ist jedes Team sehr stark, im November noch besser und im Januar überragend. Bevor man im Februar auf den Boden der Tatsachen gestellt wird."

Alonso lobt in dem Zusammenhang Mercedes: "Sie haben gezeigt, dass man auch in der neuen Formel 1-Ära ein schnelles Auto bauen kann. Wir haben unseren Job nicht gut genug gemacht. Dafür haben wir jetzt viel Spielraum zur Verbesserung. Ich erwarte über den Winter generell sehr große Schritte. Größere als in den Jahren zuvor."

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