Fernando Alonso - Alpine - Formel 1 - GP Frankreich - Le Castellet - 19. Juni 2021 xpb
Yuki Tsunoda - Alpha Tauri - Formel 1 - GP Frankreich - Le Castellet - 19. Juni 2021
Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Frankreich - Le Castellet - 19. Juni 2021
Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Frankreich - Le Castellet - 19. Juni 2021
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Frankreich - Le Castellet - 19. Juni 2021 45 Bilder

Alpine-Enttäuschung in Heimspiel-Quali

Alpine enttäuscht sich selbst „Big Points nur mit einem Wunder“

Alpine wollte mit beiden Autos ins Q3. Zum Schluss hat es nur Fernando Alonso geschafft. Und der Spanier muss sich auch noch hinter Ferrari, McLaren und Alpha Tauri anstellen. Wenigstens ist bei ihm selbst der Knoten geplatzt.

Wenn man in allen drei freien Trainingssitzungen immer beide Autos in die Top Ten bringt und die Rundenzeiten auf dem Niveau von Ferrari und McLaren sind, dann liegt das Ziel auf der Hand: Beide Fahrer müssen ins Q3. Und beide müssen auf den Medium-Reifen durch das Q2, weil keiner im Rennen den Soft-Reifen anfassen will. So hat es sich auch Alpine bei seinem Heimspiel in Frankreich ausgemalt.

Doch daraus wurde nichts. Nur Fernando Alonso schaffte den Sprung in die letzte K.O.-Runde der Qualifikation. Esteban Ocon blieb auf dem undankbaren elften Platz hängen. Der Franzose ärgerte sich: "Im Q1 auf den Soft-Reifen fühlte sich das Auto noch richtig gut an. Ich kam mühelos in die Top Ten. Aber auf den Medium-Reifen passte plötzlich die Balance nicht mehr."

Das Team hätte im zweiten Q2-Versuch noch auf die Soft-Reifen umschwenken können, hätte sich damit aber mehr geschadet als genutzt. "Besser mit freier Reifenwahl vom elften Platz losfahren", bestätigt Ocon. Da alle vor ihm mit Medium-Reifen starten, hat er nur eine Alternative. Er kann auf den harten Reifen beginnen. Das hat bei Lance Stroll in Monaco funktioniert, und es hätte auch in Baku Früchte getragen, wäre nicht der Reifen geplatzt.

Esteban Ocon - Alpine - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
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Nur Alonso kam in die Top Ten. Ocon strauchelte im Q2.

Realistisch sind nur kleine Punkte

Alonso sah seine vierte Q3-Teilnahme und seinen dritten Trainingssieg über den Teamkollegen nüchtern: "Wir hängen auf Platz neun im McLaren-Sandwich. Das war so ziemlich das Maximum dessen, was für uns möglich war. Auf die Ferrari fehlten schon vier Zehntel. Die sind außer Reichweite."

Auffällig war, dass Alonso am wenigsten von allen Fahrern, die es ins Q3 geschafft haben, von den Soft-Reifen profitierte. Er konnte sich im Vergleich zum Medium-Reifen im Q2 nur um 0,209 Sekunden steigern. Die Ferrari-Piloten wurden im Schnitt eine halbe Sekunde schneller, Pierre Gasly um 0,485 Sekunden.

Auch diesmal fiel auf, dass die Alpine von Tag zu Tag nach hinten fallen. "Wir sind in den freien Trainingssitzungen meistens besser als in der Qualifikation, und in der Qualifikation besser als im Rennen", stellte Alonso sachlich fest. Ein klares Muster ist noch nicht erkennbar. "In Portimao war es umgekehrt. Da war der Sonntag unser starker Tag."

Der Spanier rechnet trotzdem nicht mit eine großen Punktesegen. "Mit ein paar Zählern müssen wir zufrieden sein. Da stehen starke Gegner vor uns und um uns herum. Für Big Points braucht es ein Wunder." Der Veteran grinst: "Vielleicht noch einmal einen Re-Start kurz vor Schluss."

Esteban Ocon - Alpine - Formel 1 - GP Frankreich - Le Castellet - 19. Juni 2021
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Am Rennsonntag hofft Alpine auf doppelte Punkte beim Heimspiel.

Alonso setzt alles auf 2022

Dann rechnet der zweifache Weltmeister noch einmal mit seinen Kritikern ab, die ihm vorhalten, dass er immer noch seine Top-Form suche und er erstaunlich lange gebraucht habe, sich an die neue Fahrzeuggeneration zu gewöhnen. "Ich weiß nicht, warum mir die Leute immer noch Probleme einreden wollen. Ja, ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten, am Samstag alles aus dem Auto und den Reifen rauszuholen. Aber das ist viel besser geworden. Ich war jetzt zum vierten Mal im Q3. Und da kommt auch noch was. Das werde ich aber erst brauchen, wenn wir wieder vorne mitfahren."

Alonso übt sich noch in Geduld, was in der Vergangenheit selten seine Stärke war. Der große Moment, so der Alpine-Pilot, komme erst 2022. "Darauf arbeiten wir alle hin. Wir wissen im Team, dass es im Augenblick nicht für die Top 5 reicht. Aber wir bereiten uns alle auf das nächste Jahr vor. Dazu müssen wir aus diesem Jahr die richtigen Schlüsse ziehen. Jeder versteht worum es geht und investiert unheimlich viel Arbeit in dieses Ziel. Ich war gestern abend bis 22 Uhr an der Rennstrecke."

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