Alonso treibt sein Team an

Nur McLaren ohne Fehler

Fernando Alonso - GP China 2018 Foto: sutton-images.com 112 Bilder

McLaren ist Dritter in der Konstrukteurs-WM, Fernando Alonso Vierter in der Fahrerwertung. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. McLaren muss dringend das Auto schneller machen, fordert Alonso.

McLaren ist eine Wundertüte. Dritter in der Konstrukteurs-WM, aber höchstens Sechster vom Speed her. Schwach am Samstag, ordentlich am Sonntag. Wie kann ein und dasselbe Auto innerhalb von nur 24 Stunden eine so unterschiedliche Vorstellung abgeben?

Fernando Alonso widerspricht: „So unterschiedlich ist es gar nicht. Das Setup macht den Unterschied. Wir bereiten uns mehr für das Rennen vor, weil wir zurzeit ein Auto haben, mit dem wir am Samstag noch nicht mithalten können. In dieser Phase ist es wichtig, wenigstens maximal zu punkten. Deshalb zielt die ganze Vorbereitung mehr auf das Rennen ab.“

Alonso dämpft die hohen Erwartungen. „Keiner muss glauben, dass wir über den Winter den Rückstand zu den Top Drei wettmachen. Wir mussten vorher noch ein paar andere Probleme lösen. Den neuen Motor integrieren. Auf die Defekte bei den Testfahrten reagieren. Jetzt gehen wir daran, den Rückstand zu verringern. In zwei Rennen kommt das erste größere Upgrade. In zwei Monaten darf man von uns bessere Resultate erwarten. Und selbst dann müssen wir vorsichtig sein. Die anderen entwickeln auch. Da muss dir beim Chassis schon was Geniales einfallen. Sonst bleibt alles beim Alten.“

Vergleich zu Red Bull hilft bei Problemlösung

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP Bahrain - Training - 6. April 2018 Quali-Pleite für McLaren Toro Rosso-Honda schneller als Alonso

Alonso ist der perfekte Verkäufer. Noch steht er bei McLaren im Wort. Noch war es die richtige Entscheidung, dieses Team auszuwählen. „Trotz der Probleme bei den Wintertests sind wir das einzige Teams, das zwei Autos ohne einen Defekt oder einen Fehler in den Prozeduren durch die beiden Wochenenden gebracht hat. Mercedes hat ein Getriebe verloren, Ferrari einen Boxenstopp versemmelt, HaasF1 auch. Nur McLaren hat noch eine weiße Weste. Das zeigt die Qualität dieses Teams. Was noch fehlt, sind die Rundenzeiten.“

Alonso mahnt an, dass es für McLaren viel Arbeit gibt. „Wir haben jetzt einen guten Maßstab. Es gibt zwei andere Teams mit Renault-Motoren. Und Red Bull ist uns weit voraus.“ Der direkte Vergleich könnte auch ein Ansatz zu dem Problem sein, warum McLaren immer noch die langsamsten Autos auf der Geraden stellt, obwohl man jetzt Renault statt Honda-Motoren fährt.

„Wir müssen uns die Frage stellen, ob unser Abtrieb ineffizient ist oder ob die Fahrzeugabstimmung schuld daran ist.“ Es wäre gut, wenn McLaren schon in Shanghai eine Antwort hätte. Auf der 1,2 Kilometer langen Gerade wäre Top-Speed ganz hilfreich. „Generell sollte uns die Strecke besser liegen als die ersten zwei. Bahrain war schon im letzten Jahr eines unser schwächsten Rennen“, rechnet Alonso vor.

McLaren sehr gut auf der Bremse

Stoffel Vandoorne - McLaren - Formel 1 - GP Bahrain - 7. April 2018 Foto: sutton-images.com
Vandoorne lieferte in Bahrain ein beherztes Rennen mit vielen Überholmanövern ab.

Das gleiche meint auch Stoffel Vandoorne. „Der Kurs von Shanghai hat einige Charakteristiken, die uns liegen könnten.“ Der Belgier hofft, dass es den Freitag durchregnet. „Je weniger wir fahren können, desto besser für uns.“ Da setzt Vandoorne auf die Erfahrung seines Teams.

Auch der GP2-Meister von 2015 mahnt den schlechten Speed auf eine Runde an. „Dafür gibt es viele Gründe. Wir müssen das Auto verbessern. Diese Gruppe im Mittelfeld liegt so eng zusammen, dass dich jedes Zehntel straft, das du irgendwo liegen lässt.“

Vandoorne war neben Pierre Gasly und Marcus Ericsson der dritte Held der Formel Bahrain. Der Belgier überholte elf Autos. „Ich kann nicht gar nicht mehr an alle erinnern. Die meisten habe ich mir in Kurve 1 geholt.“ Trotz des schwachen Top-Speeds.

„Ich habe die Manöver gut vorbereitet, mir genau angeschaut, wo das Auto vor mir schwach ist, wo der Fahrer kein Vertrauen hat. Unser Auto war extrem gut auf der Bremse. Ich habe selbst mit 20 Meter Rückstand noch angegriffen, weil ich wusste, dass es sich für mich ausgeht.“ Generell sei McLaren auf dem richtigen Weg, meint der Belgier: „Das Auto fühlt sich gut an. Es ist eine gute Basis.“

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