Alpha Tauri - GP Mexiko 2021 Red Bull
Sergio Perez - Red Bull - Formel 1 -GP Mexiko - 5. November 2021
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 -GP Mexiko - 5. November 2021
Sergio Perez - Red Bull - Formel 1 -GP Mexiko - 5. November 2021
Sergio Perez - Red Bull - Formel 1 -GP Mexiko - 5. November 2021 53 Bilder

Alpine vs. Alpha Tauri: Kampf um WM-Platz fünf

Alpine vs. Alpha Tauri - Duell um Platz 5 Wer hat das bessere Auto?

Der Kampf um WM-Platz fünf zwischen Alpine und Alpha Tauri wird in den letzten Rennen entschieden. Die Chefs der beiden Teams glauben jeweils von sich, das bessere Auto zu haben. Am Ende werden aber wohl die Fahrer den Ausschlag geben.

Es geht um rund sieben Millionen US-Dollar aus den F1-Prämientöpfen. Und natürlich geht es auch um Prestige. Entsprechend verbissen wird der Kampf um Rang fünf zwischen Alpine und Alpha Tauri ausgetragen. Der Vorteil liegt aktuell bei den Franzosen. Nach 17 Rennen trennen die beiden Teams aber lediglich 10 Punkte. Alpine hat mehr als ein Drittel seiner Zähler beim Sieg in Ungarn gesammelt. Alpha Tauri verteilte seine Punkte etwas gleichmäßiger.

Alpine-Geschäftsführer Laurent Rossi erklärt, warum der fünfte Platz so wichtig ist: "Wir haben schon letztes Jahr den fünften Platz erreicht und wollen die Entwicklung fortsetzen. Das Team hat über das Jahr eine gute Arbeit abgeliefert und eine Punkteserie über 15 Rennen hingelegt. Wenn wir trotz des herausfordernden Autos den fünften Platz einfahren könnten, wäre das eine schöne Belohnung."

In Austin riss die Punkteserie zuletzt. Die blauen Rennwagen wurden von den texanischen Bodenwellen auf dem falschen Fuß erwischt. In Mexiko soll nun eine neue Serie gestartet werden. Der zehnte Platz von Fernando Alonso im Freien Training deutete an, dass es wieder mit etwas Zählbarem klappen könnte. Der Spanier fuhr seine schnellste Runde erst im dritten Anlauf. Das spricht dafür, dass vielleicht noch etwas mehr drinsteckt.

Alpine - GP Mexiko 2021
xpb
Nach dem Doppelausfall in Austin scheint Alpine in Mexiko wieder besser aussortiert.

Alpha Tauri dritte Kraft in Mexiko

Ob es am Ende reicht, um Alpha Tauri zu schlagen, ist aber fraglich. Pierre Gasly fuhr drei Zehntel schneller und scheint sogar die Ferrari herausfordern zu können. Der Honda-Motor mit seiner überlegenen Turbo-Technik hilft in der dünnen Höhenluft. "Ich glaube, dass im Auto sogar noch mehr Performance steckt", gab sich Gasly optimistisch. Red-Bull-Berater Helmut Marko äußerte sogar die kleine Hoffnung, dass Quali-Spezialist Gasly die Mercedes ärgern kann.

Das Problem von Alpha Tauri ist die schlechte Chancenverwertung. Schon oft konnten gute Startplätze nicht entsprechend in WM-Punkte umgemünzt werden. Mal fehlte einfach das Glück, mal waren Strategie-Fehler schuld, mal passte die Zuverlässigkeit nicht. Wie zuletzt in Austin, als Gasly mit einem Aufhängungsproblem ausschied. "Wir sind ein junges Team. Da können schon mal Fehler passieren", erklärt Teamchef Franz Tost die magere Ausbeute.

Das jüngste Mitglied im Team heißt Yuki Tsunoda. Der japanische Rookie steuerte nur 20 der 94 WM-Punkte bei. In Mexiko wird wohl auch nicht viel dazukommen. Die Ingenieure ließen im Auto mit der Startnummer 22 eine neuen Antriebseinheit einbauen, mit der das erlaubte Limit überschritten wurde. Tsunoda startet das Rennen am Sonntag damit aus der letzten Reihe.

Alpha Tauri - GP Mexiko 2021
Red Bull
Auch dank des Honda-Motors ist Alpha Tauri in Mexiko ein sicherer Punktekandidat. Die Frage lautet, wie weit Tsunoda nach seiner Motorenstrafe noch nach vorne kommen kann.

Motorenstrafe beim falschen Rennen?

Trotzdem zeigte sich Tost zufrieden mit der Entwicklung seines Youngsters: "Yuki wird immer besser. Er hat viele Meetings mit den Ingenieuren in Faenza und versteht jetzt auch die technische Seite besser. Das ist einfach die Arbeit, die man mit einem Rookie machen muss." Zuletzt half dem jüngsten Fahrer im Feld auch die Unterstützung von Alexander Albon. "Er beantwortet alles, was Yuki wissen will. Das sind Gespräche unter Fahrern, die für ihn sehr wichtig sind. Da kann er viel Wissen rausziehen", so Tost.

In Mexiko kam Tsunoda auf Anhieb gut zurecht. Am Ende fehlten nur zwei Zehntel zu Messlatte Gasly. Das reichte immerhin zu Rang acht. Hätte man die Motorenstrafe also nicht doch besser in Brasilien nehmen sollen: "Ich persönlich hätte es auch besser gefunden, wenn wir es in Sao Paulo gemacht hätten. Aber die Ingenieure sind der Meinung, dass es hier sinnvoller ist", grübelte Tost. Nun muss im Rennen eine Aufholjagd her: "Yuki weiß, wie man überholt und ich bin ziemlich optimistisch, dass er noch ein paar Punkte sammeln kann."

Was den Kampf um Rang fünf angeht, ist Tost ebenfalls optimistisch: "Ich bin zuversichtlich, dass wir Alpine noch einholen, weil ich denke, dass wir das schnellere Auto haben. Dazu haben wir zwei fantastische Fahrer. Natürlich würde ich es vorziehen, wenn wir jetzt schon vorne liegen würden und nicht zehn Punkte hinten. Das wird auf jeden Fall ein interessanter Kampf bis zum Ende der Saison."

Laurent Rossi ist da etwas anderer Meinung: "Ich denke, wir haben das schnellere Auto. Es wird aber auf jeden Fall ein schöner Tanz bis zum Finale. Wir kämpfen in der Regel nur um kleine Punkte. Die anderen Teams besetzen normalerweise die ersten acht Positionen. Das wird ein intensiver Fight in den verbleibenden Rennen."

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