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Alonso vs. Massa

Deshalb gab es keine Strafe

Der Dreikampf um Platz 5 zwischen Fernando Alonso, Felipe Massa und Carlos Sainz war das Highlight der letzten Runden in Austin. Alonso boxte sich mit handfesten Methoden durch, wurde aber trotzdem freigesprochen. Wir erklären warum.

Nach einer Runde lagen Felipe Massa, Carlos Sainz und Fernando Alonso auf den Plätzen 7, 8 und 9. In der 11. Runde kamen alle Drei zum ersten Reifenwechsel an die Box. In Runde 20 ergab sich folgender Stand: Massa auf Platz 7 mit 9,1 Sekunden Vorsprung auf Sainz und einem 16,6 Sekunden Polster auf Alonso. Eigentlich ein klarer Fall.

Doch dann brachten unterschiedliche Strategien und der Renngott den Williams, Toro Rosso und den McLaren wieder zusammen. Massa machte mit seinem zweiten Reifenwechsel in Runde 29 den Anfang. Der Brasilianer wechselte auf Medium-Reifen, die ihn über die letzten 27 Runden tragen sollten. Er hätte lieber eine Runde länger gewartet. Da wurde das Rennen wegen Max Verstappens Ausfall kurz neutralisiert. Sainz und Alonso bekamen bei ihren Boxenstopps in der VSC-Phase 8 Sekunden geschenkt.

Alonso hatte am Ende die besten Reifen

Toro Rosso gab Sainz die Mischung Soft mit auf die Reise. McLaren blieb konservativ bei den Medium-Gummis. Es war die bessere Wahl. Die Reihenfolge hatte sich geändert. Kurz nach den zweiten Stopps lag Sainz dank des Gratis-Stopps vor Massa und Alonso. Alle Drei nur durch 5,9 Sekunden getrennt. Ab der 45. Runde fuhren Sainz, Massa und Alonso in einem Paket. Der Mann am Ende der Schlange hatte die besten Reifen.

Dann kam es zum Crash. In Runde 51 rempelte sich Alonso an Massa vorbei. Der Spanier berührte den Williams in Kurve 16 beim Einlenken und schob dabei sich und Massa in die Auslaufzone, wo er das Überholmanöver abschloss. Seinen Landsmann Sainz überholte Alonso ganz einfach mit Hilfe von DRS. Sainz: „Meine Reifen waren an Ende. Eine Zeitlang habe ich Fernando abwehren können. Ich habe ihn ja 12 Jahre am Fernseher beobachtet und kenne alle seine Tricks. Aber dann hat er einfach DRS aufgemacht und Ciao gesagt.“

Massa hatte Alonsos Angriff nicht erwartet

Massa war nicht so gut auf seinen früheren Teamkollegen zu sprechen. Er gab Alonso die Schuld und erwartete von den Sportkommissaren eine Bestrafung. Auch wenn sie ihm nichts mehr geholfen hätte. Massa handelte sich bei der Kollision einen Plattfuß ein und musste ein drittes Mal an die Box. „Er hat mir alle Möglichkeit zerstört, Sechster oder vielleicht sogar Fünfter zu werden.“

Alonso sah es anders: „Der Toro Rosso war leichte Beute, da er zu langsam auf der Geraden war. Für Felipe musste ich mir einen anderen Platz aussuchen, am besten eine enge Kurve. Ich habe ein bisschen die Brechstange benutzt, es war hart aber hoffentlich unterhaltsam für die Fans.“

Beide Fahrer wurden nach dem Rennen zu den Sportkommissaren zitiert. Nach der neuen Interpretation der Überholregeln erwarteten alle eine harte Hand der Schiedsrichter. Nichts geschah. Alonso behielt seinen fünften Platz. Weil er die Nase seines McLaren vorne hatte, als sich beide Autos berührten. Das gilt als vollzogenes Überholmanöver. Dass der Spanier es erst in der Auslaufzone beendete, spielte nach Ansicht von Paul Gutjahr, Silvia Bellot, Dennis Dean und Mark Blundell keine Rolle mehr.

Alonso machte den Sportkommissaren glaubhaft klar, dass er die Kurve auch ohne das Anlehnen gegen den Williams geschafft hätte. Massas Proteste wurden nicht erhört. Die TV-Aufnahmen zeigten nach Ansicht des Gremiums, dass Massa den Angriff nicht erwartet und selbst in den McLaren gelenkt hatte. Er hatte ihn wohl auch nicht gesehen, weil Alonso im toten Winkel lag.

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