Lewis Hamilton GP Japan 2013 Mercedes
Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Japan - 12. Oktober 2013
Girls - Formel 1 - GP Japan - 12. Oktober 2013
Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - 12. Oktober 2013
Mark Webber - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - 12. Oktober 2013 63 Bilder

Angst vor Reifenproblemen

Mercedes mit unterschiedlichen Autos

Red Bull und Mercedes planen den GP Japan mit unterschiedlichen Strategien. Mark Webber und Lewis Hamilton gehen Risiko und setzen auf Top-Speed. Sebastian Vettel und Nico Rosberg sorgen sich um die Reifen. Beide haben ihre Autos für mehr Abtrieb abgestimmt.

Für Ross Brawn wird der GP Japan eine Reifenschlacht. Vielleicht sogar so schlimm wie der GP Spanien. "Die Reifenabnutzung wird am Sonntag eine große Rolle spielen. Wir rechnen mit zwei bis drei Stopps."

Bei der gegenwärtigen Wetterlage mit viel Rückenwind auf den Geraden und Gegenwind in den schnellen Kurven, müssen die Hinterreifen besonders leiden. Deshalb hat Nico Rosberg seinen Mercedes auf mehr Abtrieb und einen kürzeren siebten Gang getrimmt als Lewis Hamilton. Man sieht es am Top-Speed. Hamilton war um 4,6 km/h schneller.
 
Gleiches Szenario bei Red Bull. Mark Webber fährt die Risikostrategie, Sebastian Vettel die konservative Variante. Rosberg glaubt zwar, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben, war aber trotzdem nicht glücklich: "Der sechste Startplatz ist nicht ideal. Ich wäre gerne ein oder zwei Positionen weiter vorne gestanden." Der Trainingsdritte Hamilton räumte ein: "Mein Setup ist riskant. Ich hoffe, dass ich damit durchkomme."

Mercedes büßt in der Qualifikation für mehr Rennspeed

Für Mercedes geht es im Rennen darum, die Kronprinzenrolle hinter den Red Bull zu verteidigen. "Wenn die zwei Red Bull in der ersten Kurve vorne liegen, sehen wir sie nie wieder. Dafür müssen wir auf die Lotus aufpassen", übt sich Hamilton als Hellseher. Vielleicht auch auf Ferrari. "Wir sehen im Reifenverschleiß im Vergleich zu den anderen nicht schlecht aus", hofft Rennleiter Stefano Domenicali.
 
Trotzdem tut der große Rückstand auf die übermächtigen Red Bull den Silberpfeilen weh. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Vettel ohne KERS unterwegs war. Ross Brawn fasste die Demütigung in Worte: "Peinlich ist ein zu starkes Wort. Aber es ist frustrierend. Red Bull hat speziell nach der Sommerpause mehr zugelegt als wir. Bei uns wurde das Renntempo besser. Dafür haben wir Speed in der Qualifikation verloren. Wir müssen aber auch schauen, wo wir herkommen. Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir uns speziell in den schnellen Kurven enorm gesteigert. Wenn wir auf das nächste Jahr den gleichen Schritt machen, haben wir die Lücke komplett geschlossen."

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