Lance Stroll - Formel 1 - GP Aserbaidschan 2021 xpb
Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021
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Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Frankreich - Le Castellet - Paul Ricard Circuit - 18. Juni 2021 47 Bilder

Aston Martin: „Keine Tricks mit Reifendruck“

Aston Martin wehrt sich „Keine Tricks mit Reifendruck“

GP Aserbaidschan

Im Streit um zu niedrige Reifendrücke will sich Aston Martin nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen. Nach Aussage von Teamchef Otmar Szafnauer nutzt man keine besonderen Tricks, um den Druck im Inneren der Gummis künstlich niedrig zu halten.

Beim Grand Prix von Aserbaidschan sind gleich an zwei Autos die Reifen geplatzt, doch noch ist immer nicht klar, wer eigentlich die Schuld dafür trägt. Pirelli behauptet, dass die Parameter in beiden Fällen außerhalb der eigenen Erwartungen lagen. Insbesondere von den niedrigen Luftdruckwerten sei man überrascht worden, erklärte Sportchef Mario Isola. Diese hätten dazu beigetragen, dass es an den Reifenwänden zu stehenden Wellen gekommen sei. Was dann irgendwann dazu führte, dass die Reifen auf der langen Gerade explodierten.

Pirelli will zwar nicht behaupten, dass die beiden betroffenen Teams Red Bull und Aston Martin gegen die Regeln verstoßen haben. Eine logische Erklärung für die niedrigen Drücke konnte oder wollte man bisher aber auch noch nicht vorbringen. Durch die Änderungen an der technischen Direktive blieb aber der Eindruck hängen, dass die Ingenieure der genannten Teams spezielle Tricks angewendet haben könnten, um den Druck niedrig zu halten und damit den Grip der Gummis zu erhöhen.

Doch bei Aston Martin will man nicht akzeptieren, dass nun der Vorwurf im Raum steht, die eigenen Ingenieure könnten durch die spezielle Reifenbehandlung mit der Sicherheit ihrer Fahrer gespielt haben. "Wir haben uns strikt an die Regeln gehalten", betont Teamchef Otmar Szafnauer. "Nach unseren Messungen lag der Luftdruck der Reifen zu jeder Zeit über den von Pirelli vorgeschriebenen Startwerten."

Otmar Szafnauer - Aston Martin - Formel 1 - Imola - GP Emilia Romagna - 16. April 2021
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Teamchef Otmar Szafnauer betont, dass Aston Martin keine Schuld trägt.

Vettel mit gleichem Luftdruck wie Stroll

Nur während der Safety-Car-Phasen sei der Druck kurz runtergegangen, was aber durch die sinkenden Reifentemperaturen ganz normal sei. Aston Martin habe nach dem GP Aserbaidschan alle Daten an die FIA übermittelt, erklärte Szafnauer. Man habe selbst keine ungewöhnlichen Werte festgestellt und könne sich auch nicht erklären, warum der Luftdruck an den eigenen Autos niedriger gewesen sein soll als bei der Konkurrenz.

"Wir wenden keine besonderen Tricks an, um den Luftdruck künstlich runterzubringen", stellte Szafnauer klar. Auf konkrete Nachfrage stritt der US-Amerikaner explizit ab, dass die Luft in den Reifen spezielle Feuchtigkeitswerte aufweist oder dass man die Reifen vor dem Start über die Heizdecken auf höhere Temperaturen bringt als erlaubt.

Dafür dass man sich selbst nichts vorzuwerfen habe, spreche auch der Vergleich mit dem Schwesterauto: "Sebastian (Vettel) war komplett identisch unterwegs. Wir haben nichts anders gemacht als bei Lance (Stroll). Und da sind die Reifen nicht geplatzt." Die logische Schlussfolgerung aus den Aussagen lautet, dass Pirelli selbst für die Fehler verantwortlich ist. Doch eine offizielle Schuldzuweisung in Richtung des Reifenausrüsters will Aston Martin nicht abgeben.

Andreas Seidl - McLaren - GP Portugal 2021
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Andreas Seidl ist mit den Erklärungen zu den Reifenplatzern von Baku nicht zufrieden.

Frust bei McLaren

So langsam macht sich auch bei den anderen Teams im Fahrerlager Frust breit. McLaren-Teamchef Andreas Seidl kritisierte die mangelnde Transparenz bei der Aufarbeitung der Ereignisse. "Das ist etwas enttäuschend für uns. Es handelt sich schließlich um eine sicherheitsrelevante Angelegenheit. Und bisher stehen nur ein paar Annahmen im Raum, was passiert sein könnte."

Bei McLaren haben die Reifen in Baku laut Seidl keinen Ärger gemacht: "Wenn man das Auto regelkonform betreibt und alle Vorschriften von Pirelli einhält, dann gibt es auch keine Probleme mit den Reifen. Deshalb denke ich, dass es für alle im Fahrerlager wichtig ist, dass wir nachvollziehen können, was da wirklich passiert ist und warum die Reifen am Ende geplatzt sind."

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