Alonsos Startprobleme in Monaco

Kein Kers bis zur dritten Kurve

Fernando Alonso - GP Monaco 2014 Foto: Ferrari

In Monaco gab es für Fernando Alonso schon zum dritten Mal in diesem Jahr Rang 4. Mit einem besseren Start wäre der Sprung aufs Treppchen vielleicht möglich gewesen. Doch das verhinderte Sebastian Vettel und ein Totalausfall der MGU-K bis zur dritten Kurve.

Fernando Alonso fühlte sich am den Saisonauftakt in Melbourne erinnert. Der Ferrari-Pilot hatte einen exzellenten Start, doch dann passierten zwei Dinge. "Ich wollte links an den Red Bull vorbei, aber Vettel hat mir die Lücke zugemacht. Weiter nach links konnte ich nicht, weil von hinten Kimi mit einem Superstart angeschossen kam."

Außerdem blieb ab 100 km/h der Saft aus der Elektroreserve aus. "Das Kers hat nicht funktioniert." Bei nur 210 Meter Anlauf in die erste Kurve war der Schaden gering. Doch als auch den steilen Berg hinauf in die Massenet-Kurve die 160 PS aus der MGU-K fehlten, da wurde es Alonso mulmig. "Da hätten mich fast noch ein McLaren und ein Toro Rosso geschnappt. Ich dachte schon, mein Rennen sei zu Ende, als in der dritten Kurve die Elektro-Power plötzlich wieder da war."

Alonso ohne Chance gegen Ricciardo

Alonso kam als Sechster aus der Startrunde zurück. Nach dem Ausfall von Sebastian Vettel machte er es sich auf dem fünften Platz hinter Daniel Ricciardo bequem, bis Teamkollege Kimi Räikkönen wegen eines Reifenschadens zurückfiel. Ab da fuhr der WM-Dritte nur noch auf Platzsicherung.
 
"Die Mercedes waren so überlegen, dass sie nur mit uns gespielt haben. Mit Ricciardo konnte ich nur mithalten, weil er anfangs seine Reifen geschont hat. Als er aufgedreht hat, konnte ich ihm nicht mehr folgen. Meine Reifen haben stärker abgebaut. Zum Schluss bekam ich noch Bremsprobleme. Das Auto zog immer nach links."

Räikkönens Pech hieß Chilton

In Monte Carlo war Kimi Räikkönen näher am Podium als Kollege Alonso. Der Finne spurtete von Rang 6 auf Platz 3 und fuhr bis zur zweiten Safety-Car-Phase auf Podiumskurs. Dann stand er zwei Mal kurz hintereinander an der Box. Sein Problem hieß Max Chilton. Der Marussia-Pilot durfte sich auf Geheiß der Rennleitung zurückrunden und verlor auf seinem Weg durch das Feld offenbar den Überblick. In der Schikane schlitzte er Räikkönen den rechten Hinterreifen auf.
 
Damit war das Rennen des Iceman gelaufen. Die Kollision mit Kevin Magnussen in der Loews-Haarnadel war das Resultat einer Frustreaktion. Räikkönen wollte mit Macht an dem immer langsamer werdenden Dänen vorbei. Der Zusammenstoß ging auf sein Konto. Magnussens trockener Kommentar: "Dort kommt man nicht vorbei."

Ferrari hofft auf Kanada-Upgrade

Alonso zog eine vorsichtig optimistische Bilanz. "Der vierte Platz war unser Maximum. Für das Podium waren wir zu langsam. Insgesamt brachte Monte Carlo eine Steigerung. Das Auto war gut ausbalanciert, und das Tempo stimmte."

Jetzt konzentriert sich alle Hoffnung auf den GP Kanada. Da bringt Ferrari ein größeres Aerodynamik-Upgrade, Modifikationen am Motor und möglicherweise neues Benzin. Alonso versucht die Bedeutung dieses Facelifts herunterzuspielen: "Wir müssen jetzt ruhig bleiben, konzentriert weiter arbeiten und Resultate abliefern. Mit Upgrades ist das so eine Sache. Manche funktionieren, manche nicht. Wir werden erst auf der Rennstrecke wissen, was das Paket bringt."

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