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Alpine-Pleite: Doppel-Ausfall beim GP USA 2021

Alpine-Nullnummer in Austin Doppelausfall und Track-Limit-Ärger

Austin war für Alpine keine Reise wert. Zum zweiten Mal in dieser Saison blieb das Punktekonto leer. Zum ersten Mal schieden beide Fahrer aus. Und wie in Bahrain waren die blauen Autos nicht konkurrenzfähig.

Die goldene Serie ist gerissen. 15 Mal in Folge hatte Alpine gepunktet, fünf Mal davon im Doppelpack. Die Konstanz hat dem französischen Nationalrennstall zusammen mit der Sternstunde in Budapest den 5. Platz in der Konstrukteurs-Wertung beschert. Verfolger Alpha Tauri hat nur einen Fahrer, der regelmäßig punktet, und Aston Martin ist zu inkonstant.

Aus Austin reist Alpine mit null Punkten im Gepäck ab. Schlimmer noch. Keiner der beiden Fahrer sah die Zielflagge. Esteban Ocon wurde freiwillig aus dem Rennen genommen. Der Franzose fuhr auf Platz 17 ohne jede Chance auf Punkte.

Offiziell wurde ein Problem mit dem Auto angegeben. Tatsächlich aber machte eine Weiterfahrt wenig Sinn, wenn man weiß, wie angespannt die Motorensituation bei den meisten Teams ist. Jeder Kilometer weniger zählt im Endspurt der Saison.

Fernando Alonso parkte seinen A521 mit einer gebrochenen Heckflügelendplatte in der Garage. "Das war ein Schaden, den wir noch nie hatten. Wir müssen untersuchen, ob die Bodenwellen dafür verantwortlich waren", rätselte Technikchef Marcin Budkowski. Esteban Ocon ergänzte aus Fahrersicht: "Die Bodenwellen waren brutal. Wenn sie nächstes Jahr noch eine Stufe schlimmer werden, geht es mit dem Material ans Limit."

Esteban Ocon - Alpine - Formel 1 - GP USA - Austin - Freitag - 22.10.2021
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Esteban Ocon gab das Rennen ohne Chance auf Punkte vorzeitig auf.

Alonso auf Kurs in die Punkte

Alpine kam in Austin nie richtig auf Speed. Alonso qualifiziert sich normalerweise komfortabel in den Top Ten. Doch in Austin wäre es eine Zitterpartie geworden, hätte er nicht wegen einer Motorstrafe von hinten starten müssen. Diesmal war nicht nur Alpha Tauri schneller, sondern auch Aston Martin.

Die Gründe für die Flaute sind noch nicht ganz verstanden. Alonso mutmaßt: "Vielleicht lag es an den Bodenwellen. Das Fahrwerk war als Reaktion darauf anders abgestimmt als sonst." Soll heißen auf mehr Bodenfreiheit.

Für Alonso hätte es am Sonntag trotz des Starts aus der letzten Reihe für WM-Punkte reichen können. "Wir haben uns ab Freitag kontinuierlich gesteigert. Im Rennen war mein Auto in seiner besten Form des ganzen Wochenendes. Ich hatte natürlich auch den Vorteil, dass ich jede Menge frischer Reifen übrig hatte."

Die beiden Motorenopfer Fernando Alonso und Sebastian Vettel lagen bis zur 47. Runde immer auf dem gleichen Kurs. "Der zehnte Platz, vielleicht sogar der neunte wären möglich gewesen", glaubt Alonso. Während es Aston Martin mit langen Stints probierte, setzte Alpine auf kurze Sequenzen und den Undercut.

Das führte die beiden Veteranen nach der 40. Runde wieder zusammen. Vettel auf seinem dritten Reifensatz, Alonso auf dem vierten. Der Spanier hatte allerdings den Vorteil, eine Garnitur frischer Mediums für das Finale parat zu haben, während seine Gegner auf den harten Reifen unterwegs waren.

Kimi Räikkönen - Formel 1 - GP USA 2021
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Alonso bekämpfte sich mit den Alfas. Ohne den Heckflügel-Bruch hätte er in die Punkte fahren können.

Alpine wie Mercedes

Alpine hatte nicht von Anfang an auf ein Dreistopp-Rennen gesetzt. "Das hat sich während des Rennens so entwickelt. Wir haben Fernando immer wieder aus dem Verkehr geholt", erklärte Budkowski.

Ein Grund für die Offset-Strategie war Alonsos Privatkrieg mit den Alfa-Romeo-Piloten. Der kostete den Ex-Champion zehn Sekunden, weil er gegen Kimi Räikkönen einen Platz im Duell mit Feindkontakt verlor und gegen Antonio Giovinazzi eine gewonnene Position wieder hergeben musste.

Kurz vor Alonsos Ausfall lagen Yuki Tsunoda und Kimi Räikkönen auf den letzten beiden Punkterängen in einem Bereich, der mit den frischen Reifen einholbar war. "Mit Kimis Dreher hätten wir es auf jeden Fall auf den zehnten Platz geschafft. Vettel hat es ja gezeigt", rechnet Alonso vor.

Im Vergleich zu den starken Vorstellungen in Sotschi und der Türkei war der Auftritt der Trikolore-Renner in den USA auf jeden Fall ein Rückschritt. Bei Alpine ist man überzeugt, dass die Strecke damit zu tun hatte.

"Wir müssen die Probleme trotzdem genau analysieren", forderten beide Fahrer. "Die Rundenzeiten und die Balance waren ein Ausreißer zu den zuletzt gezeigten Leistungen." Vielleicht sollte Alpine bei Mercedes nachfragen. Es fällt auf, dass die französischen Autos immer dort Probleme haben, wo auch die Silberpfeile nicht ihre Normalform erreichen.

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