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Alonso fährt Toyota in Le Mans

McLaren erlaubt WEC-F1-Doppelprogramm

Fernando Alonso - Toyota WEC - Test - Bahrain - 2017 Foto: xpb 112 Bilder

Fernando Alonso wird 2018 die WEC-Saison mit Toyota bestreiten – darunter auch das 24h Rennen in Le Mans. McLaren hat dem Spanier offiziell die Freigabe für das Doppelprogramm erteilt.

30.01.2018 Tobias Grüner

Früher war es eine Selbstverständlichkeit, dass Rennfahrer parallel in mehreren unterschiedlichen Serien angetreten sind. Heute ist es eher die Ausnahme, dass die Formel 1-Asse auch außerhalb des Grand Prix-Zirkus antreten. Der letzte prominente F1-Pilot, der einen Gaststart in Le Mans wagte, hieß Nico Hülkenberg. 2015 gewann der Rheinländer den Klassiker direkt im ersten Anlauf.

Fernando Alonso geht nun sogar noch einen Schritt weiter. Nach seinen Auftritten beim Indy500 im Vorjahr und dem 24h-Rennen in Daytona am vergangenen Wochenende wird der Spanier 2018 die komplette WEC-Saison bestreiten. Darunter auch das Rennen um die Uhr in Le Mans. Alonsos Arbeitgeber McLaren hat offiziell bestätigt, dass man sich mit Toyota auf das Doppelprogramm geeinigt hat.

Alonso fährt WEC-Saison – bis auf Fuji

Fernando Alonso - Toyota WEC - Test - Bahrain - 2017 Foto: xpb
Bei den Testfahrten in Bahrain im November 2017 hat Alonso bereits erste Erfahrung im LMP1-Renner von Toyota gesammelt.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Ausgerechnet beim Heimspiel der Japaner in Fuji kann Alonso nicht teilnehmen. Das 6h-Rennen kollidiert mit dem Grand Prix der USA in Austin. Hier hat die Formel 1 Priorität. Weil die anstehende WEC-Saison bis 2019 reicht, ist außerdem noch unklar, wie es mit einer Teilnahme an den Rennen nach dem Jahreswechsel aussieht.

„Es ist kein Geheimnis, dass Alonso das 24h-Rennen in Le Mans fahren wollte“, erklärte McLaren-Boss Zak Brown bei der Bekanntgabe des WEC-Programms. „Jeder hier in unserer Organisation weiß , dass er ein motivierter, hungriger und glücklicher Weltklasse-Pilot wie Fernando für jedes F1-Team wertvoll ist.“

„Letztes Jahr hatten wir entschieden, dass Fernando am Indy 500 statt dem Monaco Grand Prix teilnimmt. Aber wir haben auch gesagt, dass jeder dieser Einsätze von Fall zu Fall entschieden wird. Wir wissen beide, dass der Erfolg in der Formel 1 2018 oberste Priorität besitzt. Wir müssen sicher sein, dass uns nichts von diesem Ziel ablenkt. Nach gründlicher Analyse können wir feststellen, dass das bei diesem Programm nicht der Fall ist und die Interessen von McLaren nicht beeinträchtigt sind.“

Erste Toyota-Tests in Bahrain

Fernando Alonso - Toyota WEC - Test - Bahrain - 2017 Foto: xpb
Beim WEC-Saisonstart in Spa-Francorchamps gibt Alonso sein Toyota-Debüt.

Alonso weiß gut, worauf er sich einlässt. Nach dem WEC-Saisonfinale 2017 in Bahrain hatte der Spanier schon die ersten Proberunden im Toyota TS050 LMP1-Renner absolviert. Die Ingenieure zeigten sich vom Speed des zweifachen Weltmeisters beeindruckt. Und das Beispiel Nico Hülkenberg zeigt, dass ein Le Mans-Sieg nicht unmöglich ist – vor allem, da nun die deutsche Konkurrenz das Feld geräumt hat.

„Ich habe immer klar gesagt, dass es mein Ziel ist, die “Triple Crown„ des Motorsports zu gewinnen – also beim Grand Prix von Monaco, dem Indy 500 und dem 24h-Rennen in Le Mans zu siegen“, erklärte Alonso. „Wir haben es mit Indy letztes Jahr probiert und sind knapp gescheitert. Dank McLaren habe ich dieses Jahr die Chance auf den Sieg in Le Mans.“

„Das ist eine große Herausforderung, bei der viel schiefgehen kann. Aber ich bin bereit und freue mich auf den Kampf. Das Abkommen zum Start in der WEC wurde erst durch mein gutes Verhältnis mit McLaren möglich. Ich bin sehr glücklich darüber, dass sie mir zugehört und verstanden haben, was mir das bedeutet.“

Toyota hat bereits bekanntgegeben, dass sich Alonso das Auto mit der Startnummer 8 mit dem Schweizer Sebastien Buemi und dem Japaner Kazuki Nakajima teilen wird. Dafür wird Anthony Davidson zum Entwicklungsfahrer degradiert. Der erste WEC-Lauf, bei dem Alonso am Start stehen wird, ist das 6h-Rennen in Spa-Francorchamps im Mai.

Neuester Kommentar

Falls Alonso jetzt Le Mans gewinnen sollte, wäre das kein großer Verdienst.
Toyota fährt gegen sich selbst. Es gilt nur das Schwesterauto zu schlagen. Geschickt eingefädelt.
Ich gönne es Alonso zwar, aber das hat irgendwie einen faden Beigeschmack...

EffEll 2. Februar 2018, 12:14 Uhr
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