Aufschwung bei Caterham

Dank Upgrade vor Marussia

Caterham - Formel 1 - Technik - GP Belgien 2014 Foto: xpb 13 Bilder

Caterham hat die rote Laterne abgegeben. Das Team schob sich in Japan und Russland an Marussia vorbei. Nicht nach Punkten, aber nach Rundenzeit. Die Aero-Ausbaustufe, die in Suzuka debütierte, wirkte Wunder. Seitdem ist auch Marcus Ericsson aufgewacht.

Nach Punkten und Platzierungen ist Caterham Letzter in der Konstrukteurs-WM. Auf der Rennstrecke nicht mehr. In Suzuka und Sochi hatte Caterham seinen direkten Gegner Marussia klar im Griff. Gleichzeitig schrumpfte der Rückstand auf Sauber und Lotus. Auch Marcus Ericsson blüht auf. Er ist nicht mehr das Schlusslicht im Feld. Seit dem GP Singapur ist bei dem Schweden der Knoten geplatzt.

Caterham mit Updates in Spa und Suzuka

Alles begann mit der neuen Nase. Sie debütierte in Spa und gab dem Caterham CT-03 ein etwas freundlicheres Aussehen. Der kastenförmige Bug des Chassis ist verschwunden. Die Nase wächst harmonischer aus dem Vorderbau. Das war aber nur der Anfang.

In Suzuka folgten ein neuer Frontflügel, Unterboden und eine enger anliegende Motorabdeckung. Trotz klammer Kassen investierte Caterham. Es heißt, dass Colin Kolles, der starke Mann im Team, persönlich das Upgrade bezahlt hat. Mit Erfolg. Jetzt hofft Caterham, in der WM-Tabelle wenigstens noch Sauber abzufangen. Dazu bräuchte man einen zehnten Platz.

Kobayashi muss auf neuen Flügel verzichten

Die Ausbaustufe entstand unter der Leitung von Technikchef John Iley. Der frühere HWA-Ingenieur Gerhard Ungar soll beratend tätig gewesen sein. Die Caterham haben jetzt deutlich mehr Abtrieb. Das gibt den Fahrern Vertrauen. Und hilft vor allem einem Neuling wie Marcus Ericsson.

Das Schlüsselerlebnis für den langjährigen GP2-Piloten war der GP Singapur. Da wehrte er sieben Runden lang erfolgreich alle Angriffe von Jules Bianchi ab. Das gab Ericsson Selbstvertrauen.

Seit der Caterham leichter zu fahren ist, läuft es beim Rookie. In den letzten zwei Rennen lag Ericsson vor Kamui Kobayashi. Was auch daran liegt, dass Kobayashi auf den neuen Frontflügel verzichten muss. Er zerstörte ihn bei einem Crash im zweiten freien Training von Suzuka.

Mit zwei Mankos werden die Caterham-Fahrer bis zum Saisonende leben müssen. Die Vorderreifen kommen nur zögerlich auf Temperatur, was ein hartnäckiges Untersteuern produziert. Und bei der Kühlung der Antriebseinheit war man zu großzügig und hat zu viel Platz hergeschenkt.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die Caterham-Updates nach der Sommerpause.

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