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Alonso lobt sich und Ricciardo

"Mein bestes Saisonrennen"

Fernando Alonso ist mit dem fünften Platz beim GP Deutschland zufrieden. Er widerspricht Kritikern, die bei klügerer Taktik sogar Platz 4 vor Sebastian Vettel für möglich hielten. Stattdessen sagt der Spanier: "Das war mein bestes Rennen in diesem Jahr. Weil es hochkomplex war."

Bei Ferrari ist man bescheiden geworden. Platz 5 gilt als gutes Resultat. Das überstrahlt sogar die Tatsache, dass man von Williams auf Platz 4 in der Konstrukteurs-WM verdrängt wurde. Mercedes und Williams waren für Ferrari in Hockenheim unerreichbar.

"Seit Kanada ist Williams besser als wir", grummelte Fernando Alonso. Aber wenigstens kämpfte man mit Red Bull auf Augenhöhe. Fernando Alonso und Sebastian Vettel setzten ihr Duell von Silverstone fort. Ausgang: Unentschieden.

Alonso mit heißem Duell gegen Ricciardo

Alonso wurde im Finale auf eine andere Strategie disponiert. Ursprünglich spekulierte Ferrari mit einem Zweistopprennen. "Bei Halbzeit haben wir gemerkt, dass es mit zwei Stopps schwierig wird", berichtet Alonso.

Ferrari hatte nun zwei Optionen. Entweder ein langer dritter Stint mit den härteren Reifen und ein furioses Finale auf den Supersoft-Gummis. Oder den Supersoft-Reifen in den dritten Stint packen und dafür am Ende dann mit der harten Mischung überleben.

Ferrari entschied sich für die erste, Red Bull für die zweite Variante. Mit geteiltem Erfolg. An Daniel Ricciardo kam Alonso noch vorbei. An Vettel nicht mehr. "Ich habe zu viel Zeit hinter Ricciardo verloren."

Mit den letzten Tropfen Sprit ins Ziel

Kritik an Ferraris Taktik wehrt Alonso ab. "Wenn ich die gleiche Strategie wie Vettel gefahren wäre, hätte es auch nur zu Platz 5 gereicht. Das war heute für uns das Maximum." Wegen der Kurzlebigkeit der extraweichen Reifen musste Alonso bis Runde 55 auf der Strecke bleiben, um dann noch 12 Runden voll attackieren zu können. Vettel holte sich 10 Runden früher seinen letzten Reifensatz ab. Und machte in der Zwischenzeit neun Sekunden auf Alonso gut.

Ferrari war froh, dass der Dreher von Adrian Sutil kein Safety-Car provozierte. "Dann hätten wir reinkommen müssen, was 17 Runden auf den Supersoft-Reifen bedeutet hätte." Der lange Abschnitt auf dem dritten Reifensatz hatte noch einen anderen Grund. "Die Wettervorhersage hat Regen im letzten Renndrittel nicht ausgeschlossen. Deshalb wollten wir mit einem langen dritten Stint so flexibel wie möglich bleiben."

Der Spanier war mit seinem Rennen zufrieden. "Es war noch besser als das in Österreich, weil es hochkomplex war. Der gute Start war eine große Hilfe. Ich habe gleich zwei Positionen gewonnen. Danach ging es darum die richtige Balance zwischen Reifenschonen, Spritsparen und Attacke bei den Zweikämpfen zu finden. Hinter Ricciardo habe ich mir gesagt: An dem musst du vorbei. Sprit sparen kannst du danach."

Es wurde am Ende so schlimm, dass Alonso die ganze letzte Runde im achten Gang fuhr. Im Ziel trennten ihn 0,082 Sekunden von Ricciardo. "100 Meter mehr, und Daniel hätte mich überholt." Der Australier bekam von Alonso großes Lob: "Daniel ist toll gefahren. Es war ein sauberer und fairer Kampf. Immer wenn ich an ihm vorbei war, hat er sich sehr clever in meinen Windschatten gehängt."

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Fernando Alonso ist ein Mann klarer Worte.

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