Fernando Alonso - Alpine - GP Katar 2021 - Qualifikation xpb
Max Verstappen - Red Bull - GP Katar 2021 - Qualifikation
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Katar 2021 - Qualifikation
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Bester Quali-Samstag für Alpine dank Alonso

Bester Quali-Samstag für Alpine Mercedes gut, Alpine gut

Alpine feierte mit den Startplätzen 5 und 9 für Fernando Alonso und Esteban seine beste Qualifikation. Doch keiner im Team konnte sagen warum. Was das Rätsel noch größer macht: Immer wenn Mercedes in seiner Kategorie stark ist, glänzt auch Alpine.

Man könnte Renault-Botschafter Alain Prost einen Glückbringer nennen. Kaum ist der vierfache Weltmeister an der Rennstrecke, feiert Alpine seinen besten Samstag. Fernando Alonso und Esteban Ocon gehen von den Startplätzen 5 und 9 mit guten Chancen auf doppelte WM-Punkte in den GP Katar. Alonso war dabei nur zwei Zehntel langsamer als Valtteri Bottas und vier Zehntel als Max Verstappen. So nah war die Spitze noch nie.

Doch was hat die blauen Autos in der Wüste so beflügelt? "Ehrlich, wir wissen es nicht", zuckte Alain Prost mit den Schultern. "Nach zwei Runden auf dieser Strecke haben wir gemerkt, dass wir gut aussortiert sind." Das steigerte das Selbstvertrauen. Alpine fuhr im Training andere Programme als die Konkurrenz. Und ließ sich in der Qualifikation mit seinen Versuchen viel Zeit. Alonso und Ocon wurden immer antizyklisch auf die Strecke geschickt, um dem großen Verkehr aus dem Weg zu gehen. Das garantierte optimale Aufwärmrunden.

Fernando Alonso - Alpine - GP Katar 2021 - Qualifikation
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Fernando Alonso belohnte sich mit dem fünften Platz für eine starke Qualifikation.

Medium-Reifen im Q2 zu großes Risiko

Trotz der guten Vorzeichen verzichtete Alpine darauf, seine Fahrer mit Medium-Reifen ins Q2 zu schicken. "Fernando hätte es wahrscheinlich geschafft. Trotzdem war uns das Risiko zu groß. Wir haben ziemlich viel Arbeit in Longruns mit dem Soft-Reifen gesteckt und festgestellt, dass der im Rennen gar nicht so schlecht sein muss", erklärte Prost. Der weiche Reifen gibt beim Start auf jeden Fall einen Vorteil, was auf einer Strecke mit beschränkter Überholmöglichkeit entscheidend sein kann.

Technikchef Marcin Budkowski verteidigt den sicheren Ansatz. "Wir haben bei McLaren, Perez und Leclerc gesehen, dass sie nach dem ersten Medium-Versuch auf Soft-Reifen umgeschwenkt sind. Und Sainz hatte echt Glück, dass er mit den Medium-Reifen durchgerutscht ist." Die Longruns am Freitag haben Alpine zwei Dinge gelehrt. Der Gripverlust ist bei allen Reifentypen gering. Der Medium-Reifen zeichnet sich nur durch geringeren Verschleiß gegenüber der Soft-Mischung aus. "Wie viel das ist, lässt sich anhand der Rennsimulationen am Freitag nur schwer hochrechnen", bedauert Budkowski. Alonso macht sich deshalb keinen Kopf: "Es gibt ein paar Fragezeichen, aber du löst sie besser von Platz 5 als von weiter hinten."

Esteban Ocon - Alpine - GP Katar 2021 - Qualifikation
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Esteban Ocon schaffte als Neunter ebenfalls den Sprung ins Q3.

Prost lobt das Chassis

Die Startaufstellung verspricht einen heißen Kampf zwischen den beiden Teams, die sich um Platz 5 in der Markenwertung duellieren. Auf eine Runde mit leichten Vorteilen für Alpha Tauri. Im Longrun waren die Alpine stärker. Alonso qualifizierte sich einen Platz hinter Pierre Gasly, Ocon einen Rang hinter Yuki Tsunoda. "Unser Auto scheint die Highspeed-Kurven zu mögen. Hätte mir das Team genug Sprit gegeben, wäre ich die ganze Nacht gefahren, so toll war das Gefühl", schwärmte Alonso.

Der Spanier hängte seinen Teamkollegen um dreieinhalb Zehntel ab. Esteban Ocon klagte zu Beginn der Qualifikation über Vibrationen beim Bremsen. Das konnte aber Schritt für Schritt behoben werden. "In meiner Q3-Runde bin ich dann in der ersten Kurve zu weit rausgerutscht", kritisierte sich der Franzose.

Alonso forderte sein Team auf herauszufinden, warum das Auto diese Form nur auf bestimmten Strecken zeigt. Alain Prost lobt vor allem das Chassis. Der Motor soll 35 PS auf die Klassenbesten verlieren. "Das wäre eine halbe Sekunde", rechnet der 51-fache GP-Sieger vor.

Und da wäre noch ein Rätsel zu lösen. Mit wenigen Ausnahmen ist der Alpine immer dort besonders gut, wo auch die Mercedes ihrem Gegner davonfahren. Katar machte da keine Ausnahme. Das ist eigentlich nicht zu erklären, weil die Autos so unterschiedlich sind. "Vielleicht tun wir uns beide auf bestimmten Strecken leichter, das richtige Setup zu finden", sucht Prost nach einer Erklärung.

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