Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP Malaysia - 28. März 2014 xpb
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Alonso schießt scharf

"Komplimente immer von anderen"

Fernando Alonso macht keinen glücklichen Eindruck. Vier Jahre lang hatte er einen Red Bull vor sich. Jetzt zwei Mercedes. Da ist es auch kein großer Trost, wenn ihm andere Komplimente machen. Alonso wundert sich nur, dass sie nie von anderen kommen.

Monte Carlo ist für Ferrari keine gute Spielwiese. Der F14T hat ein Problem mit der Traktion. Doch wer in Monte Carlo schnell sein will, muss auch gut aus den Ecken kommen. Fernando Alonso lässt sich trotzdem nicht beunruhigen. Der Spanier ist Kummer gewöhnt.

"Wir haben mehr Probleme als nur die Traktion. Die ist schon seit Jahren unsere Schwachstelle. Trotzdem haben wir in Monte Carlo immer gute Ergebnisse abgeliefert. Weil hier nicht das letzte Upgrade zählt, das dir vielleicht drei Zehntel bringt, sondern Vertrauen. Wenn du dein Auto perfekt abstimmst und dich wohl fühlst, dann bringt das fünf bis sieben Zehntel. So viel kannst du am Auto gar nicht ändern."

Lobt Ferrari Alonso zu wenig?

Alonso fährt im fünften Jahr für Ferrari. Die Tragik des Spaniers: Immer war ein anderes Auto schneller. Vier Jahre lang ein Red Bull. Jetzt zwei Mercedes. Und die werden auch in Monte Carlo kaum zu schlagen sein, "weil sie nicht nur einen guten Motor haben, sondern auch ein sehr gutes Auto. Das zeigt der Abstand zu den Kundenteams." Alonso wird auch 2014 vergeblich dem WM-Titel hinterherfahren. Das weiß er, und das sorgt für Frust.

Er muss sich mit der allgemeinen Einschätzung trösten, dass er der kompletteste Fahrer im Feld ist. Kürzlich haben selbst die Mercedes-Chefs nach dem Rennen in Barcelona Alonso als besten Fahrer gelobt. Trockener Kommentar des Ex-Champions. "Es ist schön, solche Komplimente zu hören. Komisch, dass sie immer von der Konkurrenz kommen und nie von den Leuten, die dir nahe sind." War das etwa eine Spitze gegen Ferrari?

Noch keine Veränderungen mit neuem Teamchef

Umgekehrt bekommt der neue Rennleiter Marco Mattiacci von Alonso noch kein Lob. Der Spanier will sich mit seinem Urteil Zeit lassen. "Ich spüre noch keine Veränderungen. Die Trainings, die Rennen, die Meetings, die Arbeit in der Fabrik: alles wie früher. Es wäre allerdings zu früh, etwas in dieser Richtung nach nur einem Monat zu erwarten. Er lernt noch und hat noch nicht die Erfahrung."

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