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Regelstreit mit FIA: Aston Martin verteidigt sich

Aston Martin verteidigt sich Lieber kleinerer Heckflügel

GP Spanien

Aston Martin rechtfertigt sich im Regelstreit mit der FIA. Das Team hat im August 2020 vor den Auswirkungen gewarnt und eine Änderung vorgeschlagen, die alle Konzepte gleich getroffen hätte. Doch der kleine Heckflügel stieß auf Ablehnung.

Es ist eine endlose Geschichte. Aston Martin gegen die FIA und den Rest der Welt. Der britische Rennstall sieht sich durch die Regeländerungen für diese Saison im Nachteil. Die Aero-Restriktionen mit dem angeschrägten Unterboden, den verkürzten Diffusor-Blechen und den kastrierten hinteren Bremsbelüftungen treffen nach Meinung der Teamverantwortlichen Autos härter, die wie der Mercedes und der Aston Martin hinten tief fahren.

Das habe man anhand von CFD-Simulationen und Berechnungen herausgefunden, erklärte Teamchef Otmar Szafnauer. In der Saison 2019 ist das Team nämlich noch mit einem Auto gefahren, das stark angestellt war. Deshalb liegen die Daten des alten Fahrzeugkonzepts im Technikbüro vor und sind gut mit dem aktuellen Auto vergleichbar. Es ist also nicht nur ein Bauchgefühl, das Aston Martin zu seiner Behauptung verleitet.

Aston 30 Sekunden langsamer als 2020

Szafnauer führt einen weiteren Punkt ins Feld. Aston Martin hat die Rennen von Bahrain, Imola und Portimao mit dem Vorjahr verglichen und dabei festgestellt, dass Mercedes und das eigene Auto relativ zur Konkurrenz schlechter dastehen. "Letztes Jahr hat Hamilton in Portimao mit 43 Sekunden Vorsprung auf Verstappen gewonnen. Diesmal waren es abzüglich des zweiten Boxenstopps von Max vier Sekunden. Auch wir waren im Vergleich zum Vorjahr 30 Sekunden langsamer."

Diese Rechnungen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Die Komplexität der Technik macht es schwer herauszufiltern, wo das eine Team relativ zum anderen gewinnt. Vielleicht hat Red Bull auch davon profitiert, das 2020er Auto viel länger entwickelt zu haben als Mercedes und dann in Abu Dhabi schon einen Vorläufer des 2021er Unterbodens auf der Strecke ausprobiert zu haben. Vielleicht haben die Ingenieure in Milton Keynes einfach bessere Lösungen gefunden.

Aston Martin - Formel 1 - GP Spanien - Donnerstag - 6.5.2021
ams
Aston Martin hadert mit den geänderten Aero-Regeln. Ein neuer Unterboden soll das Leid lindern und den Zeitverlust verringern.

Aston Martin hat früh gewarnt

Laut Szafnauer seien die Gespräche mit der FIA über den Regelfindungsprozess nahezu abgeschlossen. Die Korrekturen in der Aerodynamik wurden in zwei Schritten eingeführt. Der erste mit dem Einschnitt am Unterboden wurde einstimmig von allen Teams im Rahmen des großen Rettungspakets beschlossen. Um den anderen im August gab es Diskussionen, wie Szafnauer ausführt. Die FIA fürchtete, dass der erste Vorschlag nicht ausreichen würde, den Speed der Auto zum Schutz der Pirelli-Reifen zu reduzieren. Daraufhin wurden zusätzlich Diffusor und Bremsbelüftungen beschnitten.

Der Austin Martin-Teamchef beharrt darauf, dass es in der Technikkommission drei Gegenstimmen gab. Diese seien allerdings nicht bindend, sondern nur richtungsweisend gewesen. Aston Martin zählte zu den drei Teams, die Bedenken angemeldet hätten. Die anderen sollen Mercedes und McLaren gewesen sein. In den entscheidenden Gremien kam jedoch kein Widerspruch. "Die FIA hat die Regel aus Sicherheitsgründen durchgedrückt", erklärt Szafnauer.

Der Amerikaner führt aus, dass die Nachbesserungen beim Reglement nach Meinung der eigenen Ingenieure nicht nötig waren. Die erste Version hätte schon gereicht, um das Ziel zu erfüllen, das sich die FIA gesetzt hatte. Aston Martin hätte außerdem einen kleineren Heckflügel als Maßnahme vorgeschlagen. Das hätte alle Fahrzeugkonzepte gleich betroffen. McLaren-Technikchef James Key widerspricht. Der kleinere Heckflügel hätte es wegen Sicherheitsbedenken nicht in die Verlosung geschafft.

Aston Martin scheint langsam zu merken, dass der Widerstand zu nichts führt. "Wir müssen die Defizite, die uns durch die Regeländerungen entstanden sind, mit Upgrades am Auto wettmachen", schließt Szafnauer das Kapitel ab.

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