Alonso

"Unser schwierigstes Rennen"

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2005 und 2006 hat Fernando Alonso den GP Kanada gewonnen. In diesem Jahr geht der Spanier mit gemischten Gefühlen in das Rennen in Montreal.

"Das größte Problem unseres Autos ist das Bremsen und das Beschleunigen. Auf beides kommt es in Montreal an. Ich erwarte deshalb, dass dieses Rennen unser schwierigstes bisher wird." Alonso vertraut aber auch auf die bewegte Historie des GP Kanada. "Hier gab es immer verrückte Rennen mit vielen Safety-Car-Phasen. Das könnte unser technisches Handikap kompensieren."

Mehr Risiko als die Top-Teams

Mit Hinblick auf einen turbulenten Rennverlauf sieht der zweifache Ex-Weltmeister sogar einen Vorteil gegenüber den Top-Teams. "Wir fahren nicht um den Titel, können bei der Strategie deshalb auch andere Wege gehen und etwas mehr riskieren. In Monte Carlo ist es schiefgelaufen, aber ich habe das unbestimmte Gefühl, dass das Rennglück wieder zu uns zurückkehren wird."

Stichwort Monte Carlo. "Ich muss mich bei Nick Heidfeld noch entschuldigen. Der Crash mit ihm war komplett mein Fehler. Ich habe an einer Stelle versucht zu überholen, wo es einfach nicht möglich war." Die freundlichen Worte über einen BMW-Piloten ließen im Fahrerlager gleich wieder die Spekulationen blühen. Hat Alonso vielleicht etwas mit BMW in der Hinterhand?

Keine Verträge unterschrieben

Der Spanier ist es gewohnt, im Mittelpunkt von Wechselgerüchten zu stehen. Gestern Ferrari, heute BMW. "Ich habe bis jetzt mit keinem über meine Zukunft gesprochen, geschweige denn Verträge unterschrieben. Die Leute dichten mir einen Ferrari-Vertrag für 2010 an, dabei weiß ich noch nicht einmal, was ich im nächsten Jahr mache."

Die Entscheidung über seine Pläne für 2009 wird durch ein neues Reglement erschwert, bei dem alle bei Null beginnen. Hybrid-Technologie, Slicks statt Rillenreifen, komplett neue Aerodynamikbestimmungen : Noch nie in der Geschichte der Formel 1 gab es eine größere Regelreform. "Das macht es so schwierig, sich für 2009 festlegen", warnt Alonso. "Du kannst einen Volltreffer landen, aber auch genauso gut völlig daneben liegen. Theoretisch hat im nächsten Jahr jedes Team die Chance vorne zu stehen oder abzustürzen."

Alonso vertraut auf Bauchgefühl

Was sind dann die Kriterien, die man als Fahrer bei der Wahl seines Teams in Betracht zieht? "Ruhe bewahren", lächelt Alonso, "dann gut zuhören, was dir die Teams erzählen, und dann nach deinem Bauchgefühl entscheiden." Der 19-fache GP-Sieger rechnet damit, dass die Saison 2009 über die Aerodynamik entschieden wird. "Der Hybridantrieb ist zu stark reglementiert, als dass da einer einen großen Vorteil daraus ziehen könnte. Die Rundenzeit kommt über die Aerodynamik. Da ist die Frage, wer das am besten hinkriegt."

Noch schenkt Alonso Renault sein Vertrauen. Der Ex-Champion im Unruhestand glaubt, dass sich Renault in der zweiten Saisonhälfte deutlich steigern wird. "Wir erwarten in Magny-Cours und Silverstone deutliche Fortschritte. Auf Strecken vom Typ Barcelona werden wir gut aussehen. Ich bin mir sicher, dass wir in der zweiten Hälfte der Saison besser abschneiden werden."

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