Schlechte Nachricht für Vettel

Doppelte Punkte und Motor-Aufschub abgelehnt

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - Test - Bahrain - 28. Februar 2014 Foto: xpb 18 Bilder

Red Bull und Renault kommen nur mühsam in Fahrt. Doch es gibt noch mehr schlechte Nachrichten für Sebastian Vettel. Der Antrag, das Einfrieren des Motors aufzuschieben wurde genauso abgelehnt wie Bernie Ecclestones Vorstoß für doppelte Punkte bei den letzten drei Rennen.

Der Saisonstart wird hart für Red Bull und Sebastian Vettel. Das Weltmeister-Team ist mit seinem Testprogramm gegenüber den Mercedes-Teams und Ferrari klar im Hintertreffen. Doch es gab kurz Hoffnung. Auf Betreiben von Renault wurde der Antrag um eine Verlegung der Motor-Homologation auf die Agenda des Strategiegruppe-Treffens gesetzt. Offiziell natürlich von den Renault-Teams Red Bull und Lotus, denn nur die sitzen in der Strategie-Gruppe. Ab Mitternacht des 28.Februar müssen die Antriebseinheiten der drei Hersteller Mercedes, Ferrari und Renault versiegelt werden. Die Renault-Kunden erhofften sich im Namen ihres Lieferanten einen Aufschub um zwei bis drei Monate. Das hätte Renault die Möglichkeit gegeben, die Probleme auszusortieren.

Kein Aufschub für Motor-Homologation

Wie erwartet wurde der Antrag abgelehnt. Es bleibt bei der ursprünglichen Frist. Mercedes und Ferrari stehen auf dem Standpunkt, dass man nicht dafür bestraft werden dürfe, wenn man seine Aufgaben gemacht habe und andere nicht. Kurz nachdem das Veto durchsickerte, erklärte Renault-Motorenchef Rob White:"„Wir werden die Homologations-Frist einhalten und der FIA unseren Referenz-Motor und die notwendige Dokumentation bereitstellen."

Das ist kein Dementi wie von einigen Medien interpretiert, sondern die Bestätigung dessen, was in den Regeln steht. Damit gilt für alle drei Hersteller der Entwicklungsstand des 28.Februar. Wer heute Probleme in Bezug auf die Power hat, schleppt sie für den Rest der Saison mit sich herum.

Doppelte Punkte für drei Rennen durchgefallen

Es gibt noch eine schlechte Nachricht für Vettel. Teams, die fürchten müssen, dass sie zu Saisonbeginn wegen des Entwicklungsrückstandes viele Punkte liegenlassen, konnten sich mit Bernie Ecclestones Vorschlag anfreunden, dass es bei den letzten drei Rennen statt nur dem Finale doppelte Punkte gibt. Damit wäre ein Rückstand, den man sich Saisonbeginn einhandelt, leichter aufholbar gewesen. Auch dieser Vorschlag fiel durch. Es reichte eine Vetostimme, um Bernies Idee abzuwürgen. Man muss nicht lange fragen, wer kein Interesse an der Ausweitung der doppelten Punkte hatte. Der neue Qualifikationsmodus mit einem Extra-Satz Reifen für die schnellsten 16 des Training wurde dagegen einstimmig angenommen.

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