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Alonso lobt sich selbst vor GP Aserbaidschan 2017

Der beste Alonso jemals

Fernando Alonso hat 2017 noch keinen WM-Punkt gesammelt. Das nagt kein bisschen am Selbstvertrauen des Doppelweltmeisters, der den eigenen Worten nach fahrerisch auf dem Mount Everest gipfelt.

Manche nennen es Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Andere werden es als Arroganz auslegen. Fernando Alonso hat in diesem Jahr noch keinen WM-Punkt eingefahren. In fünf von sechs Rennen sah der Teilnehmer am diesjährigen Indy500 nicht die Zielflagge. Was am gebrechlichen Honda-V6 gelegen hat.

Der Doppelweltmeister von 2005 und 2006, ein Mann der 32 Rennen gewonnen hat und 22 Mal die schnellste Runde in der Qualifikation setzte, hängt auf der Südseite des WM-Tableaus herum. „Meiner Motivation schadet das Null“, sagt Alonso und untermauert seine Aussage damit, er sei fahrerisch auf dem besten Level seiner bisherigen Karriere, die 2001 bei Minardi begonnen hatte.

Heutige Alonso besser als der jüngere

„Natürlich ist es frustrierend, wenn wir als Team nicht wettbewerbsfähig sind. Aber ich kann mir nichts vorwerfen. Die neuen Autos sind mir auf den Leib geschneidert. Ich kann die Kurven voll attackieren. Ich habe mich noch nie zu Beginn einer Saison so gut gefühlt. Der Abstand zu meinem Teamkollegen spricht für sich. Stoffel ist eine gute Referenz. Er hat jede Nachwuchskategorie gewonnen, in der er teilgenommen hat.“

Es ist Fakt, dass Alonso seinen Teamkollegen bislang zerlegt. Es ist aber auch Fakt, dass wir Aussagen wie diese in der Vergangenheit schon ein paar Mal vom stolzen Spanier gehört haben. Auch zu Ferrari-Zeiten hatte er davon gesprochen, am fahrerischen Maximum zu arbeiten. Alonso gab zu verstehen, dass das Auto nicht auf der Höhe des Fahrers sei. Ähnlich ist es jetzt bei McLaren-Honda.

Mehr als 15 Jahre GP-Erfahrung haben Alonso laut eigenem Bekunden zu einem kompletten Fahrer getrimmt. Wahrscheinlich dem komplettesten im Feld. „Der Alonso vor zehn oder 15 Jahren war sicher genauso schnell“, vergleicht der Spanier die Vergangenheit und Gegenwart. „Aber im Lauf der Zeit eignest du dir so viele Sachen an. Wie du die Reifen optimal für das Qualifying vorbereitest. Wie du sie im Rennen behandelst. Wie du Sprit sparst und trotzdem schnell bist. Wie du deine Starts optimierst. Der junge Alonso hat sicher auch ein paar Fehler mehr gemacht. Heute kommen die Fahrer viel besser vorbereitet in die Formel 1. Mit all den Jugendakademien, die Red Bull, Mercedes und Co. betreiben. Es gibt im Team 600 Leute, die dir sagen, wie du fahren musst. Und im Simulator kannst du trainieren.“

„Scheidungen sind nie gut“

Nach dem Eigenlob keilt Alonso gegen Honda aus. Die Japaner bringen für den GP Aserbaidschan ein überarbeitetes Motoren-Paket, das mehr PS verspricht. Es ist zwischen 12 bis 30 PS Mehrleistung die Rede. Alonso erwartet kein großes Wunder. „Wir verlieren hier auf den Geraden zusammengerechnet drei Sekunden. Wenn es nur 2,8 Sekunden werden, ändert sich trotzdem nichts.“ Der neue Motor wird die McLaren-Piloten Alonso und Vandoorne gleichzeitig nach hinten in die Startaufstellung stufen. Beide haben schon jeweils fünf Turbolader und MGU-H im Pool. „Es wird mal wieder ein schweres Wochenende.“

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Einen Ehebruch zwischen Honda und McLaren treibt Alonso öffentlich nicht voran. „Scheidungen sind nie eine gute Sache.“ Dennoch klagt er an: „Wir wissen anhand der GPS-Daten, wie gut unser Chassis ist. In den Kurven sind wir konkurrenzfähig.“ Alonso sagt aber auch: „Es ist unmöglich zu sagen, wo wir uns mit unserem Paket und einem Mercedes-Motor einreihen würden.“

Der Indy-Ausflug scheint Alonso zu mehr Fannähe bewegt zu haben. Nach dem neuerlichen Ausfall in Kanada hatte sich Alonso zu den Zuschauern auf die Tribüne gesellt. Eine spontane Aktion. „Man kann sich ja nicht aussuchen, wann und wo der Motor hochgeht“, juxt der 35-Jährige aus Oviedo. „Wenn es zur Rennmitte passiert, schaue ich ein paar Runden an der Rennstrecke zu. So wollte ich den Fans meine Handschuhe schenken. Aber ich war zu weit weg, um sie auf die Tribüne zu werfen. Also bin ich spontan zu ihnen gegangen. Das war schon ein verrückter Moment da inmitten der Fans.“

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