Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017 xpb
Hamilton & Vettel - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Vettel, Bottas & Hamilton - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017 50 Bilder

Alonso zufrieden mit McLaren

„Platz 11 besser als 9 oder 10“

Die Beziehung zwischen McLaren und Fernando Alonso entwickelt sich immer mehr zur Hassliebe. Nach dem Qualifying zeigte sich die spanische Diva milde und lobte seinen Rennstall. Für Honda gab es keine netten Worte.

Keiner hatte McLaren auf der Power-Strecke in Spa-Francorchamps etwas zugetraut. „Und dann haben uns im Q1 und im Q2 nur 1,5 Sekunden auf die Spitze gefehlt. Das lief besser als erwartet“, lobte Fernando Alonso seinen Rennstall. „Ich war sehr zufrieden mit dem Auto, mit der Balance und auch, wie das Team gearbeitet hat.“

McLaren entschied sich als einziges Team zur Windschatten-Taktik. Stoffel Vandoorne setzte sich vor der langen Geraden stets vor seinen Teamkollegen, um ihn durch Eau Rouge den Berg hinauf zu ziehen. Das half den Top-Speed-Nachteil des Honda-Renners zu egalisieren. „Durch meine Strafe war es ja sowieso klar, dass ich von ganz hinten starte“, erklärte Vandoorne. „Unser Ziel war es deshalb nur ins Q2 zu kommen und Fernando zu helfen.“

Gutes Teamwork bei Windschatten-Hilfe

Alonso nutzte das Thema für einen kleinen Seitenhieb gegen seine Kritiker, die Alonso gerne mal als Stinkstiefel titulieren. „Ich habe das Windschatten-Fahren früher schon mit Massa oder Fisichella praktiziert. Das funktioniert bei mir komischerweise immer sehr gut. Auch wenn ich als schwieriger Teamkollege gelte und als Person schwer zu managen bin, helfen wir uns immer gegenseitig. Darauf bin ich sehr stolz.“

Fernando Alonso & Paddy Lowe - GP Ungarn 2017
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Dieses Mal profitierten nicht beide Teamkollegen, sondern ausschließlich Alonso. Die Strategie ging perfekt auf. Der zweifache Weltmeister fuhr Zeiten, die sogar Hoffnungen auf einen Startplatz in den Top Ten machten. „Doch dann gab es mal wieder ein Problem mit dem Antrieb. Honda-Chef Yusuke Hasegawa entschuldigte sich: “Die Steuerung des Hybrid-Systems kam bei der Abgabe der Leistung irgendwie durcheinander.„ Im ersten Moment zeigte sich Alonso sichtlich verärgert. Nachdem er das Q3 verpasst hatte, stieg er wutentbrannt aus seinem Auto in Richtung Fahrerlager.

Alonso zeigt sich versöhnlich

Bei der Medienrunde gab er sich anderthalb Stunden später aber deutlich milder: “Platz 11 ist keine schlechte Ausgangssituation für den Sonntag. Ich habe frische Reifen und kann die Mischung frei wählen. Das ist besser als Startplatz 9 oder 10 mit einer vorgeschriebenen Reifenwahl. Es war also ein guter Tag für uns.„

Am Sonntag muss Alonso aber wohl ohne Hilfe des Teamkollegen auskommen, der deutlich weiter hinten startet. Der Spanier lässt sich aber nicht entmutigen. “Wir erwarten natürlich nicht, dass wir Punkte holen. Aber hier in Spa kann immer alles passieren. Das Rennen ist lang. Es gibt immer Überraschungen. Das Wetter kann verrückt spielen. Im letzten Jahr bin ich von ganz hinten losgefahren und lag nach dem Magnussen-Unfall plötzlich auf Rang 4.„

Alonso dementiert Williams-Angebot nicht

Natürlich musste Alonso auch wieder Fragen nach seiner eigenen Zukunft beantworten. Dabei gab es wieder die alte Standard-Antwort: “Ich mache mir dazu erst im September Gedanken. Dann werde ich die Entscheidung treffen, die mich für 2018 am glücklichsten macht.„ Auch zu den Williams-Gerüchten nahm der Asturier Stellung. “Ich habe natürlich einige Angebote bekommen – im Juni, im Juli und auch im August. 60 Prozent davon habe ich schon abgelehnt. Die anderen 40 Prozent sind noch offen.„ Ein Dementi hört sich anders an.

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